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Zellmembran

Lernziele

Nach dieser Lerneinheit:

  1. Kannst du die molekularen Bestandteile der Zellmembran beschreiben.
  2. Verstehst du die Hauptmerkmale und Eigenschaften der Zellmembran.
  3. Kannst du die Funktionen der Lipide, Kohlenhydrate und Proteine in der Zellmembran darstellen.

Überblick

Die Zellmembran, auch Plasmamembran genannt, ist eine komplexe Struktur, die die Zelle umgibt und zahlreiche essenzielle Aufgaben für ihr Überleben und ihre Funktion erfüllt. Sie besteht aus Lipiden, Proteinen und Kohlenhydraten.

Lipide liegen überwiegend in Form von Phospholipiden vor. Diese sind so angeordnet, dass ihre hydrophilen Kopfgruppen zum intra- und extrazellulären Raum zeigen, während die hydrophoben Fettsäurereste einander zugewandt im Inneren der Membran liegen. Dadurch entsteht eine Phospholipid-Doppelschicht, die als selektiv permeable Barriere wirkt: Kleine, ungeladene Moleküle (z. B. Gase), Wasser sowie lipophile Substanzen wie Steroidhormone können die Membran relativ leicht passieren, während Ionen und größere Moleküle daran gehindert werden. Cholesterin ist ein weiteres Membranlipid und reguliert die Fluidität und Stabilität der Membran.

Membranproteine lassen sich in integrale (Transmembran-)Proteine und periphere Proteine unterteilen. Sie übernehmen vielfältige Funktionen, darunter den Stofftransport, die Signaltransduktion, enzymatische Reaktionen, die Stabilisierung der Zellstruktur sowie die Zell-Zell-Adhäsion.

Kohlenhydrate ragen an der Außenseite der Zellmembran hervor und bilden eine Schicht, die als Glykokalyx bezeichnet wird. Diese Struktur ist wichtig für die Zell-Zell-Erkennung (z. B. im AB0-System), die Zelladhäsion sowie für immunologische Prozesse und bestimmt die antigenen Eigenschaften der Zelloberfläche.

Der Aufbau der Zellmembran wird durch das Flüssig-Mosaik-Modell beschrieben. Dieses Modell verdeutlicht, dass Lipide und viele Membranproteine innerhalb der Membran lateral beweglich sind und keine starre Struktur bilden.

Zudem ist die Zellmembran asymmetrisch aufgebaut: Die Zusammensetzung ihrer Bestandteile unterscheidet sich zwischen der intra- und extrazellulären Seite. Kohlenhydratstrukturen finden sich physiologischerweise ausschließlich an der Außenseite der Membran.

Begriffe vertiefen

Die Zellmembran

Die Zellmembran (Plasmamembran) umgibt die Zelle und grenzt das Zytosol von der extrazellulären Umgebung ab.

Struktur der Zellmembran

Die Zellmembran besteht aus einer Phospholipid-Doppelschicht mit eingelagerten Proteinen sowie einem geringeren Anteil an Kohlenhydraten, die nach außen ragen.

Selektive Permeabilität der Zellmembran

Die Phospholipid-Doppelschicht verleiht der Zellmembran ihre selektive Permeabilität. Man spricht von einer selektiven Permeabilität, da einige Moleküle sie relativ leicht passieren können, während andere daran gehindert werden. Stoffe, die die Membran nicht frei passieren können, werden über spezifische Membranproteine transportiert, etwa über Kanäle, Carrier oder Pumpen.

Funktionen der Zellmembran

Die verschiedenen Bestandteile der Zellmembran tragen zu unterschiedlichen Funktionen bei.

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Zusammenfassung

Kurzfakten über die Zellmembran
Aufbau Selektiv permeable Membran aus Lipiden und Proteinen mit nach außen gerichteten Kohlenhydratanteilen (Flüssig-Mosaik-Modell)
Lipide Phospholipid-Doppelschicht: Hydrophile Kopfgruppen (Phosphatgruppen) sind zum intra- und extrazellulären Raum orientiert, hydrophobe Fettsäurereste sind einander im Inneren der Membran zugewandt
Cholesterin: Lagert sich in die Phospholipid-Doppelschicht ein und trägt zur Regulation der Fluidität und Stabilität der Zellmembran bei
Funktionen: Selektive Permeabilität; Barriere für große oder geladene Substanzen
Proteine Integrale Proteine: Durchspannen in der Regel die gesamte Phospholipid-Doppelschicht
Periphere Proteine: Sind an integrale Proteine oder an die Membranoberfläche gebunden
Funktionen: Stofftransport durch die Zellmembran; Auslösung intrazellulärer Signalwege nach Ligandenbindung (Rezeptorfunktion); Katalyse metabolischer Reaktionen (Enzymfunktion); Verbindung benachbarter Zellen (Adhäsion); Stabilisierung der Zellstruktur
Kohlenhydrate Glykokalyx: Aus Glykoproteinen und Glykolipiden bestehende Kohlenhydratstrukturen an der Außenseite der Zellmembran
Funktionen: Zell-Zell-Erkennung (z. B. im AB0-System); Beteiligung an immunologischen Prozessen, Unterstützung von Membran- und Proteinfunktionen

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