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Du willst mehr über das Thema Oberfläche der Zunge lernen?

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”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Oberfläche der Zunge

Lernziele

Nach dieser Lerneinheit, kannst du:

  1. Die Strukturen und Anteile der Zunge benennen.
  2. Die Funktion und Innervation der Zunge beschreiben.
  3. Die vier Arten von Zungenpapillen erkennen und ihre Eigenschaften unterscheiden.

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Die Zunge gliedert sich in Zungenkörper (Corpus linguae), Zungenspitze (Apex linguae) und Zungengrund (Radix linguae). Sie besitzt auf ihrer Oberfläche die Zungenpapillen und die Zungenmandel (Tonsilla lingualis). Der Zungenkörper grenzt nach ventral an die Zungenspitze und nach dorsal an den Zungengrund.

  • Zungenkörper: besitzt Zungenpapillen (Faden-, Pilz-, Wall- und Blattpapillen), die mit Ausnahme der Fadenpapillen, die Geschmacksknospen enthalten.
  • Zungenspitze: bildet den vordersten, ventralen Anteil der Zunge.
  • Zungengrund: ist der am meisten dorsale gelegene Anteil der Zunge und festigt die Zunge an der Unterkiefer (Mandibula) und am Zungenbein (Os hyoideum). Er beinhaltet die Tonsilla lingualis und wird durch die V-förmige Endfurche der Zunge (Sulcus terminalis) vom Zungenkörper getrennt.

Die Zungenpapillen liegen in der Pars presulcalis der Zunge, ventral des Sulcus terminalis. Die Wallpapillen (Papillae vallatae) verlaufen parallel zum Sulcus terminalis, während die Blattpapillen (Papillae foliatae) beidseits am hinteren Seitenrand des Zungenkörpers vorkommen. Die Fadenpapillen (Papillae filiformes) sind die zahlreichsten Zungenpapillen und bedecken den größten Teil des vorderen Abschnitt des Zungenrückens. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Reibung zwischen dem Nahrungsbrei und der Zunge zu erhöhen. Die Pilzpapillen (Papillae fungiformes) sind größer als die Fadenpapillen und haben eine runde Form. Sie kommen vorwiegend an der Zungenspitze und am Zungenrand vor. Auf ihrer Oberfläche enthalten die Pilzpapillen Geschmacksknospen.

Der Geschmackssinn wird über drei Nerven zum Hirnstamm weitergeleitet: den N. facialis (Chorda tympani), den N. glossopharyngeus und den N. vagus. Dabei innerviert der N. facialis die vorderen ⅔ der Zunge und den weichen Gaumen. Der N. glossopharyngeus innerviert die hinteren ⅓ der Zunge und der N. vagus die Epiglottis.

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Wenn du dich noch weiter herausfordern möchtest, kannst du auch unser individuelles Quiz über die Mundhöhle ausprobieren. Hiermit kannst du sogar bestimmte Fragen auswählen und speichern, um dich später nochmal dazu zu testen. 

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Zusammenfassung

Kurzfakten über die Oberfläche der Zunge
Anteile Zungenkörper, Zungenspitze, Zungenwurzel
Oberflächen Dorsale (superiore) und ventrale (inferiore)
Papillae Fadenpapillen, Pilzpapillen, Blattpapillen, Wallpapillen
Innervation Unterzungennerv (XII) innerviert motorisch alle Zungenmuskeln außer Gaumen-Zungen-Muskel
Gaumen-Zungen-Muskel wird durch den Vagusnerv (X) innerviert
Zungennerv
vermittelt allgemeine somatische afferente Informationen von den vorderen zwei Dritteln der Zunge
Zungen-Rachen-Nerv
(IX) überträgt allgemeine afferente Impulse von den Wallpapillen des hinteren Drittels der Zunge sowie Geschmacksempfindungen von dem hinteren Anteil der Zunge, den Wallpapillen, den Gaumen-Zungen-Bögen und dem Mundrachenraum
Gesichtsnerv (VII)
leitet Geschmacksempfindungen von den vorderen zwei Dritteln der Zunge und dem unteren Anteil des weichen Gaumens weiter
Vagusnerv (X)
innerviert die Geschmacksknospen des hinteren Drittels der Zunge
Schleimhaut Verhorntes mehrschichtiges Plattenepithel an der Oberseite der Zunge und unverhorntes mehrschichtiges Plattenepithel an der Unterseite der Zunge
Kurzfakten über die Zungenpapillen
Fadenpapillen Gestreckte, konusförmige, grauweiße Papillen
Mit verhorntem mehrschichtigem Plattenepithel bedeckt
Sorgen für Reibung, um die Bewegung des Nahrungsbreis während des Kauenaktes zu ermöglichen
Besitzen keine Geschmacksknospen
Pilzpapillen Stark vaskularisierte, pilzförmige Papillen
Kommen auf der ganzen dorsalen Oberfläche der Zunge vor
Enthalten wenige Geschmacksknospen auf ihrer apikalen Oberfläche
Blattpapillen Beidseitig gepaart, parallele, “blattartige” Schleimhautkämme
Befinden sich am hinteren Seitenrand der Zunge, in der Nähe der Endfurche
Unverhorntes Plattenepithel
Enthalten zahlreiche Geschmacksknospen
Wallpapillen Ungefähr 8-12 zylinderförmige Papillen
Liegen ventral und parallel der Endfurche der Zunge

Gut gemacht!

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Nachdem du jetzt alles über die Oberflächenstrukturen der Zunge gelernt hast, kannst du nun dein Wissen über die Speicheldrüsen und die Geschmacksbahnen erweitern:

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