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Präfrontaler Kortex

Videoempfehlung: Mediale Ansicht des Gehirns [50:29]
Strukturen der medialen Ansicht des Gehirns. Die Bilder zeigen einen Sagittalschnitt des Gehirns.

Der präfrontale Kortex (PFC, Cortex praefrontalis) ist eine anatomische Region des Frontallappens.

Er ist durch zahlreiche Afferenzen und Efferenzen sehr stark vernetzt und gilt als das anatomische Korrelat für Aspekte der Persönlichkeit, der Motivation und höherer kognitiver Leistungen.

Zudem ist er an Gedächtnisfunktionen, Emotionen und der gerichteten Aufmerksamkeit beteiligt.

Inhalt
  1. Lage und Aufbau
  2. Verbindungen
  3. Funktion
  4. Klinik
    1. Läsionen des präfrontalen Kortex
    2. Assoziation mit Schizophrenie
  5. Literaturquellen
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Lage und Aufbau

Der präfrontale Kortex liegt rostral der prämotorischen Rinde und reicht bis zum frontalen Pol des Frontallappens.

Morphologisch lässt er sich dem Neokortex zuordnen und weist histologisch den typischen Aufbau aus 6 Schichten auf.

Verbindungen

Afferenzen stammen aus praktisch allen Regionen des Kortex. Durch diese starke Vernetzung spielt der präfrontale Kortex ein große Rolle bei kognitiven Leistungen. Zudem kommen viele Afferenzen aus dem Thalamus und aus dopaminergen Hirnstammzentren der Formatio reticularis.

Efferente
Verbindungen hat der präfrontale Kortex zu den gleichen Regionen, aus welchen auch die Afferenzen stammen. Eine Efferenz, für die es keine vergleichbare Afferenz gibt, zieht zum Ncl. accumbens. Der Ncl. accumbens wiederum besitzt Afferenzen und Efferenzen mit der Area tegmentalis ventralis (VTA). Letztere entsendet Efferenzen zum präfrontalen Kortex und schließt somit den Kreislauf.

Der ventromediale präfrontale Kortex ist insbesondere mit der Amygdala vernetzt und greift so in die Modifikation von Emotionen ein.

Im Gegensatz dazu ist der dorsolaterale präfrontale Kortex vermehrt mit dem Hippocampus in Verbindung. Hierüber werden emotional behaftete Gedächtnisinhalte gespeichert.

Funktion

Der präfrontale Kortex ist das höchste Assoziationsareal des Gehirns. Assoziationsareale sind nicht unmittelbar mit Sinnesorganen verbunden, sondern erhalten bereits stark vorverarbeitete und modulierte Informationen.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • Handlungsplanung
  • Affektkontrolle
  • Ethisches und soziales Handeln
  • Initiative
  • Entscheidungsfindung
  • Konzentration
  • komplexe Planungen
  • kombinatorisches Denken
  • Aspekte des Kurz- und Langzeitgedächtnisses

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Kim Bengochea, Regis University, Denver
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