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Steigbügel (Stapes)

Der Steigbügel (Stapes) ist einer der drei Gehörknöchelchen (Ossicula auditus) in der Paukenhöhle und bildet das mediale Ende der Knochenkette. Seine Form erinnert sehr an einen Steigbügel, wodurch er auch seinen Namen hat.

Kurzfakten
Aufbau und Lokalisation - Liegt in Paukenhöhle
   Besteht aus:
- 
Fußplatte (Basis stapedis)
- 
zwei Schenkeln (Crus anterius und posterius): vereinigen sich zu Collum stapedis
- 
Köpfchen (Caput stapedis)
Gelenkbeteiligung Art. incudostapedia
Muskeln und Bänder Lig. anulare stapedium und Musculus stapedius in unmittelbarer Nähe
Inhalt
  1. Aufbau und Lokalisation
  2. Gelenkbeteiligung
    1. Bänder und Muskeln
  3. Embryologie
  4. Klinik
  5. Literaturquellen
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Aufbau und Lokalisation

Der Steigbügel liegt horizontal in der Paukenhöhle und besteht aus einer Fußplatte (Basis stapedis), zwei Schenkeln (Crus anterius und posterius) und dem Köpfchen (Caput stapedis). Wie die anderen Gehörknöchelchen ist auch er von Mucosa überzogen, die hier gebildete Falte (Plica stapedis) umhüllt den Kopf und die Schenkel des Steigbügels.

Die Fußplatte ist ellipsenförmig und über ein Band am ovalen Fenster (Fenestra vestibuli) befestigt. Beide Schenkel setzen lateral in einer horizontalen Ebene an der Fußplatte an und bilden einen Bogen in Richtung des Incus. Dabei ist die Crus anterius kürzer und gerader als die Crus posterius.

Durch die unterschiedliche Länge wird auch beeinflusst, wie sich der Steigbügel am ovalen Fenster bewegt. Bei einer geringen Schallintensität kippt er nur, bei höheren Schallintensitäten drückt er sich jedoch komplett in das ovale Fenster hinein. Die in der Perilymphe hervorgerufenen Schwingungen variieren dadurch, womit auch entsprechend unterschiedliche Informationen an die Hörbahn weitergeleitet werden.

Die Schenkel vereinigen sich zu einem Hals (Collum stapedis), dem das Köpfchen aufgesetzt ist. Dieses hat eine konkave Gelenkfläche und setzt am Köpfchen des Amboss an.

Gelenkbeteiligung

Der Steigbügel ist durch die Art. incudostapedia zwischen Kopf und Proc. lenticularis des Amboss an die Gehörknöchelchenkette angebunden. Diese leitet eintreffende Schwingungen weiter, sodass sich der Knochen nach medial in Richtung des ovalen Fensters bewegt und den Schalldruck überträgt. Die Hebelwirkung der Gehörknöchelchenkette verstärkt dabei den Druck an der Fußplatte um das 22-fache.

Bänder und Muskeln

Am Steigbügel befindet sich lediglich das Lig. anulare stapedium, das die Fußplatte des Knochens am Rand des ovalen Fensters befestigt.

Daneben verläuft der Musculus stapedius, vom Cavum musculii stapedii ausgehend, zum Kopf des Steigbügels. Bei seiner Kontraktion kippt die Steigbügelplatte, wodurch die Hebelwirkung der Gehörknöchelchen abgeschwächt und laute Geräusche gedämpft werden können.

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Embryologie

Grundlage für die Entwicklung von Kopf und Hals sind sechs Schlundbögen. Zu Beginn sind diese sechs Bögen gleich aufgebaut und enthalten die Anlagen für Knorpelgewebe, Muskeln, Nerven und Gefäße. Der Knorpel des zweiten Schlundbogens (Reichert-Knorpel) ist der Ausgangspunkt für die Entwicklung des Steigbügels.

Vertiefe Dein Wissen zu den Gehörknöchelchen mit diesen Lerneinheiten:

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