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Venae pulmonales

Die vier Vv. pulmonales (Lungenvenen) sind die Vasa publica der Lunge und Teil des Lungenkreislaufs (kleiner Kreislauf). Dabei führen sie sauerstoffreiches Blut von den Lungenkapillaren zum linken Vorhof.

Verlauf

Die Vv. pulmonales entspringen aus dünnen Venolen, die wiederum aus den Lungenkapillaren, welche die Alveolen umgeben, hervorgehen. In den Lungenkapillaren findet der Gasaustausch statt, bei dem das sauerstoffarme Blut der Aa. pulmonales - aus dem rechten Ventrikel kommend - mit Sauerstoff angereichert und CO2 abgegeben wird.

Die vielen kleinen Lungenvenen verlaufen unterhalb der Pleura oder zwischen den Lungensegmenten, also nicht zusammen mit den Ästen der A. pulmonalis und den Bronchien. Schließlich konfluieren sie am Lungenhilus zu zwei großen Vv. pulmonales pro Seite. Diese liegen immer kaudal der A. pulmonalis und ventral und kaudal des Hauptbronchus und entstehen folgendermaßen:

  • die V. pulmonalis dextra superior entsteht durch den Zusammenfluss der V. apicalis, der V. posterior, der V. anterior und der V. lobi medii,
  • die V. pulmonalis dextra inferior entsteht durch Zusammenfluss der V. superior, der Vv. basalis communis, inferior, superior und anterior,
  • die V. pulmonalis sinistra superior entsteht durch Zusammenfluss der V. apico-posterior, der V. anterior und der V. lingualis,
  • die V. pulmonalis sinistra inferior entsteht durch Zusammenfluss der V. superior, der Vv. basalis communis, inferior, superior und anterior.

Die insgesamt vier Vv. pulmonales münden dann in den Vorhof des linken Herzens, von wo aus das sauerstoffreiche Blut im Körperkreislauf verteilt wird.

Videoempfehlung: Lungenvenen
In diesem kurzen Tutorial schauen wir uns die Lungenvenen, die Venae pulmonales, ganz genau an und ihr erfahrt alles Wissenswerte zu ihrer Anatomie und Funktion.

Klinik

Die Einmündungsstellen der Vv. pulmonales in den linken Vorhof sind oftmals Entstehungsort von ektopen autonomen Erregungen des Herzens. Auf diese Weise können supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen wie beispielsweise Vorhofflimmern entstehen, bei dem es zu kreisenden Erregungen kommt.

Therapeutisch ist in Abhängigkeit vom Muster des Auftretens meist eine Antikoagulation mit Vitamin-K+-Antagonisten wie Phenprocoumon oder mit neuen oralen Antikoagulantien wie beispielsweise Dabigatran oder Rivaroxaban indiziert. Dadurch soll die Entstehung von Embolien, die beispielsweise zu Schlaganfällen führen können, verhindert werden.

Des Weiteren kann, falls nötig, eine Frequenzkontrolle mittels Beta-Blocker oder eine Rhythmuskontrolle erfolgen. Letztere kann entweder medikamentös durch Gabe von Amiodaron (K+-Kanalblocker) oder elektrisch mittels R-Zacken getriggerter Kardioversion erreicht werden. Ein kurativer Ansatz ist die Verödung der Einmündungsstelle der Vv. pulmonales im linken Vorhof (Pulmonalvenenisolation).

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. S. 558, 559, 634
  • Drenckhahn, D., & Waschke, J. (2014). Taschenbuch Anatomie (2. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag. S. 226
  • Benninghoff, A., & Drenckhahn, D. (2004). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 2 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag. S. 561, 567 - 571
  • Schünke, M., Schulte, E., Schumacher, U., et al. (2007). Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem – Prometheus (2. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. S. 137, 150, 151, 190-193
  • Dietel, M., Suttorp, N., & Zeitz, M. (2009). Harrisons Innere Medizin (18. Auflage). Berlin: Lehmanns. S. 2018-2024

Text, Review, Layout:

  • Katrin Repkow
  • Dr. med. Charlotte Barthe
  • Marie Hohensee

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