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”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Mythen und Praxis des Speed Readings

"Ich habe einen Kurs in Speed Reading belegt und innerhalb von zwanzig Minuten Krieg und Frieden gelesen. Es geht um Russland." - Woody Allen

Speed Reading besteht aus mehreren Techniken, die es dem Leser ermöglichen, schneller zu lesen. Es wurde erstmals von der United States Air Force im Zweiten Weltkrieg angewendet, um feindliche Flugzeuge schneller ausfindig machen zu können.

Die Methode wurde später in den späten 1950er Jahren weiterentwickelt und gewann in den letzten Jahren viele Anhänger.

Dieser Artikel wird den Mythos des Speed Readings und seiner Techniken diskutieren. Er zeigt dir auch Möglichkeiten, wie du tatsächlich schneller lesen kannst. Obwohl sich ihre Namen sehr ähnlich sind, sind Speed Reading und schnelles Lesen in der Praxis ziemlich unterschiedliche Techniken.

Was ist "Speed ​​Reading"?

Es ist sehr leicht nachzuvollziehen, was den Reiz dieser Lesetechnik ausmacht. Erinnere dich daran, wie es ist, ein absolut fesselndes und interessantes Buch fertig gelesen zu haben und es danach wegzulegen. Würdest du nicht gern mehr solcher Werke in der gleichen Zeit lesen können? Oder vielleicht hast du auch die Nase voll und möchtest einfach nur das gefürchtete Kapitel in deinem Anatomielehrbuch beenden.

Speed ​​Reading verspricht all das. Allerdings gilt in diesem Fall das Sprichwort "wenn es zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch". Bevor du dich in der Hoffnung, deine Lesezeit verkürzen zu können, verzweifelt auf den Gedanken einlässt, halte bitte einen Moment inne.

Stack of books

Schnell zu lesen ist gar nicht so hilfreich wie die Befürworter dieser Technik gerne behaupten. Woody Allen’s Zitat mag in der Tat eine etwas überspitzte Darstellung der Ergebnisse sehr schneller Lesegeschwindigkeiten sein. Du könntest bei solchen Geschwindigkeiten sogar verpassen, dass "Krieg und Frieden" irgendetwas mit Russland zu tun hat. Eigentlich würdest du gar nichts verstehen.

Mythos oder Realität?

Speed Reading ist ein Mythos. Bevor du weiter liest, sind einige Erklärungen notwendig:

Die mittlere Lesegeschwindigkeit eines Durchschnittsmenschen beträgt 200-300 Wörter pro Minute. Diese kann jedoch durch verschiedene Lesetechniken auf bis zu 500 Wörter pro Minute erhöht werden (mehr Details dazu später). Obwohl das schon beeindruckend ist, betreibt man bei dieser Geschwindigkeit kein Speed Reading, sondern man liest einfach nur ziemlich schnell.

Echtes Speed Reading erfolgt mit etwa 1000 Wörtern pro Minute und einige Verfechter dieser Methode behaupten, dass sie diese Geschwindigkeit auch tatsächlich erreichen. Bezogen auf ein herkömmliches Anatomielehrbuch würde das bedeuten, dass du das Buch in ungefähr 12 Stunden durchlesen könntest. Bei dieser Geschwindigkeit ist es jedoch unmöglich, das Gelesene wirklich zu verstehen.

Dein Gehirn kann einfach keine Informationen bei einer so hohen Lesegeschwindigkeit aufnehmen. Du betrachtest im Grunde genommen nur die Seiten ohne eine Ahnung, was die Wörter und Sätze bedeuten. Was ist der Sinn hinter einer Lern- oder Lesestrategie, wenn man daraus gar nichts lernt? Wenn die Anwendung dieser Technik dir nicht hilft, etwas zu verstehen, dann hast du gar nichts gewonnen.

Warum ein Mythos?

Die Wissenschaft hat das Speed Reading entmystifiziert, indem sie zwei Einschränkungen untersucht hat: die Anatomie und Physiologie des Auges selbst und die neuronale Verarbeitung.

Fovea centralis - cranial

Einschränkungen durch das Auge

Die erste Einschränkung für das Speed Reading ist anatomisch bedingt - deine eigenen beiden Augen. Warum ist Speed Reading eine so große Herausforderung?

Es hat etwas damit zu tun, wie die Augen den geschriebenen Text beim Lesen visuell verarbeiten. Obwohl du vielleicht denken magst, dass sich deine Augen kontinuierlich entlang einer Zeile bewegen, tun sie dies in Wirklichkeit nicht. Stattdessen führen sie kurze und sehr schnelle Bewegungen (Sakkaden) von einem Fixpunkt zum nächsten aus (Fixationen).

Diese Funktionsweise ist vergleichbar mit einem Auto, das in Richtung Ziel fährt und an allen Ampeln auf dem Weg anhält. Die Sakkaden werden von den frontalen Augenfeldern im frontalen Cortex und den oberen Colliculi, die Teil des Mittelhirns sind, kontrolliert. Sakkaden entstehen, weil die Fovea des Auges sehr klein ist. Diese Grube ist der zentrale Teil der Netzhaut, der es dir ermöglicht, in hoher Auflösung zu sehen. Damit du alles so klar wie möglich sehen kannst, muss das gesamte Gebiet in viele Punkte unterteilt werden, zwischen denen sich das Auge bewegt.
 
Während der Fixierungen dringen visuelle Eindrücke in das Auge ein und treffen auf die Netzhaut. Die Fovea ist der anatomische Feind der Speed Reading Technik. In Momenten, in denen der Blick fixiert ist, wird nur ein unglaublich kleiner Bereich mit 100% Sehschärfe gesehen. Dieser Bereich befindet sich direkt im Zentrums des schärfsten Sehens und umfasst gerade einmal vier bis fünf Buchstaben.

Die Sehschärfe nimmt ab, wenn der Abstand von diesem zentralen Punkt und der Fovea erhöht wird. Dies bedeutet, dass du die Wörter nicht gut genug unterscheiden kannst, um sie lesen und verarbeiten zu können. Es ist, als würde man durch das Schlüsselloch in der Haustür schauen.

Einschränkungen aufgrund der neuronalen Verarbeitung

Damit Gelesenes verstanden werden kann, muss die aufgenommene Information durch das Arbeitsgedächtnis laufen. Dieses System ist Teil des Kurzzeitgedächtnisses, das Informationen während kognitiver Prozesse wie Hören, Lesen und Schreiben temporär speichert, abfragt und verändert.

Frontal lobe - lateral

Beim Lesen müssen die Informationen zuerst in einen phonologischen Code umgewandelt werden, bevor sie zwischengespeichert werden können. Dies wird durch Subvokalisation (= stilles Sprechen) des geschriebenen Inhalts erreicht (weitere Einzelheiten folgen).
 
Das Arbeitsgedächtnis hat eine kleine und begrenzte Kapazität, die die Realität des Speed Readings sprengt. Diese Beschränkung besteht beim Lesen aus fünf Wörtern (Chunks). Im Wesentlichen kann sich dein Gehirn vorübergehend fünf Wörter merken, solange du es nicht mit zusätzlichen Informationen in kurzer Zeit bombardierst.

Wenn du schneller liest, überlädst du einfach deinen Arbeitsspeicher und nichts ergibt mehr einen Sinn, weil du vergisst, was du gerade gelesen hast. Hinzu kommt, dass diese Fähigkeit vollständig der Genetik unterworfen ist. Mit anderen Worten ausgedrückt, kann sie in keiner Weise übertroffen, ausgebaut oder trainiert werden. Sie ist in Stein gemeißelt.

Was hat es mit all den Speed Reading Lesestrategien auf sich?

Wenn du den oben besprochenen Lesevorgang betrachtest, ist es sehr mechanisch. Es handelt sich immer um Sakkaden und Fixationen. Theoretisch könntest du durch die Verringerung der für jeden dieser Schritte aufgewendeten Zeit mehr Wörter in der gleichen Zeit verarbeiten. So genannte Speed-Reader behaupten, dies durch verschiedene Techniken oder Praktiken erreichen zu können.

Subvokalisierung (stilles Sprechen) beim Lesen unterbinden

Es ist sehr wahrscheinlich, dass du diesen Artikel liest, indem du jedes Wort still in deinem Kopf aussprichst. Alles begann, als du in der Schule lesen gelernt hast. Du wurdest von deinem Lehrer aufgefordert, zuerst laut und dann später lautlos vorzulesen.

Speed-Reading-Experten behaupten, dass man die zum Lesen benötigte Zeit erheblich verkürzen kann, wenn man aufhört die Worte im Kopf zu „hören“ oder zu „sagen“. So soll man Lesegeschwindigkeiten mit bis zu 1000 Worte pro Minute erreichen können. Dies wäre zwar möglich, jedoch sind mehrere Schwierigkeiten damit verbunden.

Auricula - anterior

In diesem Artikel wurde bereits erwähnt, dass eine Subvokalisierung (stilles Sprechen) erforderlich ist, damit die Informationen in dein Arbeitsgedächtnis gelangen können. Anders ausgedrückt, zwingen dich deine Anatomie und Physiologie dazu, während des Lesevorgangs still zu sprechen, damit du den Text überhaupt verstehen kannst.

Wenn du das unterbinden würdest, würde die gelesene Information keinen Sinn mehr ergeben und du wärst genauso weit wie vorher. Wenn du jedes Wort still in deinem Kopf "mitsprichst", bleibst du beim Lesen konzentriert und aufmerksam. Dies ist besonders wichtig, wenn es um akademische und wissenschaftliche Texte wie beispielsweise in der Anatomie geht. Du starrst auf ein einzelnes Wort, anstatt es zu verstehen, und der ganze Absatz wird zu Kauderwelsch. Sicherlich kein schöner Anblick im Umgang mit der Neuroanatomie!

Schnelle serielle visuelle Präsentation

Diese Methode wird häufig von digitalen Speed Reading Apps wie Spritz verwendet. Einzelne Wörter erscheinen auf dem Bildschirm an ein und derselben Stelle und verhindern Blicksakkaden. Theoretisch klingt das plausibel - man stellt die gewünschte Geschwindigkeit ein, man gewöhnt sich daran, man erhöht die Geschwindigkeit und plötzlich liest man einfach schneller.

Nicht wirklich! Erinnerst du dich an die begrenzte Kapazität deines Arbeitsgedächtnisses? Du kannst die Sakkaden und die Fixierungen so stark reduzieren, wie du willst, aber es ist unmöglich dein Arbeitsgedächtnis mit Worten zu überladen. Es funktioniert einfach nicht.

Mehrere Zeilen gleichzeitig lesen

Eine andere Behauptung über das Speed Reading ist, dass du mehr Zeilen pro Augenfixierung aufnehmen kannst, anstatt nur eine. Erinnerst du dich an die geringe Größe der Fovea und die damit verbundene Sehschärfe?

Noch einmal, deine Anatomie und Physiologie hindern dich  daran, mehr als eine Zeile auf einmal zu lesen. Darüber hinaus gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die zeigen, dass das menschliche Auge in der Lage ist, mehrere Zeilen gleichzeitig zu lesen.

Peephole

Skimming

Schnellleser sagen oft, dass viele Informationen in einer Textstelle, einer Seite oder in einem Absatz überflüssig sind. Wenn du diese Stellen überspringst, gelangst du schneller zum Schluss des Texts als wenn du jedes einzelne Wort liest. Bei dieser Methode werden Titel, Überschriften, Anfänge von Absätzen, fett gedruckte Wörter, Diagramme usw. genau betrachtet. Das funktioniert wie eine Art Scan, um sich einen Gesamteindruck zu verschaffen. Dies hat jedoch sowohl Vorteile als auch Nachteile.
 
Skimming ist in der Tat entscheidend für schnelleres Lesen (mehr dazu später). Es ist jedoch nur ein unvollständiger und vorläufiger Schritt. Man könnte es mit dem Erstellen einer Landkarte vergleichen, auf der alle Städte und Dörfer verzeichnet sind, aber die Straßen fehlen, die veranschaulichen, wie sie alle Ortschaften miteinander verbunden sind. Wenn du den Text lediglich überfliegst, erfasst du nicht den vollständigen Sinn.

Du könntest den Text vielleicht sogar ganz falsch verstehen, was noch viel schlimmer wäre. Das wäre Selbstmord, wenn es um wissenschaftliche Fachgebiete wie Anatomie geht! Flüstere beim Lesen einfach mit und du wirst die Information, dass Blut das Herz durch die Aorta verlässt auf jeden Fall verinnerlichen.

Reading faster

Angewandtes Speed Reading

Wenn du dich mal mit einem Schnellleser unterhältst, wirst du wahrscheinlich hören, dass die Anwendung aller oben genannten Techniken ihr/ihm dabei geholfen hat, eine unglaubliche Lesegeschwindigkeit zu erreichen. Dies ist tatsächlich wahr, aber es hat einen anderen Hintergrund.

Es ist nicht die Anwendung von Schnelllesetechniken per se, die es dir erlauben schneller zu lesen. Vielmehr liegt es an der Tatsache, dass Lesen im Allgemeinen dir erlaubt, schneller zu lesen, indem du fließender und geübter wirst. Es ist aber keine Speed Reading Strategie.
 
Fließendes Lesen ist die Fähigkeit, Texte genau, schnell und mit Ausdruck zu erfassen. Es verbindet Worterkennung und -verständnis. Das Schlüsselwort lautet Wiedererkennung. Je mehr Bücher du liest, desto vertrauter werden dir die Worte. Anstatt eine Pause zu machen, wenn du bei einem Wort wie "Wahrheitsähnlichkeit" angelangt bist, wirst du es viel schneller erkennen, wenn du es vorhers schon einmal gelesen hast.

Anders ausgedrückt, wirst du weniger Zeit damit vergeuden besonders lange Worte wie "Wahrheitsähnlichkeit" zu meiden und somit schneller lesen können. Ganz zu schweigen von den langen Anatomiebegriffen!

Wie kannst du es schaffen schneller zu lesen?

Hoffentlich bist du nun davon überzeugt, dass Speed Reading ein Ding der Unmöglichkeit ist, wenn das Verständnis von Texten nicht verloren gehen soll. Allerdings gibt es einige Menschen, die definitiv schneller lesen als andere. Wenn die potentielle Lesegeschwindigkeit bei 100 bis 500 Wörter pro Minute liegt, ist es möglich, diese Geschwindigkeit zu erhöhen.
 
So kann es klappen:

  • Lese viel
  • Blende Ablenkungen aus
  • Skimme zuerst
  • Verwende einen Zeigestock zum Lesen

Jeder der oben genannten Vorschläge hilft dir dabei, deine Lesegeschwindigkeit zu erhöhen. Das Magische geschieht jedoch, wenn du versuchst, alle von ihnen anzuwenden.

Reading

Je mehr du liest, desto fließender wirst du und du fängst an, komplizierte Wörter viel schneller zu erkennen. Durch das Ausblenden von Ablenkungen verhinderst du Störungen, die deine Konzentration auf den Leseprozess reduzieren. Auf diese Art kannst du dich voll konzentrieren und deinen Arbeitsspeicher bei der Bewältigung einer einzigen Aufgabe vollständig ausnutzen.

Wenn du zuerst nach wichtigen Informationen suchst, erhältst du eine Vorstellung davon, worum es in dem Textabschnitt geht und du weißt, was dich erwartet. Das beseitigt das Unbekannte.

Wenn du einen Zeigestock verwendest, konzentrieren sich deine Augen und dein Geist mehr auf einen einzelnen Punkt, als herumzuwandern. Du kannst den Zeigestock natürlich auch etwas schneller bewegen und es ist so, als hätten deine Augen gar keine andere Wahl als ihm zu folgen. Du musst jedoch wissen, dass die Erhöhung deiner Lesegeschwindigkeit ein langwieriger Prozess ist. Du wirst nicht eines Morgens mit der Fähigkeit aufwachen plötzlich 500 Wörter pro Minute lesen zu können, aber es ist definitiv mit Geduld und Beharrlichkeit machbar.

Obwohl dir diese Tipps nicht helfen werden, dein gesamtes Anatomiebuch in 12 Stunden zu lesen, wirst du sicher trotzdem von ihnen profitieren. All unsere Kenhub-Artikel werden ein Kinderspiel für dich werden, sobald du gelernt hast, wie man schneller lesen kann.

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Darum höre auf das Zitat von Shakespeare, das besagt: "Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“ Du hast bestimmt schon oft gehört, dass Speed Reading nur Fantasie ist. Es kann sicherlich als beeindruckender Partytrick dienen, aber für die eigentlichen Zwecke des Lesens ist diese Technik nutzlos, weil das Textverständnis gänzlich verloren geht. Zum Glück kannst du schneller lesen, aber Speed Reading an sich ist sicherlich nicht die Methode, nach der du wahrscheinlich gesucht hast, um durch das Studium der Anatomie zu kommen.

Zusammenfassung

  • Speed Reading ist und bleibt ein Mythos und diese Methode ist nicht so hilfreich wie ihre Anhänger gerne behaupten. Dein Gehirn kann einfach keine Informationen bei extrem hohen Lesegeschwindigkeiten aufnehmen und wenn dir diese Technik nicht dabei hilft den Text zu verstehen, dann hast du nichts gewonnen.
  • Die Fovea des Auges, ist der anatomische Feind des Speed Readings. Es ist, als würdest du durch das Guckloch in der Haustür schauen. Obwohl du vielleicht denkst, dass sich deine Augen während des Lesens kontinuierlich entlang einer Zeile bewegen, tun sie dies aufgrund der geringen Größe der Fovea in Wirklichkeit gar nicht. Damit du alles so klar wie möglich sehen kannst, muss das gesamte Gebiet in viele Punkte unterteilt werden, zwischen denen sich das Auge bewegt.
  • Die Fähigkeit zum Speed Reading ist außerdem durch die geringe Kapazität des Arbeitsgedächtnisses begrenzt, welche aufgrund genetischer Ursachen in Stein gemeißelt ist. Wenn du  einfach deinen Arbeitsspeicher überlädst, ergibt nichts einen Sinn.
  • Speed Reading Techniken sind auch ein Mythos. Deine Anatomie und Physiologie zwingen dich dazu, während des Lesens die Worte still mitzusprechen und hindern dich daran, mehrere Zeilen auf einmal zu lesen. Die Schnelle serielle visuelle Präsentation ist durch deinen Arbeitsspeicher begrenzt und Skimming ist nur ein unvollständiger und vorbereitender Schritt.
  • Du kannst trotzdem schneller lesen, indem du deinen Lesefluss steigerst, Ablenkungen vermeidest, den Text zunächst überfliegst und einen Zeigestock verwendest.

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Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

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”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Quellen anzeigen

Quellen

  • R. Radach, A. Kennedy, K. Rayner: Eye Movements and Information Processing During Reading: A Special Issue of the European Journal of Cognitive Psychology, Special Issues of the Journal of Cognitive Psychology, 2004, 6(1,2)  
  • R. Tindle and M. G. Longstaff: Writing, Reading, and Listening Differentially Overload Working Memory Performance Across the Serial Position Curve. Adv Cogn Psychol, 2015. 11(4): p. 147-55.
  • https://en.wikipedia.org, accessed on 08/07/2016

Text, Übersetzung, Review, Layout:

  • Adrian Rad
  • Uruj Zehra
  • Juliana Walek
  • Claudia Bednarek

Illustration:

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