Nach dieser Lerneinheit:
Die Kognition umfasst alle höheren Prozesse des Gehirns, die es uns ermöglichen, die Welt wahrzunehmen und zu verstehen, zu denken sowie Probleme zu lösen. Sie wird hauptsächlich von der Großhirnrinde gesteuert. Die Bereiche der Großhirnrinde, die für die Integration sensorischer Informationen sowie für die Verarbeitung von Gedächtnisinhalten zuständig sind, werden als Assoziationsareale bezeichnet. Dazu gehören der parietale, der temporale und der präfrontale Assoziationskortex, die uns unter anderem räumliches Bewusstsein, Objekterkennung und Entscheidungsfindung ermöglichen.
Die Sprache ist eine der komplexesten und wichtigsten kognitiven Funktionen, die auf spezialisierten Regionen der linken Gehirnhälfte beruht, darunter das Broca- und das Wernicke-Areal, die durch den Fasciculus arcuatus miteinander verbunden sind. Diese Strukturen erleichtern das Verstehen und die Produktion von Sprache und gewährleisten eine reibungslose Kommunikation.
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Kognition bezieht sich auf die mentalen Funktionen, die Wahrnehmung, Integration von Gedächtnisinhalten, logisches Denken und Problemlösung ermöglichen. Die Großhirnrinde, insbesondere die Assoziationsareale, verarbeiten sensorische Informationen und verknüpfen sie mit anderen Informationen zur Gedächtnisbildung, um ein kohärentes Verständnis der Umwelt zu ermöglichen.
Die Lateralisation des Gehirns beschreibt das allgemeine Prinzip, dass bestimmte kognitive Funktionen bevorzugt in einer der beiden Hirnhälften verarbeitet werden. Welche Hemisphäre diese Funktionen im Einzelfall dominant übernimmt, wird als Hemisphärendominanz bezeichnet. Diese unterscheidet sich vor allem zwischen Links- und Rechtshändern. Bei der Mehrheit der Rechtshänder ist die linke Hemisphäre vorwiegend für Sprache und mathematische Aufgaben zuständig. Die rechte Hirnhälfte ist hingegen in erster Linie für räumliche Aufgaben und abstraktes Denken verantwortlich. Trotz dieser Lateralisation arbeiten beide Gehirnhälften bei den meisten Funktionen zusammen.
Die Sprachverarbeitung ist bei der Mehrheit der Menschen in erster Linie eine Funktion der linken Gehirnhälfte und umfasst das Broca-Areal (für die Sprachproduktion), das Wernicke-Areal (für das Sprachverständnis) und den Fasciculus arcuatus (für die Kommunikation zwischen beiden Kortexarealen).
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| Definitioen |
Kognition: Mentale Prozesse, die Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken und Problemlösung ermöglichen Sprache: Kognitive Funktion der Kommunikation über gesprochene und/oder geschriebene Sprache |
Multimodale Assoziationsareale |
Parietaler Assoziationskortex: Räumliches Bewusstsein, Aufmerksamkeit und visuelle Verarbeitung Temporaler Assoziationskortex: Erkennung von Gegenständen, Gesichtern und Geräuschen, Gedächtnisbildung und -abruf Präfrontaler Assoziationskortex: Entscheidungsfindung, Sozialverhalten, exekutive Planung von Handlungen |
| Lateralisation des Gehirns und Hemisphärendominanz |
Bei der Mehrheit der Menschen (Rechtshänder) Linke Hemisphäre: Sprache (Produktion und Verständnis) analytisches Denken (Mathematik) Rechte Hemisphäre: Räumliches Bewusstsein, Erkennung von Gegenständen und Gesichtern, abstraktes Denken Hinweis: beide Hemisphären arbeiten bei einem Großteil der Hirnfunktionen zusammen |
| Sprachzentren |
Broca-Areal: Frontallappen, Sprachproduktion, Grammatik, Satzbau. Läsionen des Broca-Areals führen zu einer Broca- bzw. expressiven Aphasie Wernicke-Areal: Temporoparietaler Übergang, Sprachverständnis. Läsionen des Wernicke-Areals führen zu einer Wernicke- bzw. rezeptiven Aphasie Fasciculus arcuatus: Fasersystem, das das Broca- und das Wernicke-Areal verbindet und die Sprachverarbeitung koordiniert sowie die Wiederholung von Sprache ermöglicht. Läsionen führen zu einer Leitungsaphasie und beeinträchtigen die Sprachwiederholung |
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