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”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Wie du Anatomie mithilfe von Mind Maps lernen kannst

„Viele denken, dass Gedächtnisbildung durch Auswendiglernen geschieht und durch lineares Vollstopfen des Gehirns mit Fakten, bei denen das Verständnis völlig irrelevant ist. Wenn man aber mit Fantasie und Assoziationen richtig lehrt, dann wird das Verständnis zu einem Teil davon. “ - Tony Buzan, Erfinder des Mindmappings.
 
Wenn du wie 99% der Studenten bist, lernst du wahrscheinlich auswendig. Anders ausgedrückt, wirst du zu einem Roboter - du wiederholst einfach mechanisch die Informationen, die du lernen musst. Auf diese Art zu lernen ist extrem einfach, insbesondere wenn es um ein Fach wie Anatomie geht, bei dem sich fast alles nur ums Auswendiglernen dreht. Höchstwahrscheinlich verstehst du die Thematik ganz leicht. Die wesentliche Herausforderung besteht allerdings darin, alle langen und verwirrenden Begriffe in den Kopf zu bekommen. Was scheint hierfür die richtige Lösung zu sein? Schlage dein Anatomiebuch auf, beginne eine Seite zu lesen, mache dir einige lineare Notizen, überarbeite sie etwas und hoffe auf das Beste. Es ist definitiv nicht die schlechteste Strategie, aber du wirst viel Blut, Schweiß und Tränen dabei vergießen ...

Wenn du den Verstand nicht verlieren möchtest, während du Anatomie lernst, musst du der "Ungewöhnliche" sein und dich den restlichen 1% der Schüler anschließen. Anstatt dein Gehirn auszuschalten und die Worte und Konzepte des Autors ganz genau zu transkribieren, verarbeitest du die Informationen und organisierst sie auf eine für dich sinnvolle Weise. Mit anderen Worten: erstelle eine Mind Map der Informationen und personalisiere dein Lernen auf eine Art, wie du sie vorher wahrscheinlich nie für möglich gehalten hättest.
 
Dieser Artikel wird dir erklären, was Mind Maps sind, wie sie erstellt werden und wie sie dazu beitragen können, dein umfangreiches anatomisches Wissen zu verwalten. Kreative Genies wie Leonardo da Vinci, Galileo und Albert Einstein haben sie ständig genutzt, um ihre Ideen auszuarbeiten, so dass Mind Maps sicherlich auch dir helfen werden.

Was ist eine Mindmap?

Eine Mind Map ist ein organisatorisches Denkwerkzeug – eine Art Schweizer Taschenmesser des Gehirns. Genau wie der Name andeutet, ist es eine Karte, die die Inhalte deine Gedächtnisses widerspiegelt. Michael Michalko, ein renommierter Kreativexperte, hat die Mind Map beschrieben als "die ganzheitliche Alternative zum linearen Denken, die sich in alle Richtungen erstreckt und Gedanken aus jedem Winkel einfängt".

Eine Mind Map sieht genauso aus wie die Karte einer Stadt. Die wichtigste Idee oder das Stadtzentrum befindet sich in der Mitte. Hauptzweige oder Hauptstraßen führen aus dem Stadtzentrum heraus und repräsentieren deine Hauptgedanken. Kleinere, zweitrangige Gedanken verzweigen sich von den primären Gedanken und so weiter. Auf einigen Ästen befinden sich Bilder, Symbole und Kritzeleien, um dir das Lernen zu erleichtern. Genau wie eine Stadt über interessante Sehenswürdigkeiten, Gebäude und touristische Attraktionen verfügt, die es wert sind, dass man ihnen einen Besuch abstattet und sie bewundert.

Das Prinzip von Mind Maps beruht auf verzweigtem Denken, das der Funktionsweise deines Gehirns sehr ähnlich ist. Es ist am einfachsten, diese Idee anhand eines Beispiels zu veranschaulichen.

Wenn du an das Herz denkst, erscheinen vor deinem geistigen Auge sofort seine Lage (umschlossen vom Perikard im Thorax), seine Funktion (Blutversorgung des Organismus), die Kammern (Vorhöfe und Ventrikel) und seine Innervation (Herzplexus). Wenn du deine Aufmerksamkeit nur auf den Thoraxbereich richtest, verzweigen sich deine Gedanken ebenfalls und du stellst dir die Lunge vor, den thorakalen Teil der Aorta, den knöchernen Brustkorb usw. Du kannst dich dann auf eine dieser "kleineren" Ideen konzentrieren oder auf die vorherige über das Herz zurückgreifen.
 
Du verstehst jetzt sicherlich die Idee dahinter. Neue und alte Informationen werden ständig an bereits vorhandene geknüpft, um eine Karte zu erstellen. Das Wissen ist wie ein Spinnennetz in deinem Kopf organisiert, sodass du scheinbar nicht miteinander verwandte Themen miteinander verknüpfen kannst. Auf diese Art denkt dein Gehirn. Du musst das Rad nicht neu erfinden, wenn du etwas lernst, vor allem nicht bei einem Fach wie der Anatomie. Greife auf deinen bereits vorhandenen Wissensschatz zu und erweitere ihn, damit du es dir so einfach wie möglich gestalten kannst.

Warum solltest du Mind Maps verwenden?

Ich höre dich fast sagen: „Warte mal! Ist das nicht einfach nur eine ausgefallene und zeitraubende Methode, um Informationen aufzuschreiben?“ Nicht ganz. Der Teufel steckt bei dieser Lernstrategie im Detail und was wie Zeichnen von Bildern und Linien erscheint, hat tatsächlich erhebliche Auswirkungen auf dein Gedächtnis und kann dir das Lernen erleichtern.

Hier sind einige Möglichkeiten, wie Mind Maps dir helfen können:

  • Du erkennst das große Ganze - Eine gut strukturierte Mind Map gibt dir einen klaren Überblick über die Grundidee im Zentrum der Seite. Die Informationen werden auch hierarchisch dargestellt - die Hauptidee ist in der Mitte und die zweitrangigen im Randbereich. Deshalb weißt du mit einem Blick worum es geht!
  • Du erstellst Assoziationen und Verknüpfungen - Indem du die Mind Map erstellst, beginnst du assoziativ zu denken. Du stellst nicht nur Verbindungen zwischen verschiedenen Informationen her, sondern auch zwischen Begriffen und Bildern, wodurch dein Lernen anschaulicher wird. Die Kombination von Assoziationen und dem großen Gesamtbild erlauben dir in 3D zu denken, was für das Erlernen der Anatomie eine entscheidende Fähigkeit ist. Kodiere die Informationen daher richtig, denn du erntest nur das, was du säst!
  • Konzentriere deine Aufmerksamkeit – Vergiss nicht, dass wir über Anatomie sprechen, ein Fach, das dir jegliche Energie rauben kann und bei dem die geringste Ablenkung wie eine Wohltat erscheinen kann. Durch das Zeichnen, durch Abbildungen und Farben kannst du dir die Inhalte wirklich gut einprägen. In diesem Kenhub-Artikel erfährst du mehr über die Vorteile des Ausmalens.
  • Informationen filtern - Eine Mind Map besteht nur aus Schlüsselwörtern. Sie enthält die wichtigen Begriffe, die dir helfen, ein Konzept zu verstehen, das in Prüfungen auftaucht und an das du dich lange erinnern kannst. Du wirst die Details vergessen, also konzentriere dich auf das Wesentliche!
  • Die Möglichkeit Inhalte aktiv zu wiederholen – Das Erstellen einer Mind Map aus dem Gedächtnis im Gegensatz zum Abmalen aus dem geöffneten Buch, macht den wesentlichen Unterschied. Wenn du das Buch schließt, lernst du im Wesentlichen durch aktives Wiederholen, ein entscheidendes Prinzip zur Steigerung deiner Lernleistung.
  • Das Lernen mit einer Mind Map ist einfach, lustig, mal etwas anderes und persönlich.

Wie kannst du aus deinen Ideen eine Mind Map machen ?

Das Erstellen einer Mind Map ist ein sehr intuitiver Prozess, weil es abbildet, was in deinem Gehirn vorgeht. Tatsächlich ist das Entscheidende nicht die Absicht, eine Reihe vorgeschriebener Schritte zu befolgen, sondern die Ideen hinter der Mind Map - sie sollten ganz natürlich fließen, je nach deinen Vorstellung und den Assoziationen, die dein Gehirn erschafft.

Aspekte, die du bei einer Mind Map berücksichtigen solltest
Farben Verwende verschiedene Farben z.B. um unterschiedliche Körperregionen voneinander abzugrenzen.
Abbildungen Abbildungen oder auch Skizzen helfen dabei, theoretische Inhalte zu visualisieren und besser einzuprägen.
Linien Verwende geschwungene und gerade Linien, um etwa Haupt- und Nebenthemen besser zu unterscheiden.
Schlüsselworte Verwende nur einzelne Schlüsselwörter!
Organisation Verzweige deine Ideen in absteigender Reihenfolge.

Du kannst Mind Maps auch elektronisch auf deinem Computer oder deinem bevorzugten tragbaren Gerät erstellen. Mach dir also keine Sorgen, wenn du nicht wie Da Vinci zeichnen kannst. In der Tat ist dies gar nicht notwendig, da schnelle und einfache Skizzen ausreichen, um eine Assoziation herzustellen.

Darüber hinaus verfügt die Anatomie über ein erstaunliches Werkzeug, mit dem sich die Studenten in einer Hassliebe befinden. Es handelt sich dabei um einen Atlas, der die Inspiration für all deine anatomischen Zeichnungen sein kann. Bilder für eine elektronische Mind Map können zum Beispiel aus dem Atlas von Kenhub, einer Sammlung verständlicher und professioneller Illustrationen, die all deine Bedürfnisse abdecken, entnommen werden.

Nachteile von Mind Maps

Hoffentlich bist du nun davon überzeugt, dass Mind Maps das Potenzial haben, dir das Anatomielernen zu erleichtern. Bevor du dich voller Freude darauf stürzt, dein Wissen auszuarbeiten, ist es wichtig zu wissen, dass es sich bei Mind Maps nur um Lernwerkzeuge handelt. Sie sind ganz sicher nicht perfekt. Setze also nicht alles auf eine Karte indem du ausschließlich diese Methode anwendest.

Hier sind einige Dinge, auf die du achten solltest:

  • Zeitaufwand - Trotz der großen Vorteile die Mind Maps bieten, kann das Ausmalen, Zeichnen und Organisieren im Vergleich zu anderen Lernstrategien etwas länger dauern. Am besten probierst du es aus und findest es für dich selbst heraus, denn es hängt von deinen Fähigkeiten und Vorlieben ab.
  • Platzbedarf - Um verständliche Mind Maps erstellen zu können, für die keine Lupe erforderlich ist, benötigst du einen großen Arbeitsplatz. A4-Papier könnte funktionieren, aber du wirst möglicherweise nicht mehr genügend Platz zum Erweitern der Karte haben. Idealerweise solltest du A2-Format oder größer verwenden. Alternativ kannst du deine Mind Map auf deinem Computer erstellen. Damit hast du unbegrenzten Platz und schonst dabei auch Bäume! :-)  
  • Künstlerische Fähigkeiten - Lass uns bei der Realität bleiben. Du kannst die Anatomie nicht erlernen, wenn deine nauturgetreueste Darstellung eines Menschen ein Strichmännchen ist. Um die Themen richtig erlernen zu können, musst du Details veranschaulichen können. Andernfalls werden Mind Maps für dich lediglich zu einer Gliederung (trotzdem sind Gliederungen nicht zu unterschätzen, besonders in der Anatomie!).
  • Informationen häufen sich – deine Mind Maps können unglaublich schnell wachsen, insbesondere wenn du sie von Hand zeichnest. Zum Beispiel handelt es sich bei der oben dargestellten nur um das proximale Ende des Humerus. Dieser Knochen hat jedoch einen Schaft und ein distales Ende. Ganz zu schweigen von all den potentiellen Mind Maps, die du mit jedem einzelnen Wort auf dieser Seite erstellen könntest (das ist sowohl gut als auch schlecht). Es sind also viele Seiten und Dateien, die du erstellen musst!

Trotz einiger Nachteile bist du jetzt mit einer Methode vertraut, mit der du alle deine Lieblingsartikel der Anatomie von Kenhub visuell darstellen kannst. Die Struktur ist so klar, dass es ein Kinderspiel sein wird, sie zu erstellen!

Erinnerst du dich an das oben erwähnte wichtige Prinzip der aktiven Wiederholung? Nachdem du deine Mind Maps erstellt hast und sie mithilfe des aktiven Wiederholens gelernt hast, kannst du dein Wissen mit einigen Quizfragen noch weiter testen und verfestigen. Du wirst dein blaues Wunder erleben.

Wie du siehst, sind Mind Maps eine weitere potenzielle Lernstrategie, mit der du die Anatomie erlernen kannst. Als Schweizer Taschenmesser des Gedächtnisses kannst du die wesentlichen Informationen herausfiltern, logisch organisieren, Assoziationen erstellen und dabei Spaß haben. Mind Maps könnten genau das sein, was du brauchst, um dein Lernen anzuregen!

Zusammenfassung

  • Eine Mind Map ist ein organisatorisches Denkwerkzeug - ein Schweizer Taschenmesser des Gedächtnisses. Genau wie der Name schon andeutet, ist handelt es sich dabei um eine Karte, die die Inhalte deines Gehirns widerspiegelt.
  • Das Prinzip von Mind Maps ist assoziatives Denken. Einfach ausgedrückt, wenn du an ein Thema denkst, werden neue und alte Informationen ständig mit bereits vorhandenen verknüpft, um so eine Mind Map zu erstellen. Das Wissen ist wie ein Spinnennetz in deinem Kopf organisiert, sodass du scheinbar nicht miteinander verwandte Themen miteinander verknüpfen kannst.
  • Mind Maps können dir in vielerlei Hinsicht helfen: Sie können dir einen Gesamtüberblick geben, dir helfen Assoziationen zu erstellen, deine Aufmerksamkeit zu fokussieren, die Informationen zu filtern und die Lerninhalte aktiv zu wiederholen.
  • Das Erstellen einer Mind Map ist ein sehr intuitiver Prozess. Schnapp’ dir einfach ein paar Farbmalstifte und verzweige eine zentrale Idee, indem du Bilder zeichnest und Schlüsselwörter verwendest.
  • Mind Maps haben jedoch auch einige Nachteile. Man braucht Zeit, Platz und echte künstlerische Fähigkeiten, um diese Lernstrategie anwenden zu können.

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”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Quellen anzeigen

Text, Übersetzung, Review & Layout:

  • Adrian Rad
  • Juliana Walek
  • Claudia Bednarek
  • Nicole Gonzalez

Illustration:

© Sofern nicht anders angegeben, sind alle Inhalte, inklusive der Illustrationen, ausschließliches Eigentum der kenHub GmbH. Sie sind durch deutsches und internationales Urheberrecht geschützt. Alle Rechte vorbehalten.

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