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Musculus iliocostalis

Der Musculus iliocostalis (Darmbein-Rippen-Muskel) gehört zu den tief gelegenen, autochthonen Muskeln des Rückens, genauer zum lateralen Trakt und dort wiederum zum sakrospinalen System. Die autochthonen Rückenmuskeln werden oftmals auch als Musculus erector spinae zusammengefasst.

Je nach Lokalisation werden der M. iliocostalis lumborum, thoracis und cervicis unterschieden.

Kurzfakten
Ursprung

Musculus iliocostalis cervicis und thoracis: Jeweils am Anguslus costae mehrerer Rippen

Musculus iliocostalis lumborum: Crista iliaca, Os sacrum, Fascia thoracolumbalis

Ansatz

Musculus iliocostalis cervicis: Processi transversus des 4.-6. Halswirbels

Musculus iliocostalis thoracis und lumborum: an den sechs oberen bzw. unteren Rippen

Innervation Ramus lateralis rami posteriores nervi spinales
Funktion

Dorsalextension /Aufrichten der Wirbelsäule

Seitneigung der Wirbelsäule

Unterstützung der Expiration

Verlauf 

Die Fasern des 

  • Musculus iliocostalis cervicis haben ihren Ursprung am Angulus costae der 3. bis 6. Rippe und setzen an den Processi transversus des 4.-6. Halswirbels an.
  • Musculus iliocostalis thoracis haben ihren Ursprung am Angulus costae der sechs unteren Rippen und ziehen zu den 6 oberen Rippen.
  • Musculus iliocostalis lumborum haben ihren Ursprung am Labium externum der Crista iliaca, an der Facies dorsalis des Os sacrum und an der Fascia thoracolumbalis. Von dort ziehen ebenfalls nach kranial und setzen an den unteren 6 Rippen an.

Innervation

Innerviert wird der M. iliocostalis, ebenso wie die restlichen lateralen autochthonen Rückenmuskeln, durch den R. lateralis der Rr. posteriores der jeweiligen Spinalnerven.

Videoempfehlung: Autochthone Rückenmuskulatur: Lateraler Trakt
Fakten über den lateralen Trakt der autochthonen Rückenmuskulatur.

Funktion

Die beidseitige Kontraktion des M. iliocostalis führt zu einer Dorsalextension und zum Aufrichten der Wirbelsäule durch das Senken der Rippen. Der M. iliocostalis und der M. longissimus sind die stärksten Strecker der Wirbelsäule. Außerdem unterstützt der M. iliocostalis die Expiration. 

Bei einseitiger Kontraktion bewirkt der M. iliocostalis eine Seitneigung der Wirbelsäule zur ipsilateralen Seite. Der M. iliocostalis gilt als wichtigster Muskel zur Lateralflexion der Wirbelsäule. 

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag, S. 268 ff.
  • Drenckhahn, D., Waschke, J. (2014). Taschenbuch Anatomie (2. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag, S. 133 ff.
  • Benninghoff, A., Drenckhahn, D. (2003). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 1 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag, S. 448 ff.
  • Hu, ZJ., Fang, XQ., Fan, SW. (2014). Iatrogenic injury to the erector spinae during posterior lumbar spine surgery: underlying anatomical considerations, preventable root causes, and surgical tips and tricks. Eur J Orthop Surg Traumatol, 24(2), 127-135. DOI: 10.1007/s00590-012-1167-9

Text, Review & Layout:

  • Katrin Repkow
  • Stefanie Bauer
  • Andreas Rheinländer
  • Nicole Gonzalez
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