EN | DE | PT Kontakt Besser lernen Login Registrieren

Du willst mehr über das Thema Musculus multifidus lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Erstelle heute dein kostenloses Konto und trete in die Fußstapfen von über 1.210.757 erfolgreichen Anatomielernern.

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Musculus multifidus

Der Musculus multifidus (vielgefiederter Muskel) gehört zu den tief gelegenen, autochthonen Muskeln des Rückens, genauer zum medialen Trakt und dort wiederum zum transversospinalen System.

Die autochthone Rückenmuskulatur wird in ihrer Gesamtheit oftmals auch als Musculus erector spinae zusammengefasst. Je nach Lokalisation wird er als M. multifidus lumborum, thoracis oder cervicis bezeichnet.

Kurfakten
Ursprung

- lumbal: Os sacrum sowie LWK III-V und SWK I-IV

- thorakal: LWK I-IV und BWK III-XII

- zervikal: BWK I-IV und HWK V-VII

Ansatz Jeweils am Dornfortsatz eines drei bis fünf Wirbel weiter kranial liegenden Wirbelkörpers
Innervation Ramus medialis der Rr. posteriores der entsprechenden Spinalnerven
Funktion

Bewegungen der Wirbelsäule:

- Dorsalextension

- Streckung

- Rotation

- Seitneigung

Verlauf und Versorgung

Die Fasern des M. multifidus entspringen 

  • lumbal an der Facies dorsalis des Os sacrum und den Processus mammillares der LWK III-V sowie SWK I-IV 
  • thorakal an den Processus mammillares der LWK I-IV und an den Querfortsätzen der BWK III-XII sowie
  • zervikal an den Querfortsätzen der BWK I-IV und an den Processus articulares der HWK V-VII.

Von dort aus ziehen die Fasern nach kranial zu ihrem Ansatz am Dornfortsatz eines drei bis fünf Wirbel weiter kranial gelegenen Wirbelkörpers. Daher handelt es sich um einen plurisegmentalen Muskel.

Innervation

Innerviert wird der M. multifidus, ebenso wie die anderen medialen autochthonen Rückenmuskeln, durch den R. medialis der Rr. posteriores der jeweiligen Spinalnerven.

Ramus medialis rami posterioris nervi spinalis - Ansicht von lateral-links

Funktion

Die Kontraktion des M. multifidus führt

  • bei beidseitiger Kontraktion zur Dorsalextension und Streckung der Wirbelsäule,
  • bei einseitiger Kontraktion zu einer Rotation der Wirbelsäule zur kontralateralen Seite sowie zu einer Seitneigung zur ipsilateralen Seite.

Die Wirbelsäule ist die fundamentale Stütze unseres Körpers. Wenn du mehr über ihre Anatomie erfahren möchtest, sind die folgenden Lernmedien für dich geeignet.

Klinik

Der M. multifidus ist bei Operationen an der Wirbelsäule mit dorsalem Zugang besonders gefährdet. Ein Ausfall führt einerseits dazu, dass die Lenden- und Brustwirbelsäule nicht in vorgebeugter Stellung gehalten werden kann, und zum anderen dazu, dass der Betroffene seine Wirbelsäule nicht aufrichten und eine gerade aufrechte Körperposition nicht halten kann. Das ist dadurch bedingt, dass der Einfluss der Bauchmuskeln, die antagonistisch zu den Rückenmuskeln wirken, dann überwiegt, und es zu einer verstärkten Vorbeugung des Rumpfes kommt.

Kompensatorisch kann ein Aufrichten des Rückens durch Abstützen auf den Oberschenkeln erreicht werden. Eine aufrechte Haltung kann durch Zurücklehnen des Oberkörpers sowie durch Verlagerung des Körperschwerpunkts bei starker Lordosestellung der Lendenwirbelsäule ermöglicht werden. Ein einseitiger Funktionsverlust des M. multifidus kann zur Entstehung einer Skoliose mit Konvexität zur betroffenen Seite führen.

Du willst mehr über das Thema Musculus multifidus lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Erstelle heute dein kostenloses Konto und trete in die Fußstapfen von über 1.210.757 erfolgreichen Anatomielernern.

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag, S. 268 ff.
  • Drenckhahn, D., Waschke, J. (2014). Taschenbuch Anatomie (2. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag, S. 133 ff.
  • Benninghoff, A., Drenckhahn, D. (2003). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 1 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag, S. 448 ff.
  • Hu, ZJ., Fang, XQ. & Fan, SW. (2014). Iatrogenic injury to the erector spinae during posterior lumbar spine surgery: underlying anatomical considerations, preventable root causes, and surgical tips and tricks. Eur J Orthop Surg Traumatol, 24(2), 127-135. DOI: 10.1007/s00590-012-1167-9
  • Kalichman L, Carmeli E, Been E. (2017). The Association between Imaging Parameters of the Paraspinal Muscles, Spinal Degeneration, and Low Back Pain. BioMed Research International. DOI:10.1155/2017/2562957

Text, Review & Layout:

  • Katrin Repkow
  • Stefanie Bauer
  • Andreas Rheinländer
  • Nicole Gonzalez

Illustration:

  • Ramus medialis rami posterioris nervi spinalis - Ansicht von lateral-links - Paul Kim
© Sofern nicht anders angegeben, sind alle Inhalte, inklusive der Illustrationen, ausschließliches Eigentum der kenHub GmbH. Sie sind durch deutsches und internationales Urheberrecht geschützt. Alle Rechte vorbehalten.

Relevante Grafiken und Bilder

Lerne weiter

Weitere Artikel lesen

Zeige 9 weitere Artikel

Videos anschauen

Zeige 1 weiteres Video

Quiz starten

Atlas durchstöbern

Gut gemacht!

Jetzt registrieren und gratis Anatomie-Lernguide eBook erhalten!