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Plexus choroideus - Histologie

Der Plexus choroideus ist ein Gefäßkonvolut mit epithelialem Besatz, welches das Ventrikelsystem vom Hirnparenchym abgrenzt und so die Blut-Liquor-Schranke bildet. Es liegt Teilen des Ventrikelsystems an der Wand an.
 

Erkennungsmerkmale

Plexus choroideus - Histologie

Der Plexus choroideus besteht aus einer einschichtigen Lamina epithelialis, deren Zellen zumeist isoprismatisch sind und auf einer kräftigen Basallamina sitzen. Sie werden als Plexusepithelzellen bezeichnet. Ihre Basalmembran setzt sich im Bereich der Taenia choroidea in die Basalmembran der Pia mater fort, sodass der Plexus an der Pia befestigt ist. Untereinander sind die Zellen durch Zonulae occludentes eng miteinander verbunden. Diese Diffusionsbarriere filtert den Übertritt von Stoffen aus dem Blut in den Liquor cerebrospinalis. Weiterhin produzieren die Plexusepithelzellen den Liquor und resorbieren und entgiften ihn. 

Allgemeines Beispiel einer Basallamina - Histologie

Die Plexusepithelzellen besitzen luminal, d.h. zum Ventrikel hin, zahlreiche Mikrovilli mit grob verbreiterten Spitzen. Im elektronenmikroskopischen Bild erwecken diese den Eindruck einer Kolbenform

Plexus choroideus des dritten Ventrikels - mediale Ansicht

Zudem besitzen die Zellen einzelne oder in kleineren Gruppen angeordnete Kinozilien. An der Oberfläche haften Makrophagen, sogenannte Kolmer–Agduhr-Zellen (auch: Epiplexuszellen), die wahrscheinlich als dendritische Zellen dienen und womöglich an der Hirnentwicklung beteiligt sind. Die Haftung dieser Zellen am Plexusepithel erfolgt durch Integrine der Makrophagen, die an VCAM-1 und ICAM-1 der ventrikulären Oberfläche haften. 

Allgemeines Beispiel für Kinozilien

Die Tela choroidea ist reich an Kollagenfasern und Kapillaren. Letztere sind Teil der Blut-Liquor-Schranke, fenestriert und mit Zonula occludentes ausgestattet. So ermöglichen sie ein Austreten und Übertreten von wichtigen Stoffen in den Liquor cerebrospinalis. 

Innerhalb des Bindegewebes gibt es zwei besondere histologische Formationen: zum einen finden sich lokale Kollagenformationen, die sich perlschnurartig aufreihen und verkalken können (Psammom-Körperchen). Zum anderen können sich im Bindegewebe verkalkende Konkremente aus löslichen Salzen bilden (Acervulus cerebri = „Hirnsand“). Beide Formen der Ablagerung scheinen im Alter vermehrt vorzukommen. Deren Bedeutung ist weitestgehend ungeklärt.

Histologische Differentialdiagnose

Es besteht Verwechslungsgefahr mit Plazenta-Präparaten. Allerdings lassen sich die Präparate gut voneinander unterscheiden, wenn das Epithel betrachtet wird. Die Plazenta besitzt ein zweischichtiges Epithel.
 

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Quellen anzeigen

Quellen

  • R. Lüllmann-Rauch: Taschenatlas Histologie, 3. Auflage, Thieme (2009), S. 202
  • A. Benninghoff, D. Drenckhahn: Anatomie Band 1, 16. Auflage, Urban & Fischer (2003), S. 280 ff.
  • M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher et al: Kopf, Hals und Neuroanatomie – Prometheus, 2. Auflage, Thieme (2009), S. 267
  • R.M. Ransohoff, B. Engelhardt: The anatomical and cellular basis of immune surveillance in the central nervous system. Nature Reviews Immunology 12, 623-635 (September 2012)
  • C. Wyart, F. Del Bene, E. Warp, E.K. Scott, D. Trauner, H. Baier, E.Y. Isacoff: Optogenetic dissection of a behavioural module in the vertebrate spinal cord. Nature 461, 407-410 (17 September 2009)
  • U. Welsch, W. Kummer: Lehrbuch Histologie, 4. Auflage, Elsevier (2014),  S. 177 f.

Artikel, Review, Layout

  • Andreas Rheinländer
  • Stefanie Bauer
  • Dr. med. Charlotte Barthe

Illustrationen

  • Plexus choroideus - Histologie
  • Allgemeines Beispiel einer Basallamina - Histologie
  • Schematische Darstellung von Mikrovilli 
© Sofern nicht anders angegeben, sind alle Inhalte, inklusive der Illustrationen, ausschließliches Eigentum der kenHub GmbH. Sie sind durch deutsches und internationales Urheberrecht geschützt. Alle Rechte vorbehalten.

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