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Achillessehne

Videoempfehlung: Flexoren des Unterschenkels [18:45]
Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion der Muskeln der oberflächlichen und tiefen Flexorenloge.

Die Achillessehne (Tendo calcanei) ist die dickste und stärkste Sehne des Menschen, denn sie muss beim Gehen ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts auffangen und abfedern. S ie hält extremen Belastungen stand und ermöglicht Bewegungen im oberen und unteren Sprunggelenk, wie die Supination und Plantarflexion des Fußes.

Sie ist die Ansatzsehne des M. triceps surae, die aus dem Zusammenfluss der Sehnen der beiden Köpfe des M. gastrocnemius sowie des M. soleus entsteht.

Im Rahmen der neurologischen Untersuchung dient die Achillessehne als Reflexprüfung für das Spinalnervensegment S1.

Es existiert eine spannende Geschichte, wie die Achillessehne zu ihrem Namen kam: Sie bezieht sich auf den Helden der griechischen Mythologie, Achilles. Dem Mythos zufolge war sein gesamter Körper unverwundbar, mit Ausnahme seiner Fersensehne. Er starb schließlich im Trojanischen Krieg, als ein Pfeil diese Sehne durchbohrte. Aufgrund dieses Mythos erhielt die Fersensehne den Namen Achillessehne und wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch zur Beschreibung der schwächsten Stelle eines Menschen verwendet.

In diesem Artikel werden die Anatomie, Funktion und die klinische Relevanz der Achillessehnenruptur erläutert.

Kurzfakten zur Achillessehne
Verlauf Ursprung: Muskelanteile des M. triceps surae
Ansatz: Calcaneus
Funktion Trägt die Hauptlast bei der Kraftübertragung im Sprunggelenk
Beteiligt an Supination und Plantarflexion
Testung beispielsweise mit Hilfe des Thompson-Tests
Klinik Achillessehnenruptur
Inhalt
  1. Aufbau
  2. Zahlen und Fakten
  3. Veränderungen im Alter
  4. Funktionstest
  5. Klinik
  6. Literaturquellen
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Aufbau

Die Achillessehne, die als Ansatzsehne des M. triceps surae dient, verläuft von etwa der Hälfte des Unterschenkels bis zum Tuber calcanei.

Es ist schwierig, einen genauen Punkt des Ursprungs der Achillessehne festzulegen, da der Übergang des M. triceps surae in die Achillessehne diesen Ursprung kennzeichnet. Jedoch zieht sich der muskulotendinöse Übergang des M. triceps surae und der Achillessehne fast bis zu ihrem Ansatz am Calcaneus.

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Zahlen und Fakten

  • 15-25 cm beträgt die durchschnittliche Länge der Achillessehne eines Erwachsenen.
  • 80 mm² beträgt der mittlere Querschnitt.
  • Das 2,5 bis 10-Fache des Körpergewichts kann sie auffangen. Das ist eine Tragfähigkeit von bis zu 800 kg.
  • Den geringsten Durchmesser hat sie etwa 4 cm oberhalb des Ansatzes, diese Stelle wird auch als Achillessehnentaille bezeichnet. Dies ist auch der Ort, an dem die meisten pathologischen Veränderungen, wie die Achillessehnenruptur, vorkommen. Kranial und kaudal der Achillessehnentaille wird sie breiter. Am Tuber calcanei setzt sie in ihrer vollen Breite an.

Veränderungen im Alter

Die Degeneration der Achillessehnen erfolgt bereits ab dem 20. Lebensjahr.
In diesem Alter nehmen die elastischen Fasern im Gewebe langsam ab und eine verminderte Durchblutung ist zu erkennen.

Doch obwohl die Degeneration bereits in jungen Jahren beginnt, ist der Progress individuell sehr verschieden. Die Leistungsfähigkeit der Achillessehne des Einzelnen im Alter ist nicht vorhersagbar.

Durch die degenerative Veränderung der Achillessehnen verringert sich ihre Belastbarkeit und spontane Sehnenrupturen treten mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auf. Der häufigste Grund einer Achillessehnenruptur sind Fehlbelastungen oder Überlastungen. Diese können im Rahmen sportlicher Aktivitäten oder auch im beruflichen Umfeld auftreten.

Funktionstest

Die Funktionsfähigkeit der Achillessehne kann man beispielsweise mit Hilfe des Thompson-Tests oder des Achillessehnenreflexes beurteilen.

Für den Thompson-Test liegt der Patient auf dem Bauch und die Füße hängen über die Kante der Untersuchungsliege hinaus. Der Untersucher umfasst mit einer Hand die Wade des zu untersuchenden Beines und komprimiert kräftig und ruckartig die Wadenmuskulatur.
Dieser Anpressdruck provoziert im Normalfall eine schnelle und passive Plantarflexion. Fehlt diese, deutet das auf eine Ruptur der Achillessehne hin.

Der Achillessehnenreflex ist unspezifischer und wird auch für die Vermutung eines Bandscheibenvorfalls oder neurologischer Erkrankungen ausgelöst. Dieser Reflex kann beim Patienten im Sitzen oder Liegen ausgelöst werden. Sitzt der Patient, sollte er bequem die Beine baumeln lassen können, so dass der Untersucher den Fuß in eine leichte Dorsalextension bringen kann. Dann löst der Untersucher den Reflex durch einen deutlichen, aber nicht zu starken Schlag auf den distalen Anteil der Achillessehne aus, etwas über dem Calcaneus. Wie auch beim Patellarsehnenreflex kann man sich hier den Jendrassik-Handgriff zur Hilfe nehmen, um den Reflex zu erleichtern, falls er schwer auslösbar ist. Der Fuß sollte sich durch den ausgelösten Reflex spürbar in eine Plantarflexion bewegen.

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Kim Bengochea, Regis University, Denver
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