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Subthalamus

Der Subthalamus ist eine Ansammlung von Strukturen, die topographisch unterhalb des Thalamus liegen. Zu ihnen zählen:

  • die Zona incerta,
  • der Nucleus subthalamicus und
  • der Nucleus reticularis thalami.

Teilweise werden auch der Globus pallidus sowie die Ansa lenticularis dazu gezählt.
 

Topographie 

Am unteren Rand des Thalamus befindet sich die Zona incerta, beide Strukturen sind durch einen schmalen Streifen voneinander getrennt, der als Forels Feld H1 bezeichnet wird.

Thalamus - dorsale Ansicht

Thalamus - dorsale Ansicht

Unterhalb der Zona incerta liegt der Nucleus subthalamicus, der schmale Grenzstreifen wird dort als Forels Feld H2 bezeichnet. Die beiden Felder werden von Faserbahnen der Basalganglienverbindungen durchzogen.

Nucleus subthamicus / Subthalamischer Kern - koronale Ansicht

Nucleus subthamicus / Subthalamischer Kern - koronale Ansicht

Die letzte Struktur, der Nucleus reticularis thalami, liegt dagegen nach lateral abgedrängt, was auf das Wachstum des Thalamus in der Entwicklung und Reifung des Gehirns zurückzuführen ist. Er bedeckt den Thalamus dorsolateral in einer schalenförmigen Gestalt.

Nucleus reticularis thalami

Nucleus reticularis thalami

Funktion 

Obwohl es sich beim Subthalamus um verschiedenartige Strukturen handelt, sind diese funktionell überwiegend dem motorischen System zuzuordnen.

Motorisches System - axiale Ansicht

Motorisches System - axiale Ansicht

Funktionell arbeitet der Ncl. subthalamicus eng mit den Basalganglien zusammen. Er ist sowohl in den einfachen, wie auch in den erweiterten basalganglilären Neuronenkreis eingebunden, wird aber anatomisch nicht den Basalganglien  zugeordnet. Aufgrund dieser Einbindung liegt die hauptsächliche Funktion des Ncl. subthalamicus im Bereich der extrapyramidalen Motorik.

Hypothalamus - sagittale Ansicht

Hypothalamus - sagittale Ansicht

Die Zona incerta enthält vor allem dopaminerge Neurone und besitzt Verbindungen in den Hypothalamus, die Amygdala und verschiedene andere Areale. Sie fungiert damit als Schaltstelle zwischen Arealen verschiedenen phylogenetischen Alters. 
 

Klinik

Eine Schädigung des Ncl. subthalamicus führt zu anfallsartigen Schleuderbewegungen eines Armes oder der kontralateralen Körperhälfte (Hemiballismus). Bei elektrischer Reizung des Subthalamicus tritt eine Erhöhung des Muskeltonus auf, Reflexe sind leichter auslösbar und kortikal ausgelöste Bewegungen werden gefördert. Im Tierexperiment lassen sich durch Reizung bestimmter Areale des Subthalamus vorgefertigte Bewegungsabläufe hervorrufen.

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Quellen

  • W. Kahle, M. Frotscher: Nervensystem und Sinnesorgane – Taschenatlas Anatomie, 10. Auflage, Thieme (2009), S. 192
  • D. Drenckhahn, A. Benninghoff: Anatomie, 16. Auflage, Elsevier (2004), S. 422
  • M. Trepel: Neuroanatomie, 4. Auflage, Urban & Fischer (2008).
  • M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher et al.: Kopf, Hals und Neuroanatomie – Prometheus, 2. Auflage, Thieme (2009).
  • G.  Aumüller, G. Aust, A. Doll et al.: Duale Reihe - Anatomie, 3. Auflage, Thieme (2012).

Artikel, Review, Layout

  • Andreas Rheinländer
  • Marie Hohensee
  • Dr. med. Charlotte Barthe

Illustrationen

  • Thalamus - dorsale Ansicht - Paul Kim
  • Nucleus subthamicus / Subthalamischer Kern - koronale Ansicht - Paul Kim
  • Nucleus reticularis thalami - Paul Kim
  • Motorisches System - axiale Ansicht - Paul Kim
  • Hypothalamus - sagittale Ansicht - Paul Kim

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