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Tibiofibulargelenk

Das Tibiofibulargelenk (Articulatio tibiofibularis, Schienbein-Wadenbein-Gelenk) ist die proximale gelenkige Verbindung  zwischen Fibula (Wadenbein) und Tibia (Schienbein). Um es von den weiter distalen Verbindungen zwischen Tibia und Fibula abzugrenzen, wird es auch Art. tibiofibularis proximalis oder superior genannt.

Gemeinsam mit zwei anderen Verbindungen grenzt dieses Gelenk die Bewegungsmöglichkeit zwischen den beiden Unterschenkelknochen sehr stark ein. 

Articulatio tibiofibularis / Schienbein-Wadenbein-Gelenk - ventral

Aufbau

Caput fibulae / Fibulaköpfchen - dorsal

Im Tibiofibulargelenk artikuliert die leicht konkave Facies articularis capitis fibulae des Caput fibulae (Fibulaköpfchen) mit der konvexen Facies articularis fibularis des Condylus lateralis tibiae (äußerer Gelenkknorren der Tibia). Beide Knochenpunkte sind von außen gut tastbar. Es handelt sich um eine Amphiarthrose, also ein echtes Gelenk mit einem durch straffe Bänder eingeschränktem Bewegungsspielraum.

Kapsel

Die kleine Kapsel des Tibiofibulargelenks besitzt zu ca. 20% eine Verbindung zum Recessus subpopliteus (Bursa musculi poplitei), einem unter dem M. popliteus gelegenen Schleimbeutel des Kniegelenkes (Art. genus). Der Recessus subpopliteus ist der dorsale Fortsatz der großen Kapsel des Kniegelenks. Trotz räumlicher Nähe liegt die Kapsel des Tibiofibulargelenks jedoch nicht in der gemeinsamen Kapsel von Femur, Tibia und Patella.

Bänder

Im Wesentlichen sind zwei Bänder am Tibiofibulargelenk von Bedeutung, die Ligg. capitis fibulae anterius und posterius (vorderes und hinteres Wadenbeinkopfband). Diese Bänder ziehen an der Vorder- bzw. Hinterseite des Tibiofibulargelenks zwischen Caput fibulae und Condylus lateralis tibiae. Beide Bänder strahlen in seine Gelenkkapsel ein und verlaufen fast horizontal. Das Lig. capitis fibulae anterius kann zwischen Fibula und Tibia getastet werden. Beide Bänder verhindern zusammen mit distalen tibiofibularen Verbindungen die Bewegung der Fibula.

Mechanik

Das Tibiofibulargelenk verhindert zusammen mit der diaphysären Membrana interossea cruris und der distalen Verbindung zwischen Tibia und Fibula (Syndesmosis tibiofibularis) wesentliche Bewegungen der Fibula gegenüber der Tibia. Minimale Verschiebungen zwischen den beiden Knochen sowie Rotationsbewegungen der Fibula sind bei Bewegungen im oberen Sprunggelenk jedoch möglich.

Klinik

Bei einer Erweiterung der Kapsel des Tibiofibulargelenks (Ganglion) kann es durch Kompression des unmittelbar dorsal verlaufenden N. fibularis communis zu Ausfallserscheinungen kommen. Symptome sind lokale Schwellung sowie Parästhesien am lateralen Unterschenkel und dorsalem Fuß, bei lang bestehender Kompression auch Ausfall der innervierten Muskulatur (Fibularisgruppe und Dorsalextensoren).

Ganglien können am besten mit der Magnetresonanztomographie (MRT) dargestellt werden. Die Therapie der Wahl ist die chirurgische Exzision des Ganglions mit histologischer Begutachtung. Die Defekte sind postoperativ in der Regel vollständig regredient, in ca. 10% der Fälle treten jedoch Rezidive auf.

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Quellen anzeigen

Autor: Tobias Schreiber

Review: Marie Hohensee

Illustratoren:

  • Irina Münstermann: Articulatio tibiofibularis / Schienbein-Wadenbein-Gelenk - ventral
  • Liene Znotina: Caput fibulae / Fibulaköpfchen - dorsal

Quellen:

  • M. Laekeman, R. Kreutzer: Großer Bildatlas der Palpation: Anatomische Strukturen gezielt lokalisieren und begreifen, 1. Auflage, Springer Verlag (2009), S. 378
  • B. Wagner, M. Lazzaro: Ganglion des proximalen Tibiofibulargelenkes. Swiss Medical Forum (2017), Band 17, Auflage 18, S. 414-415
  • I. A. Kapandji: Funktionelle Anatomie der Gelenke: Schematisierte und kommentierte Zeichnungen zur menschlichen Biomechanik, 5. Auflage (2009), S. 162-166
  • G. Aumüller, G. Aust, A. Doll et al.: Duale Reihe Anatomie, 2. Auflage, Georg Thieme Verlag (2010), S. 353-360
  • F. Paulsen, J. Waschke: Sobotta: Allgemeine Anatomie und Bewegungsapparat, 23. Auflage, Elsevier (2010), S. 272, 282
  • M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher et al.: Prometheus: Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem, 3. Auflage, Georg Thieme Verlag (2011), S. 440
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