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Pathologien am Kniegelenk

Das Kniegelenk stellt die Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkel dar. Dieses kann auf unterschiedliche Art und Weise erkranken.

Zu den typischen Pathologien zählen dabei der Kreuzbandriss, die Arthrose sowie die Meniskusläsion.

Knie - ventrale Ansicht

Kreuzbandriss

Kreuzbandrisse sind schwierig zu behandelnde Verletzungen und erfordern die professionelle Betreuung durch erfahrene Unfallchirurgen/Orthopäden. Solche Bandrupturen können in Einzelfällen konservativ versorgt werden, die meisten jedoch werden arthroskopisch mit verschiedenen Techniken operiert.

  • Zu einer vorderen Kreuzbandruptur kommt es, wenn das Gelenk beispielsweise überstreckt wird (Hyperextension) und/oder eine Drehbewegung in der Tibia gegenüber einem fixierten Femur stattfindet. Solche Verletzungsmechanismen sind häufig im Rahmen von Sportarten mit vielen Richtungswechseln (z.B. Fußball, Basketball) anzutreffen.
  • Die hintere Kreuzbandruptur weist auf eine größere Gewalteinwirkung hin, welche oft im Rahmen von Verkehrsunfällen entstehen.

Vorderes Kreuzband (Lig. cruciatum anterius, grün) - ventrale Ansicht

Arthrose

Eine häufige Pathologie am Kniegelenk ist die Arthrose (Gonarthrose). Hierunter versteht man die Abnutzung des Knorpels auf den Gelenkflächen, sodass die Knochen schutzlos aufeinander reiben können.

Dies führt zu mitunter sehr starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Es existieren unterschiedliche Therapien, die die Arthrose bekämpfen sollen. In vielen Fällen läuft es jedoch auf einen künstlichen Gelenkersatz (Endoprothese) hinaus, durch den die Patienten jedoch meist eine völlig neue Lebensqualität zurückerlangen.

Meniskusläsion

Weitere häufigere Sportverletzungen sind Läsionen des Meniskus. Hierbei ist am häufigsten der Innenmeniskus betroffen, da dieser am Innenband und teilweise der Gelenkkapsel fixiert ist. Oftmals wird die Diagnose bei Fußballspielern gestellt, welche, besonders wenn sie im Profibereich tätig sind, schnellstmöglich behandelt werden müssen.

Innenmeniscus (Meniscus medialis) - ventrale Ansicht

Klinische Tests für Meniskusläsionen

Diagnostisch kann man verschiedene Test bei der klinischen Untersuchung anwenden.

  • Beim Steinmann-Test wird das Kniegelenk um 90° gebeugt und eine Innen- oder Außenrotation in der Tibia durchgeführt. Hierbei kommt es oftmals zu charakteristischen Schmerzen im Gelenkspalt auf der jeweiligen Seite.
  • Das Payr-Zeichen stellt einen weiteren klinischen Test dar, wobei ein genauere Diagnose nur mittels MRT-Diagnostik durchgeführt werden kann. Verletzungen des Meniskus können in den allermeisten Fällen arthroskopisch behandelt werden.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Sobotta: Atlas der Anatomie Band 1; 20. Auflage, Elsevier Verlag
  • Netter: Farbatlanten der Medizin, Band 7: Bewegungsapparat, Thieme Verlag
  • Berchtold: Chirurgie, 6. Auflage, Elsevier Verlag (2008), S. 434-443
  • Benninghoff/Drenckhahn: Anatomie, Band 1, 16. Auflage, Urban & Fischer Verlag (2003), S. 365-379
  • Schiebler: Anatomie, 9. Auflage, Springer Verlag (2005), S. 330-340

Autor: Christopher A. Becker

Illustratoren: 

  • Knie - ventrale Ansicht - Liene Znotina 
  • Vorderes Kreuzband (Lig. cruciatum anterius) - ventrale Ansicht - Liene Znotina
  • Innenmeniscus (Meniscus medialis) - ventrale Ansicht - Liene Znotina
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