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A. iliolumbalis

Die A. iliolumbalis ist ein Ast der A. iliaca interna und zieht nach ihrem Abgang aus dieser in Richtung der Fossa iliaca, einer großen Knochenvertiefung an der Vorderseite des Os ilium. Sie versorgt mit ihren beiden Ästen hauptsächlich die Mm. iliopsoas und quadratus lumborum sowie Teile des Beckenknochens.
 

Verlauf

A. iliolumbalis / Darmbein-Lendenarterie - ventrale Ansicht

Die A. iliolumbalis gehört zu der parietalen (wandversorgenden) Gefäßgruppe der A. iliaca interna, welche man den viszeralen (eingeweideversorgenden) Ästen gegenüberstellt. Sie ist die einzige Arterie, die nach ihrem Ursprung aus der A. iliaca interna nach kranial zieht. Genauer gesagt zieht sie ventral oder dorsal des N. obturatorius und dorsal des M. psoas nach kraniolateral.

Fossa iliaca / Darmbeingrube - ventrale Ansicht

Sie erreicht bereits nach wenigen Zentimetern die Fossa iliaca des Os ilium, um sich hier in ihre beiden Endäste, den Ramus lumbalis und den Ramus iliacus aufzuteilen. Der Ramus iliacus der A. iliolumbalis verläuft hinter dem M. iliacus, welcher in der Fossa iliaca entspringt.

Äste

Ramus lumbalis und Ramus spinalis

Der R. lumbalis versorgt den M. psoas major und den M. quadratus lumborum.

Musculus psoas major / großer Lendenmuskel - ventrale Ansicht


In manchen Fällen wird vom R. lumbalis oder der A. iliolumbalis selbst ein R. spinalis abgegeben, der die Cauda equina, den kaudalen strangförmigen Ausläufer des Rückenmarks, versorgt.

Ramus iliacus

Der R. iliacus versorgt den M. iliacus und zieht zur Ala ossis ilii (Darmbeinschaufel), welche er mit Blut versorgt.

Klinik

Die Maxilla (Oberkiefer) und Mandibula (Unterkiefer) können durch die Resektion von Tumoren oder durch Unfälle so stark geschädigt werden, dass eine Rekonstruktion des Knochens mittels autologer Transplantation notwendig wird. Aktuell gibt es unter der Vielzahl an muskuloskeletalen Rekonstruktionsmöglichkeiten keine Methode der ersten Wahl, häufig wird als Knochen die Fibula verwendet.

2015 wurde jedoch erstmalig ein durch die A. iliolumbalis versorgtes Knochenstück des Os ilium bei einem Patienten mit Zustand nach Mandibuloektomie bei Plattenepithelkarzinom erfolgreich eingesetzt. Nach Entnahme des Knochen- bzw. Gefäßstücks aus dem Beckenknochen, wurden die A. facialis mit der A. iliolumbalis und die V. jugularis externa mit der V. iliolumbalis anastomosiert. Die A. iliolumbalis wird auch zu Rekonstruktionen an der Wirbelsäule verwendet.
 

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Quellen

  • G. Aumüller, G. Aust, A. Doll et al.: Duale Reihe Anatomie, 2. Auflage, Georg Thieme Verlag (2010): S.298, 795
  • M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher et al.: Prometheus: Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem, 3. Auflage, Georg Thieme Verlag (2011): S. 190, 534
  • A. T. Waseem, A. D. Shorok, S. Roger: The origin variability of the iliolumbar artery and iatrogenic sciatica. European Journal of Orthopaedic Surgery & Traumatology. (2015), 25(1): 199-204
  • C. G. Teli, N. N. Kate, U. Kothandaraman: Morphometry of the iliolumbar artery and the iliolumbar veins and their correlations with the lumbosacral trunk and the obturator nerve. Teli CG, Kate NN, Kothandaraman U. Morphometry of the Iliolumbar Artery and the Iliolumbar Veins and Their Correlations with the Lumbosacral Trunk and the Obturator Nerve. Journal of Clinical and Diagnostic Research. (2013), 7(3):422-426
  • T. Singh, K. Andi. Iliolumbar artery: a useful pedicle for the iliac crest free flap in maxillofacial reconstruction. British Journal of Oral and Maxillofacial Surgery. (2017), 55(3): 270-273

Artikel, Review, Layout

  • Tobias Schreiber
  • Dr. med. Charlotte Barthe

Illustrationen

  • A. iliolumbalis / Darmbein-Lendenarterie - ventrale Ansicht - Kim Paul
  • Fossa iliaca / Darmbeingrube - ventrale Ansicht - Liene Znotina
  • Musculus psoas major / großer Lendenmuskel - ventrale Ansicht - Liene Znotina
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