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Musculus psoas major

Der Musculus psoas major zählt zu den inneren Hüftmuskelmuskeln (ventrale Hüftmuskulatur) und bildet zusammen mit dem Musculus iliacus den Musculus iliopsoas

Inhalt
  1. Verlauf 
  2. Versorgung und Innervation
  3. Funktion
  4. Lagebeziehungen
  5. Klinik
    1. Psoas-Zeichen
  6. Literaturquellen
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Verlauf 

Der Muskel entspringt an den Rippenfortsätzen (Processus costalis) des 1.-4. Lendenwirbels. Zusätzlich dienen die Seitenflächen des 12. Brustwirbels, des 1.-4. Lendenwirbels und die der zugehörigen Zwischenwirbelscheiben (Disci intervertebrales) als Ursprungsfläche.

Auf Höhe des Leistenbandes vereinigt sich der Musculus psoas major mit mit dem Musculus iliacus und tritt als Musculus iliopsoas in einer gemeinsamen Faszie unterhalb des Leistenbandes durch die Lacuna musculorum. Mit seiner Endsehne setzt er am Trochanter minor des Femurs an. 

Versorgung und Innervation

Die Blutversorgung wird durch die Arteria circumflexa ilium profunda, die aus der Arteria iliaca externa entspringt, gewährleistet. Weitere Blutversorgung wird durch die Arteria iliolumbalis mit dem Ramus lumbalis und die Arteria obturatoria sichergestellt. 

Die Innervation erfolgt zum einen direkt aus dem Plexus lumbalis (via Rami musculares) und zum anderen durch den Nervus femoralis (L1-L4).

Der Nervus femoralis ist ein peripherer Nerv, der aus dem Plexus lumbalis entstammt und verläuft zunächst am lateralen Rand des Musculus psoas major. Im weiteren Verlauf setzt er sich in einer Rinne zwischen dem Musculus iliacus und dem Musculus psoas major fort und gelangt zusammen mit den Muskeln durch die Lacuna musculorum, wobei er innerhalb der Faszie des Musculus iliopsoas verläuft.

Funktion

Zusammen mit dem Musculus iliacus ist der Musculus psoas major einer der wichtigsten Flexoren des Hüftgelenks. Daneben kann er je nach Ausgangsstellung des Hüftgelenks als Außen- oder Innenrotator aggieren.

Liegt das Punctum fixum am Femur bewirkt er bei einseitiger Kontraktion eine Lateralflexion nach ipsilateral. Bei beidseitiger Kontraktion und Punctum fixum an den beiden Oberschenkelknochen unterstützt er das Aufrichten des Rumpfes aus der Rückenlage.

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Lagebeziehungen

Mit seiner zentralen Lage gibt es einige erwähnenswerte Zusammenhänge mit anderen anatomischen Strukturen.

Der Musculus psoas major bildet zusammen mit dem Musculus quadratus lumborum das Nierenlager. Darin befindet sich die Niere eingebettet in ihrer Capsula adiposa und ist über die Fascia renalis sogar teilweise mit der Psoasfaszie verwachsen.

Außerdem wird der Musculus psoas major durch seine nahe Lage zum Plexus lumbalis von zahlreichen Nerven überquert. Dazu zählen zum einen der Nervus iliohypogastricus und Nervus ilioinguinalis und zum anderen der Nervus genitofemoralis, der den Muskel sogar durchbohrt und sich auf der Ventralseite in seine beiden Äste (Rami genitalis und femoralis) aufteilt. 

Nicht nur Nerven, sondern auch Gefäße wie die A. ovarica bzw. A. testicularis oder die Pars abdominalis der Harnleiter wandern über diesen Muskel.

Die Faszie des Musculus psoas major bildet die sogenannte Psoasarkade (Arcus lumbocostalis medialis) und damit eine Ursprungsfläche für die Pars lumbalis des Zwerchfells.

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