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Fornix cerebri

Der Fornix cerebri ist ein bilateral angelegtes Faserbündel und Teil des limbischen Systems, das von den Hippocampi zu den Corpora mammillares zieht. Beide Fornices tauschen Fasern miteinander aus.

Der Fornix cerebri ist Teil des Papez-Neuronenkreises.

Kurzfakten
Lage

Ursprung: Hippocampus (Temporallappen)

Einmündung der Fasern: Corpus mammillare (Hypothalamus)

Faser-verbindungen

Abgabe von Fasern an:

- Vordere Kerne des Hypothalamus

- Septumkerne

Aufnahme von Fasern aus Septumkernen

Faseraustausch zwischen Fornixes beider Hemisphären

Funktion

Verbindung von limbischen System und integrativen Kernen des Hypothalamus

Beteiligt an Bildung des Papez-Neuronenkreises

Klinik Anterograde Amnesie, räumliche Orientierungslosigkeit

Aufbau und Lage

Die Fasern des Fornix cerebri entspringen im Hippocampus, der sich im Temporallappen befindet und Teil des limbischen Systems ist. Von dort aus ziehen sie kaudal des Corpus callosum gelegen nach rostral, wobei sie gemeinsam mit den Fasern des kontralateralen Fornix die Tela choroidea überspannen. An dieser Stelle findet auch eine Abgabe von Fasern zum Fornix der Gegenseite statt, die als Commissura fornicis bezeichnet wird.

Rostroventral der Commissura fornicis verlaufen die Fornices der beiden Seiten wieder separat voneinander. Die Fasern des Fornix cerebri ziehen weiter zwischen den mittleren und den lateralen Kernen des Hypothalamus hindurch. Schließlich enden die Fasern des Fornix im Corpus mammillare, einem Teil des Hypothalamus.

Faserverbindungen

Auf ihrem Weg zum Corpus mamillare gehen vom Fornix cerebri Fasern ab. Unterschieden werden Fasern vom Hippocampus zu den vorderen Kernen des Hypothalamus und den Septumkernen (Ncll. septales).

Des Weiteren nimmt der Fornix auch Fasern aus den Septumkernen auf, die zum Hippocampus ziehen. Zusätzlich findet ein Faseraustausch, der als Commissura fornicis bezeichnet wird, zwischen den Fornices beider Hemisphären statt.

Videoempfehlung: Fornix cerebri
In diesem kurzen Tutorial erfahrt ihr alles Wissenswerte zur Fornix - eine Faserbahn des limbischen Systems.

Blutversorgung

Die Blutversorgung des Fornix erfolgt durch Äste aus der A. cerebri anterior, an der Medialseite der Gehirn-Hemisphären durch Äste der A. pericallosa, der A. callosomarginalis und im Bereich des Hypothalamus durch die A. communicans anterior.

Funktion

Die Fasern des Fornix cerebri verbinden den Hippocampus mit dem Hypothalamus, genauer mit den vorderen Kernen des Hypothalamus, mit den Corpora mammilares sowie mit den Septumkernen. Sie enthalten somit Bahnen vom Hippocampus zum Hypothalamus (vordere Hypothalamuskerne, Corpora mammillares und Septumkerne) und von den Septumkernen zum Hippocampus.

Auf diese Weise verbindet der Fornix das limbische System mit den integrativen Kernen des Hypothalamus. Zusammen mit dem Hippocampus, den Corpora mammillares, dem Tractus mamillothalmicus, den vorderen Kernen des Thalamus und dem Gyrus cinguli bildet der Fornix cerebri den Papez-Neuronenkreis, einen Neuronenkreis, welcher eine Funktion in der räumlichen Orientierung und der Gedächtnisbildung und -entwicklung hat.

Übersicht über die Hypothalamusregion

Wie du nun erfahren hast, ist der Fornix cerebri wichtiger Bestandteil eines Systems zur räumlichen Orientierung und Gedächtnisbildung. Nachfolgend haben wir Lernmaterial zusammengestellt, mit dem du mehr über Strukturen des Gehirns erfahren kannst, mit denen der Fornix cerebri in Verbindung steht.
 

Klinik

Schädigungen im Temporallappen und des Fornix cerebri können zu einer anterograden Amnesie sowie zu einem Verlust der räumlichen Orientierung führen. Ursachen hierfür sind zum Beispiel Tumoren wie Gliome oder Lymphome oder Inflammation im Rahmen einer Herpes-Enzephalitis oder bei Multipler Sklerose. Hinweise auf pathologische Veränderungen des Fornix können in der MRT-Bildgebung gesehen werden, die Therapie erfolgt nach der Grunderkrankung.
 

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Trepel, M. (2015). Neuroanatomie. München: Elsevier GmbH.
  • Thomas, A., Koumellis, P., Dineen, R. (2011). The Fornix in Health and Disease: An Imaging Review. RadioGraphics, 31 (4), 1107-1122. DOI: 10.1148/rg.314105729

Text, Review & Layout:

  • Katrin Repkow
  • Andreas Rheinländer
  • Nicole Gonzalez

Illustration:

  • Übersicht über die Hypothalamusregion
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