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Musculi interossei dorsales (manus)

Videoempfehlung: Musculi interossei dorsales [02:27]
In diesem kurzen Tutorial erfahrt ihr alles Wissenswerte zu den Musculi interossei dorsales der Hand - ihre Anatomie und Funktion.

Die Musculi interossei dorsales sind vier kurze, doppelköpfige Muskeln der Mittelhandmuskulatur.

Kurzfakten
Ursprung Einander zugewandte Seiten des Os metacarpale I-V
Ansatz Dorsalaponeurose des 2.–4. Fingers
Basis der Phalanx proximalis des 2.–4. Fingers
Innervation Ramus profundus des Nervus ulnaris (C8-Th1)
Funktion Grundgelenk des 2.-4. Fingers: Flexion
Mittel- und Endgelenk des 2.-4. Fingers: Extension,
Abduktion vom Mittelfinger
Inhalt
  1. Anatomie
    1. Ursprung und Ansatz
    2. Innervation
  2. Funktion
  3. Klinik
  4. Literaturquellen
+ Zeige alles

Anatomie

Ursprung und Ansatz

Sie entspringen an jeweils gegenüberliegenden Ossa metacarpalia, d.h. der erste zwischen Daumen und Zeigefinger, der zweite zwischen Zeige- und Mittelfinger usw.

Distal setzen ihre Sehnen an der Dorsalaponeurose und der Basis der proximalen Phalanx des zweiten bis vierten Fingers an.

Dabei verlaufen sie stets in Richtung des Mittelfingers, wodurch sich folgende Ansatzflächen ergeben:

  • M. interosseus dorsalis I: radiale Seite des Zeigefingers
  • M. interosseus dorsalis II: radiale Seite des Mittelfingers
  • M. interosseus dorsalis III: ulnare Seite des Mittelfingers
  • M. interosseus dorsalis IV: ulnare Seite des Ringfingers

Der M. interosseus dorsalis I, der größte und kräftigste unter den vieren, kann gut im Muskelpolster zwischen Daumen und Zeigefinger ertastet werden. Aber auch die restlichen drei sind zwischen den Mittelhandknochen und den Sehnen des M. extensor digitorum einfach zu palpieren.

Innervation

Die Innervation aller Interossei dorsales erfolgt über den tiefen Ast des Nervus ulnaris (Ramus profundus, C8-Th1).

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Funktion

Die Mm. interossei dorsales bewirken teilweise entgegengesetzte Bewegungen der Finger:

Während der erste und zweite den Zeigefinger vom Mittelfinger weg nach lateral ziehen (Radialabduktion), bewegen der dritte und vierte den Ringfinger vom Mittelfinger weg nach medial (Ulnarabduktion). Außerdem kann der Mittelfinger nach ulnar oder radial bewegt werden.

Zusammen ergänzen sie damit den M. abductor pollicis (Abduktor des Daumens) und M. abductor digiti minimi (Abduktor des kleinen Fingers) bei der Spreizung der Finger und wirken somit antagonistisch auf die Interossei palmares (Merkspruch: DAB = Dorsales abduzieren, PAD = Palmares adduzieren).

Des Weiteren bewirkt ihre Kontraktion eine Beugung in den Fingergrundgelenken bei Streckung in den Mittel- und Endgelenken.

Eine analoge Muskelgruppe existiert im Fuß, die im Grunde identische Bewegungen mit den Zehen machen (Mm. interossei dorsales pedis).

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Kim Bengochea, Regis University, Denver
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