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Arteria centralis retinae

Die Arteria centralis retinae (zentrale Netzhautarterie) entspringt aus der A. ophthalmica und bildet im retrobulbären Raum ein Gefäßkranz um den N. opticus (Sehnerv). Gemeinsam mit den Aa. ciliares posteriores breves ist sie für die Versorgung der Sehzellen (Photorezeptoren) der Retina zuständig. 

Verlauf

Arteria centralis retinae / zentrale Netzhautarterie - kranial

Die A. centralis retinae ist der erste Ast der A. ophthalmica nach deren Abgang aus der A. carotis interna. Sie zieht von hinten an den Augapfel heran und tritt etwa 1-2 cm vorher in den Sehnerv (N. opticus) ein. Gemeinsam mit der gleichnamigen Vene verläuft sie dann innerhalb der Nervenscheide in Richtung Retina.

Der noch außerhalb des Augapfels liegende Teil der Arterie wird als Pars extraocularis bezeichnet. Nach der Passage der derben Sklera des Augapfels durch die perforierte Lamina cribrosa sclerae beginnt die Pars intraocularis. Diese ist jedoch nur sehr kurz, da die A. centralis retinae sich bereits im Bereich der Papille, dem Ursprung des N. opticus, in ihre Äste aufteilt.

Äste

Arteria centralis retinae im Augapfel - kranial

Nach medial zweigen aus der A. centralis retinae die Arteriola medialis retinae, Arteriolae nasales retinae superiores und inferiores ab. Temporal (zur Schläfenseite hin) entspringen aus ihr dann die Arteriola temporalis retinae superiores und inferiores. Im Verlauf teilen sich diese Abgänge weiter auf und speisen so die inneren zwei Drittel der Retina.

  • Arteriolae nasales retinae superiores und inferiores (Anrs und Anri): versorgen die beiden nasalen Quadranten der Retina. Sie sind etwas kleiner als die Arteriolae temporales retinae superiores und inferiores. 
  • Arteriola medialis retinae (Amr): ist ein sehr kleiner unpaarer Ast. Er zieht ebenfalls zur nasalen Seite der Retina und speist das Gebiet zwischen A. nasalis retinae superior und inferior.
  • Arteriolae temporales retinae superiores und inferiores (Atrs und Atri): sind die beiden kaliberstärkeren Abgänge der A. centralis retinae. Sie ziehen zur temporalen Seite der Retina. Aus ihnen gehen die Arteriolae maculares superiores (Ams) und inferiores (Ami) ab, welche die Randbereiche der Fovea centralis speisen. 
  • A. hyaloidea: ist ein besonderer Ast der A. centralis retinae, da sie ausschließlich während der Embryonalzeit vorhanden ist. Während des 1. Schwangerschaftsmonats geht aus ihr ein kapillares Netzwerk um die Linse herum hervor, die Tunica vasculosa lentis. Kurz vor der Geburt bilden sich diese Kapillaren und auch die A. hyaloidea wieder zurück.

Klinischer Fall

Ein Verschluss der A. centralis retinae (Zentralarterienverschluss) ist ein ophthalmologischer Notfall, da die Versorgung der Retina hauptsächlich von ihr abhängt. Die verminderte Durchblutung (Ischämie) führt zum Gewebsuntergang (Nekrose). Zu den häufigsten Ursachen zählen Embolien (über die A. ophthalmica), Gefäßspasmen und -entzündungen (Vaskulitiden).

Symptomatisch äußert sich der Zentralarterienverschluss durch einen plötzlich eintretenden, schmerzlosen und einseitigen Visusverlust. Unbehandelt führt er meist zu einer bleibenden Minderung der Sehkraft bis hin zur Erblindung. Vorrangiges Therapieziel in der Akutphase ist daher die Wiederherstellung der Durchblutung durch Thrombolyse bzw. die hochdosierte Gabe von Glukokortikoiden bei einem entzündlichen Geschehen.

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Quellen anzeigen

Autor: Sophie Eckert

Review: Marie Hohensee

Illustratoren:

  • Yousun Koh: Arteria centralis retinae / zentrale Netzhautarterie - kranial
  • Paul Kim: Arteria centralis retinae im Augapfel - kranial

Quellen:

  • W. Graumann, D. Sasse: CompactLehrbuch Anatomie Band 4, Schattauer Verlag (2005), S. 49-51
  • W. Dauber: Feneis' Bild-Lexikon der Anatomie, 9. Auflage, Thieme (2005), S. 24
  • R. Schmidt, F. Lang, M. Heckmann: Physiologie des Menschen, 30. Auflage, Springer (2007), S. 392
  • American Academy of Ophthalmology: Tunica vasculosa lentis. https://www.aao.org/bcscsnippetdetail.aspx?id=8141b556-e95c-4fd3-bae8-4f5545eab2e9 (abgerufen am 15.12.2016)
  • O. Schwenn: Ophthalmoskopisches Bild der Sehnervenpapille einer normalen Netzhaut (Retina) des rechten Auges. Universitätsaugenklinik Mainz, https://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anatomie/workshop/Klinisches/Retina3.html (abgerufen am 15.12.2016)
  • D. Varma, S. Cugati, A. Lee et al.: A review of central retinal artery occlusion: clinical presentation and management. Eye - The Scientific Journal of The Royal College of Ophthalmologists (2013), Band 27, 6. Auflage, S. 688-697
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