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Musculus digastricus

Der Musculus digastricus (zweibäuchiger Muskel) ist ein Muskel der Halsregion mit zwei Anlagen: dem vorderen und dem hinteren Bauch (Venter anterior und posterior). Er gehört zur Gruppe der suprahyoidalen Muskeln und ist am Anheben des Zungenbeins sowie der Kieferöffnung beteiligt.

Eine Besonderheit ist seine Innervation durch zwei verschiedene Hirnnerven. Dies ist bedingt durch die Entstehung aus zwei verschiedenen Schlundbögen.

Kurzfakten
Ursprung Fossa digastrica des Corpus mandibulae (Venter anterior), Incisura mastoidea des Os temporale (Venter posterior)
Ansatz Zwischensehne des Os hyoideum
Innervation Nervus mylohyoideus (Venter anterior), N. facialis (Venter posterior)
Funktion

Anheben des Zungenbeins

Öffnen des Unterkiefers

Antagonist der Kaumuskulatur

Inhalt
  1. Verlauf
  2. Versorgung
  3. Funktion
  4. Klinik 
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Verlauf

Der M. digastricus wird in einen Venter anterior und einen Venter posterior unterteilt. 

Der Venter anterior entspringt der Fossa digastrica des Corpus mandibulae, der Venter posterior hat seinen Ursprung an der Incisura mastoidea des Os temporale, medial des Processus mastoideus. Von der Incisura mastoidea zieht der Venter posterior nach anterior und inferior.

Beide Bäuche ziehen zu einer Zwischensehne des Os hyoideum.

Versorgung

Der vordere Bauch des Muskels entsteht aus dem 1. Schlundbogen und wird vom N. mylohyoideus des R. mandibularis aus dem N. trigeminus versorgt. Der hintere Bauch entsteht aus dem 2. Schlundbogen, dessen Muskeln vom N. facialis innerviert werden.

Die unterschiedlichen Anlagekerne bedingen damit die Innervation eines Muskels aus zwei verschiedenen Hirnnerven.

Funktion

Der M. digastricus hebt im Rahmen des Schluckaktes das Zungenbein an. Zudem unterstützt er die Öffnung des Unterkiefers

Am Schluckvorgang und an der Kieferöffnung sind mehrere Muskeln beteiligt und erst das Zusammenspiel aller ermöglicht die volle Funktion.

Aufgrund seiner Funktion ist der M. digastricus ein Antagonist der Kaumuskulatur.

Um nun weitere Muskeln kennenzulernen, die beim Schlucken und Kauen beteiligt sind, haben wir zwei Lerneinheiten für dich ausgewählt. Viel Spaß dabei!
 

Klinik 

Isolierte Läsionen des M. digastricus sind eine absolute Rarität. Bei Ausfällen des N. facialis oder des N. trigeminus bestimmen andere Funktionsausfälle das klinische Bild.

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Quellen anzeigen

Quellen: 

  • Aumüller, G., Aust, G., Doll, A., et al. (2010). Duale Reihe – Anatomie (2. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Benninghoff, A., Drenckhahn, D. (2004). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 2 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Platzer, W. (2009). Taschenatlas Anatomie – Band 1 Bewegungsapparat (10. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Sadler, T. (2008). Medizinische Embryologie (11. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Schünke, M., Schulte, E., Schumacher, U., et al. (2009). Kopf, Hals und Neuroanatomie – Prometheus (2. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Schumacher, G.-H., Aumüller, G. (2004). Topographische Anatomie des Menschen (7. Auflage). München: Urban & Fischer.

Text, Review & Layout:

  • Andreas Rheinländer
  • Kevin Kuschel
  • Claudia Bednarek
  • Nicole Gonzalez
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