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Musculus fibularis brevis

Der Musculus fibularis brevis (kurzer Wadenbeinmuskel), auch Musculus peroneus brevis genannt (griechisch "perone" für Wadenbein) ist ein Unterschenkelmuskel.

Er liegt in der Fibularisloge unter dem wesentlich längeren M. fibularis longus.

Weitere Details zu seiner Anatomie sowie klinische Veränderungen erfährst du in diesem Artikel.

Fakten zum Musculus fibularis brevis
Ursprung Fibula, Septum intermusculare
Ansatz Os metatarsale V
Innervation Nervus fibularis superficialis
Funktion

- Flexion im oberen Sprunggelenk

- Pronation des Fußes

Verlauf und Versorgung

Als extrinsischer Fußmuskel entspringt der M. fibularis brevis an den Unterschenkelknochen und setzt am Fuß an.

Musculus fibularis brevis - Ansicht von anterior

Die Ursprungsflächen liegen an den distalen zwei Dritteln des Corpus fibulae und den Septa intermuscularia; genauer sind es das Crus anterius des Septum intermusculare, welches sich zwischen Fibularisloge und ventraler Extensorenloge befindet, und das Crus posterius zwischen Fibularisloge und dorsal gelegener Flexorenloge. 

Der M. fibularis brevis zieht von dort gemeinsam mit dem zweiten Muskel der Fibularisloge, dem Musculus fibularis longus, in einer gemeinsamen Sehnenscheide nach distal. Dorsal des Malleolus lateralis liegt seine Sehne am nähesten zum Knochen.

Der M. fibularis brevis setzt an der Tuberositas ossis metatarsi V an; manchmal zieht ein Teil der Sehne zur Dorsalaponeurose der fünften Zehe. Zwei Bänder, die Retinacula musculorum fibularium superius und inferius, sichern die korrekte Lage des Muskels und verhindern das Abheben der Sehne bei Kontraktion. 

Der M. fibularis brevis wird von Ästen der A. fibularis versorgt, einem Gefäßabgang der A. tibialis posterior. Dabei liegt die A. fibularis selbst nicht in der Fibularisloge, sondern zwischen den Muskeln der tiefen Flexorenloge.

Die Innervation erfolgt durch den N. fibularis (peroneus) superficialis (L5-S1), welcher aus dem N. fibularis communis stammt. 

Musculus fibularis tertius

Bei einigen Menschen findet man einen dritten Muskel in der Fibularisloge, der M. fibularis tertius genannt wird. Er stellt eine Abspaltung des M. extensor digitorum longus dar.

Sein Verlauf ist dem des M. fibularis brevis ähnlich: Er zieht von der Margo anterior der Fibula zur Basis des Os metatarsale V und wird vom N. fibularis profundus (L4-S1) innerviert. Seine Funktionen sind die Dorsalextension und Pronation des Fußes.

Funktion

Der M. fibularis brevis bewirkt eine Flexion im oberen Sprunggelenk und zieht den lateralen Fußrand nach oben (Pronation). Er ist außerdem der stärkste Fußabduktor der Unterschenkelmuskulatur.

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Klinik

Durch lang andauernde körperliche Beanspruchung ohne adäquates Training kann es zur Entzündung der Sehne des M. fibularis brevis kommen (Peronealtendonitis); meist ist aufgrund der räumlichen Nähe auch der M. fibularis longus betroffen.

Symptome sind Schmerzen, Schwellung und Druckempfindlichkeit am Fuß und lateralen Knöchel, die unter Belastung aggravieren.

Die Therapie ist meist konservativ und liegt in vorübergehender Sport- und Belastungskarenz, Kühlung und der Gabe von nichtsteroidalen, antiinflammatorischen Medikamenten; in schweren Fällen kann das kurzzeitige Tragen von orthopädischen, immobilisierenden Schuhen notwendig sein. Nach dem Abklingen der Symptomatik werden Dehnungs- und Kräftigungsübungen der Fibularismuskulatur begonnen.

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Quellen anzeigen

Quellenangabe:

  • F. Paulsen, J. Waschke: Sobotta: Allgemeine Anatomie und Bewegungsapparat, 23. Auflage, Elsevier (2010), S. 287
  • G. Aumüller, G. Aust, A. Doll et al.: Duale Reihe Anatomie, 2. Auflage, Georg Thieme Verlag (2010), S. 368 ff.
  • H. Knipe, G. Oh: Peroneus brevis muscle. Radiopaedia.org, https://radiopaedia.org/articles/peroneus-brevis-muscle (abgerufen am 26.03.2018)
  • M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher et al.: Prometheus. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem, 4. Auflage, Georg Thieme Verlag (2014), S. 487, 540, 567
  • G.J. Sammarco, P.G. Mangone: Diagnosis and treatment of peroneal tendon injuries. Foot and Ankle Surgery(2000), Band 6, Auflage 4, S. 197-205

Text, Review, Layout:

  • Tobias Schreiber
  • Dr. med. Charlotte Barthe
  • Achudhan Karunaharamoorthy
  • Nicole Gonzalez

Illustration:

  • Musculus fibularis brevis - Ansicht von anterior - Liene Znotina
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