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Nervus suboccipitalis

Der Nervus suboccipitalis (Subokzipitalnerv) ist der Ramus posterior des ersten Spinalnerven des Zervikalmarks (C1).

Er führt ausschließlich motorische Fasern zur Versorgung der autochthonen Rücken- und Nackenmuskulatur.

Kurzfakten
Beschreibung - Ramus posterior des 1. Spinalnerven
Ursprung - Rückenmark C1
Äste  - rein motorisch
- Verbindungen zu C2 und Fasern des N. accessorius
Funktion - rein motorisch
- Innervation von Mm. rectus capitis posterior minor und major, Mm. obliquus capitis superior und inferior,  M. semispinalis cervicis, M. longissimus capitis
Inhalt
  1. Verlauf
  2. Funktion
  3. Klinik
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Verlauf

Der N. suboccipitalis läuft nach Austritt aus dem Rückenmark leicht nach kranial und anschließend zwischen dem hinteren Atlasbogen (Arcus posterior) und der A. vertebralis um dann zwischen Atlas und Os occipitale in das Trigonum suboccipitale (tiefes Nackendreieck) einzutreten. Dieses wird durch den M. rectus capitis posterior major sowie die Mm. obliquus capitis superior und inferior begrenzt. Dort findet eine Aufzweigung in mehrere, ausschließlich motorische Äste statt. Es lassen sich zudem Verbindungen zwischen dem N. suboccipitalis sowie C2 und Fasern des N. accessorius finden. Anatomische Varianten bestehen in der Zusammensetzung des N. suboccipitalis aus Fasern der Hinter- und Vorderwurzel des Spinalnervs C1.

Funktion

Der N. suboccipitalis ist ein rein motorischer Nerv. Innerviert werden die Mm. suboccipitales (tiefe kurze Nackenmuskeln). Sie verbinden das Os occipitale mit den oberen beiden Halswirbeln Atlas und Axis und steuern auf diese Weise die Feinmotorik der Kopfgelenke.

Zu ihnen zählen die Mm. rectus capitis posterior minor und major sowie die Mm. obliquus capitis superior und inferior. Auch trägt der N. suboccipitalis zur Innervation des M. semispinalis cervicis (Teil des transversospinalen Systems des medialen Traktes der autochthonen Rückenmuskulatur) und des M. longissimus capitis (Teil des sakrospinalen Systems des lateralen Traktes der autochthonen Rückenmuskulatur) bei.

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Der ventrale Ast von C1 dient zur Versorgung von nicht-autochthonen Nackenmuskeln. Aus C1 entspringen keine sensiblen Fasern, weswegen es kein C1 Dermatom gibt. Allerdings können Abweichungen vorkommen, bei denen der N. suboccipitalis sensible Hautäste zur Kopfhaut abgibt.

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