EN | DE | PT Kontakt Besser lernen Login Registrieren

Du willst mehr über das Thema Extrapyramidalmotorisches System lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Womit lernst du am liebsten?

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Extrapyramidalmotorisches System

Das extrapyramidale System ist ein Sammelbegriff für verschiedene afferente und efferente motorische Bahnen, die vor allem an der Stütz- und Haltemotorik beteiligt sind. Der Name "extrapyramidales System" gibt Hinweise darauf, dass sie nicht mit der Pyramidenbahn verlaufen. 
 

Bestandteile und Bahnen 

Die Nomenklatur bezüglich der Anteile ist nicht immer einheitlich. Am häufigsten wird unter dem extrapyramidalmotorischen System eine Gruppe von eisenhaltigen Kerngebieten verstanden:

  • Striatum (= Putamen und Nucleus caudatus)
Putamen - axiale Ansicht
Nucleus caudatus / Schweifkern - dorsale Ansicht
  • Globus pallidus (= Pallidum)
Globus pallidus - axiale Ansicht
  • Nucleus subthalamicus
Nucleus subthalamicus / subthalamischer Kern - koronale Ansicht

Diese werden auch als striatäres System zusammengefasst. 

Da die Nomenklatur bezüglich der Anteile nicht einheitlich ist, werden teilweise auch folgende Strukturen dazu gezählt:

Dementsprechend  handelt es sich weder um ein geschlossenes System, noch um zusammenhängende Hirnareale. Der Begriff ist historisch entstanden, um den funktionellen Unterschied zur Pyramidenbahn zu betonen. Die Bestandteile des extrapyramidalmotorischen Systems sind weder embryologisch, noch histologisch miteinander verwandt. Das striatäre System besteht aus einem Teil der Basalganglien, welche motorische Neurone enthalten, während die weiteren Anteile sensible bzw. integrativ arbeitende Neurone darstellen, die keine motorischen Fasern besitzen.

Afferenzen und Efferenzen 

Die Afferenzen des Systems entsprechen denen der einzelnen Kerngebiete. Als hauptsächliche Efferenz gilt der Tractus tegmentalis centralis (zentrale Haubenbahn). Desweiteren sind vier absteigende Bahnen von Bedeutung:

  • Tractus reticulospinalis
  • Tractus rubroreticulospinalis
  • Tractus vestibulospinalis
  • Fasciculus interstitiospinalis

Funktion 

Das extrapyramidalmotorische System ist im Wesentlichen an der Stütz- und Haltemotorik, d.h. der unwillkürlichen Motorik beteiligt. Dies erklärt sich durch die Zugehörigkeit der Basalganglien, deren Ausfall vor allem zu einer Störung der unwillkürlichen Motorik führt. Jedoch sind alle beteiligten Systeme in geringem Maße auch an der Willkürmotorik  beteiligt, der Nucleus ruber nimmt gar eine Sonderstellung ein, da er an allen Funktionen beteiligt ist.

Du willst mehr über das Thema Extrapyramidalmotorisches System lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Womit lernst du am liebsten?

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Jetzt registrieren und gratis Anatomie-Lernguide eBook erhalten!