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Nervensystem

Das Nervensystem besteht aus Nervenzellen und Gliazellen, die gemeinsam das Nervengewebe bilden.

Nervenzellen (Neurone) sind durch Synapsen miteinander verbunden, über die sie mit Hilfe von Transmittern Signale übertragen. Dies ermöglicht die Regulation sämtlicher körperlicher Vorgänge. Dazu werden verschiedenste Reize bzw. Signale aus der Umwelt und dem Körperinneren registriert, weitergeleitet und eingeordnet. Im Ergebnis führt dies zu bestimmten physischen (z.B. Bewegung) oder psychischen (z.B. Gefühle) Reaktionen.

Innerhalb des Nervensystems können topographisch das Zentralnervensystem (ZNS) und das periphere Nervensystem (PNS) sowie funktionell das somatische und das vegetative Nervensystem voneinander abgegrenzt werden. Beide Anteile arbeiten jedoch eng zusammen.

Inhalt
  1. Zentralnervensystem
  2. Peripheres Nervensystem
  3. Somatisches Nervensystem
  4. Vegetatives Nervensystem
  5. Literaturquellen
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Zentralnervensystem

Zum Zentralnervensystem zählen das Gehirn (Encephalon) und das Rückenmark (Medulla spinalis), die umgeben von Hirn- bzw. Rückenmarkshäuten sowie dem Liquor cerebrospinalis geschützt in ihren knöchernen Hüllen (Schädel und Wirbelsäule) liegen.

Diese Strukturen entwickeln sich vorgeburtlich mit als erstes aus der Neuralplatte und bilden die Grundlage zur Informationsverarbeitung und -integration sowie zur Auslösung differenzierter Reaktionen.

Das Gehirn selbst ist eine komplexe Struktur aus zwei miteinander verbundenen Hemisphären, die wiederum in mehrere Hirnabschnitte gegliedert sind. Jedem dieser Hirnabschnitte sind bestimmten Funktionen und Aufgaben zugeordnet. Das Konzept der "Zentren" (z.B. Atemzentrum) ist jedoch nur noch bedingt zutreffend, da ein Großteil aller überlebenswichtigen Funktionen über viele Hirnabschnitte verteilt ablaufen. Der Hirnstamm stellt den Übergang zum Rückenmark dar.

Das durch den Wirbelkanal verlaufende Rückenmark ist topographisch weniger komplex als das Gehirn, besteht jedoch ebenso aus Neuronen. Vom Rückenmark gehen die peripheren Nerven ab.

Das Gehirn ist die oberste Steuerungseinheit innerhalb des Zentralnervensystems. Hormone und Neurotransmitter dienen dabei der Informationsweiterleitung und in der Konsequenz der Auslösung gezielter Reaktionen. Grundlegend sind dafür die durch afferente Fasern eintreffenden Informationen. Die als Reaktion entstehenden Befehle gelangen über efferente somatische und viszerale Nervenfasern zur Skelettmuskulatur und den inneren Organen.

Da in das Rückenmark sowohl afferente Nervenfasern ein- als auch efferente Nervenfasern austreten, ist es möglich, schnelle Reaktionen ohne Einbindung des Gehirns zu generieren. In diesem Fall werden eintreffende Signale direkt im Rückenmark zu efferenten Nervenfasern weitergeleitet und damit eine unwillkürliche Reaktion (Reflex) im Zielorgan ausgelöst. Das spielt besonders für motorische Abläufe eine Rolle.

Peripheres Nervensystem

Der Übergang vom Zentralnervensystem zum peripheren Nervensystem erfolgt an den Austrittsstellen der knöchernen Hüllen. Die Hirnnerven ziehen durch Löcher der Schädelbasis nach außen, die Spinalnerven durch die Zwischenwirbellöcher.

Die aus dem Hirnstamm kommenden Hirnnerven (10 der insgesamt 12 Nervenpaare) versorgen den Kopf, den Hals, die Sinnesorgane sowie die Brust- und Bauchorgane. Entsprechend ihrer unterschiedlichen Funktionen enthalten sie motorische, sensible, sensorische und/oder vegetative Nervenfasern.

Die aus dem Rückenmark entspringenden Spinalnerven enthalten üblicherweise mehrere Faserqualitäten. Dazu gehören somatomotorische (efferent), somatosensible (afferent), viszeromotorische (glatte Muskulatur) und viszerosensible (innere Organe) Nervenfasern.

Die Spinalnerven und ihre Äste bilden einen großen Teil des Nervensystems. Unsere Arbeitsblätter und Übungsaufgaben geben dir den perfekten Einstieg in die Anteile des Nervensystems.

Nach ihrem Austritt bilden die Äste der Spinalnerven teilweise Nervengeflechte (Plexus), die sich wiederum weiter aufzweigen.

Überprüfe dein Wissen über die Wirbelsäule und die Spinalnerven mit folgendem Quiz:

Somatisches Nervensystem

Das somatische (willkürliche) Nervensystem dient der Ansteuerung der Skelettmuskulatur als Reaktion auf äußere Reize und innere Zustände (z.B. Flucht oder Kampf).

Informatonsbasis für solche Reaktionen sind sowohl Sinnesorgane als auch sensible Systeme. Diese Informationen sind nicht nur Grundlage für unmittelbare Bewegungsabläufe, sondern dienen auch motorischen Lernprozessen.

Vegetatives Nervensystem

Innerhalb des vegetativen (autonomen) Nervensystems werden die Funktionen der inneren Organe unbewusst reguliert. Seine Anteile, Sympathikus und Parasympathikus, arbeiten normalerweise unwillkürlich, mit Steuerung durch das Zentralnervensystem. Sie wirken antagonistisch, wobei je nach Situation Sympathikus oder Parasympathikus dominiert. Dadurch gelingt es, die inneren Organe des Körpers auf bestimmte Situationen z.B. Stress oder Schlaf einzustellen.

Der Verdauungstrakt enthält ein eigenes semi-autonomes Nervensystem, welches als enterisches Nervensystem, bezeichnet wird. Dieses ermöglicht den beteiligten Organen Funktionen, die nahezu unabhängig von anderen Anteilen des Nervensystems ist.

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Kim Bengochea, Regis University, Denver
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