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Os parietale (Scheitelbein)

Inhalt

Einführung

Die Ossa parietalia befinden sich zu beiden Seiten des Neurocraniums. Sie formen große Teile des Schädeldachs und des seitlichen Kopfs.

Sagittale Ansicht des Schädels
Videoempfehlung: Sagittale Ansicht des Schädels
Strukturen des Schädels im Sagittalschnitt.

Anatomie

Die Knochen sind ungefähr rechteckig und liegen unterhalb des Scheitels. Die Innenseite (Facies interna) ist konkav, die Außenseite (Facies externa) konvex geformt.

Auf der Innenseite verlaufen Furchen der Arterien (Sulci arteriosi), die durch den arteriellen Druck den Knochen verdrängen, wobei die der Arteria meningea media (Sulcus arteriae meningeae mediae) am deutlichsten ausgeprägt ist. Andere Strukturen sind der Sulcus sinus sigmoidei (Rinne des Sinus sigmoideus) nahe dem Angulus mastoideus und der Sulcus sinus sagittalis superioris (Rinne des Sinus sagittalis superior). Die äußere Oberfläche weist die Linea temporalis superior und inferior auf, wo die Fascia temporalis bzw. der Musculus temporalis ansetzen. Eine Vena emissaria parietalis verbindet den Sinus sagittalis superior durch das Foramen parietale, das sich an der Hinterseite der Ossa parietalia befindet, mit den Venen der Kopfhaut.

Begrenzungen

Die beiden Ossa parietalia treffen an der Mittellinie des Schädeldachs aneinander und formen einen gezackten Rand, die Sagittalnaht oder Pfeilnaht (Sutura sagittalis). Diese Schädelnaht verknöchert zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Neben seinem Gegenstück ist jedes Os parietale von vier weiteren Knochen umgeben: 

  • anterior: Os frontaleSutura coronalis (Koronarnaht)
  • posterior: Os occipitaleSutura lambdoidea (Lambdanaht)
  • lateral: Os temporaleSutura squamosa (Schuppennaht) und Os sphenoidaleSutura sphenoparietalis

Ossifikation

Bei Neugeborenen sind die Ossa parietalia relativ dünn und haben ein Ossifikationszentrum an jeder ihrer vier Ecken. Bis zum Alter von 25-30 Monaten ossifiziert der Knochen vollständig desmal.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • N. S. Norton, F. H. Netter: Netter’s head and neck anatomy for dentistry, 2. Auflage, Elsevier Saunders (2011), S. 27, 29, 49
  • B. J. Baker, T. L. Durpas, M. W. Tocheri: The osteology of infants and children, Texas A&M University Press (2005), S. 32-34
  • Wolfgang Dauber: Pocket Atlas of Human Anatomy, 5. Auflage, Thieme (2007), S. 34-35
  • J. Fanghänel, F. Pera, F. Anderhuber et al.: Waldeyer - Anatomie des Menschen, 17.Auflage, Walter de Gruyter (2003), S. 181
  • J. T. Goodrich: Neurosurgical operative atlas - Pediatric neurosurgery, 2. Auflage, Thieme (2008), S. 203-207

Autor:

  • Dr. Alexandra Sieroslawska

Illustratoren: 

  • Os parietale / Facies externa (laterale Ansicht) - Yousun Koh 
  • Os parietale / Facies interna (sagittale Ansicht) - Yousun Koh 
  • Sutura sagittalis / Sagittalnaht (kraniale Ansicht) - Yousun Koh 

Übersetzung:

  • Inka
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