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Vena mesenterica superior

Die V. mesenterica superior (obere Eingeweidevene) drainiert das venöse Blut aus Teilen des oberen Gastrointestinaltraktes. Sie entsteht durch den Zusammenfluss derjenigen Venen, die das Blut der entsprechenden Organe des Verdauungstraktes führen.

Dorsal des Pankreas (Bauchspeicheldrüse) vereinigt sie sich mit der V. splenica (Milzvene) zur V. portae hepatis (Pfortader).

Verlauf

Der venöse Abfluss der Verdauungsorgane, die durch Äste der A. mesenterica superior (obere Eingeweidearterie) versorgt werden, erfolgt über die parallel zu den Arterien verlaufenden Venen in die V. mesenterica superior. Das sind Teile des Pankreas, das distale Duodenum (Zwölffingerdarm), Jejunum (Leerdarm), Ileum (Krummdarm), Colon ascendens (aufsteigender Dickdarm) sowie die proximalen 2/3 des Colon transversum (querverlaufender Dickdarm). 

Bei den begleitenden Venen handelt es sich um:

  • die V. gastroomentalis dextra (rechte Magennetzvene),
  • die Vv. pancreaticae (Bauchspeicheldrüsenvenen),
  • die V. pancreaticoduodenalis inferior, die Teil des unteren Pankreasarkarde ist,
  • die Vv. jejunales (Leerdarmvene) und ileales (Krummdarmvene), welche im Mesenterium (Dünndarmgekröse) verlaufen,
  • die V. ileocolica, welche zuvor Zufluss aus den Vv. ceacales anterior und posterior (Blinddarmvenen) und der V. appendicularis (Wurmfortsatzvene) enthält,
  • die V. colica dextra (rechte Dickdarmvene),
  • die V. colica media (mittlere Dickdarmvene)

Nachdem sich die einzelnen Venen der unpaaren Verdauungsorgane zur V. mesenterica superior vereinigt haben, läuft diese rechts der A. mesenterica superior durch das Mesenterium. Dies verlässt sie am Unterrand des Pankreas um sich hinter dem Pankreas, etwa auf Höhe des zweiten Lendenwirbelkörpers, mit der V. splenica, die bereits das venöse Blut der V. mesenterica inferior (untere Eingeweidevene) führt, zur V. portae hepatis zu vereinigen.

Die V. portae hepatis leitet somit das Blut des gesamten Gastrointestinaltraktes, mit Ausnahme des unteren Rektums, in den Leberpfortaderkreislauf, wo eine Entgiftung und Metabolisierung toxischer Blutbestandteile stattfinden kann.

Klinik

Ein seltenes Krankheitsbild stellt die Thrombosierung der V. mesenterica superior (Mesenterialvenenthrombose) dar, die eine ähnlich unspezifische Symptomatik wie eine chronische Mesenterialarterienischämie aufweist und zu einer Ischämie im Sinne eines Mesenterialinfarktes führen kann.

Dabei entstehen 10% der Mesenterialinfarkte auf diese Weise. Ursächlich können zum Beispiel Leberzirrhosen oder Tumore in den drainierten Organen sein. Kommt es durch verminderten venösen Abfluss zu einer Erhöhung des Widerstandes im Organ und dessen Gefäßen, kann dadurch der arterielle Zufluss vermindert werden und Flüssigkeit in die Darmwände gepresst werden. Als Folge kann es zu Nekrosen der Darmwand kommen.

Symptome sind diffuse Abwehrspannung, Stuhlverhalt, sowie starke, zum Teil biphasische Bauchschmerzen mit schmerzfreien Intervallen, aber auch blutige Diarrhoen, Bluterbrechen (Hämatemesis) oder perianaler Blutabgang können auftreten.

Diagnostisch ist eine Bildgebung zu veranlassen, die dilatierte Darmabschnitte vor dem ischämischen Abschnitt und Minderperfusion im betroffenen Darmabschnitt zeigen kann. Goldstandard ist eine Gefäßdarstellung mittels Kontrast-CT.

Therapeutisch muss umgehend eine operative Wiedereröffnung der V. mesenterica superior angestrebt werden.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. S. 867-870
  • Herold, G. (2011). Innere Medizin Gerd Herold. Köln: Gerd Herold. S. 820-822
  • Arasteh, K., Baenkler, H.-W., Bieber C., et al. (2013). Duale Reihe Innere Medizin (3. Auflage) Stuttgart: Georg Thieme Verlag. S.319
  • Tendler, D. A., Lamont, J. T., & Grubel, P. (2017). Mesenteric venous thrombosis in adults. UpToDate Website. https://www.uptodate.com/contents/mesenteric-venous-thrombosis-in-adults (abgerufen am 31.03.2018)

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