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Vena saphena magna

Inhalt

Einführung

Die Vena saphena magna, auch große Rosenvene genannt, ist die größte Hautvene der unteren Extremität. Sie beginnt am Innenknöchel und zieht am medialen Unter- und Oberschenkel entlang nach proximal. Sie ist durch eine besonders große Zahl an Venenklappen gekennzeichnet.

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Verlauf

Die V. saphena magna beginnt vor dem Malleolus medialis (Innenknöchel). Von dort aus verläuft sie zur tibialen Seite des Unterschenkels und passiert den Kniebereich medial und leicht dorsal. Am medialen Oberschenkel verläuft sie weiter nach proximal, bevor sie circa 4-5 cm unterhalb des Leistenbandes die Oberschenkelfaszie durchbohrt und im Hiatus saphenus im Trigonum femorale in die V. femoralis mündet. Vor ihrem Durchtritt durch die Faszie nimmt die V. saphena magna noch einige oberflächlichen Venen auf. Dieser epifasziale Endabschnitt des Saphenastammes heißt Confluens venosus subinguinalis, der wegen seines Aussehens auch als Venenstern bezeichnet wird.

Wichtige Seitenäste der V. saphena magna im Oberschenkelbereich sind die inkonstanten Vv. saphena accessoria medialis und lateralis, V. arcuata cruris anterior und posterior (vordere und hintere Bogenvene).

Perforanten

Bei Verschlüssen der tiefen Beinvenen ist die V. saphena magna das wichtigste Kollateralgefäß. Ihr Stammvenensystem steht über zahlreiche Perforansvenen (Vv. perforantes) mit dem tiefen Venensystem in Verbindung. Laut Definition verbindet eine V. perforans immer eine oberflächliche mit einer tief liegenden Vene und durchbohrt dabei die Muskelfaszie durch eine Faszienlücke. Die Vv. perforantes sind sehr variabel angelegt, meist kommen sie jedoch paarweise vor und tragen im Beinbereich Klappen. In jedem Bein existieren jeweils etwa 150 Vv. perforantes, von denen folgende in der Venenchirurgie, insbesondere für die Entwicklung der chronisch-venösen Insuffizienz, eine besondere Rolle spielen.

  • Cockett-Venen - Dies sind 3-6 ventrale Perforanten, die am mediodistalen Unterschenkel die Vv. tibiales posteriores mit der V. arcuata cruris posterior verbinden, manchmal auch direkt mit der V. saphena magna. Sie sind in drei Gruppen angeordnet: die untere (neben dem Innenknöchel), mittlere (um die Tibia und die Muskulatur) und obere Cockett-Venen (um die proximale Tibia), wobei die mittleren und oberen am häufigsten zur Insuffizienz neigen.
  • Boyd-Perforante - Diese Perforansvene befindet sich circa zwei Hand breit unterhalb des Knies. Sie verbindet ventral die V. saphena magna mit den Vv. tibiales posteriores.
  • Hunter-Perforante - Im Bereich des Oberschenkels (Hunter-Kanal) vorkommende ventrale Verbindungsvene zwischen der V. saphena magna und der V. femoralis superficialis.
  • Dodd-Perforante - Etwas weiter proximal als die Hunter-Perforante vorkommende ventrale Verbindung ebenfalls zwischen der V. saphena magna oder ihren Seitenästen und der V. femoralis superficialis.
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Quellen anzeigen

Quellen:

  • J. Fanghänel, F. Pera, F. Anderhuber et al.: Waldeyer Anatomie des Menschen, 18. Auflage, Walter de Gruyter (2009), S. 1172
  • K. Huck: Kursbuch Doppler- und Duplexsonographie: nach den Richtlinien der DEGUM und der KBV, 2. Auflage, Georg Thieme Verlag (2005), S. 166-167
  • B. Paetz, B. Benzinger-König: Chirurgie für Pflegeberufe, 20. Auflage, Georg Thieme Verlag (2004), S. 444
  • G. Aumüller, G. Aust, A. Doll et al.: Duale Reihe Anatomie, 2. Auflage, Georg Thieme Verlag (2010), S. 337-338
  • E. Rabe, H. E. Gerlach: Praktische Phlebologie- Empfehlungen zur differenzierten Diagnostik und Therapie phlebologischer Krankheitsbilder, 2. Auflage, Georg Thieme Verlag (2006), S. 5-6
  • F. Largiadèr, H.-D. Saeger, M. Keel: Checkliste Chirurgie, 10. Auflage, Thieme (2012), S. 238-239

Autor:

  • Laura Jung
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