EN | DE | PT Kontakt Besser lernen Login Registrieren

Du willst mehr über das Thema Musculus hallucis brevis lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Erstelle heute dein kostenloses Konto und trete in die Fußstapfen von über 1.228.311 erfolgreichen Anatomielernern.

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Musculus hallucis brevis

Der Musculus hallucis brevis wird auch als Musculus extensor hallucis brevis bezeichnet (kurzer Großzehstrecker).

Er wird zu den kurzen Muskeln des Fußes gezählt und gehört dabei gemeinsam mit dem M. extensor digitorum brevis, aus dem sich der M. hallucis brevis abspaltet, zu den Muskeln des Fußrückens.

Er unterstützt die Dorsalextension der Großzehe.

Kurzfakten zum Musculus hallucis brevis
Ursprung Calcaneus, Retinaculum des M. extensorum inferius
Ansatz Grundphalanx der Großzehe
Innervation Nervus fibularis profundus
Funktion Dorsalextension der Großzehe

Videoempfehlung: Muskeln des Fußrückens
Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion der Muskeln des Fußrückens.

Verlauf und Versorgung

Die Fasern des M. hallucis brevis entspringen zusammen mit denen des M. extensor digitorum brevis an der dorsolateralen Seite des Calcaneus (Fersenbein) sowie lateral am Retinaculum des M. extensorum inferius.

Von dort aus ziehen die Fasern zur Phalanx proximalis (Grundphalanx) der Großzehe. Der M. hallucis brevis stellt damit gewissermaßen eine Abspaltung aus dem M. extensor digitorum brevis dar.

Die Blutversorgung erfolgt durch einen Ast der A. dorsalis pedis, die A. arcuata und die daraus entspringenden Aa. tarsales dorsales, metatarsales dorsales und digitales dorsales.

Das venöse Blut wird über den Arcus venosus dorsalis pedis und das Rete venosum dorsale pedis zunächst in die oberflächlichen Venen des Beins (Vv. saphena magna und parva) und von dort aus schließlich in die V. femoralis drainiert.

Innerviert wird der M. extensor digitorum brevis durch den N. fibularis profundus.

Funktion

Eine Kontraktion des M. hallucis brevis führt zur Dorsalextension der Großzehe im Art. metatarsophalangealis I (Grundgelenk). Er unterstützt damit den M. extensor hallucis longus.

Wenn du noch mehr über die Muskeln des Fußes und der Großzehe erfahren oder dein Wissen prüfen möchtest, ist das folgende Lernmaterial ideal für dich!

Klinik

Eine pathologische Dorsalextension der Großzehe lässt sich bei Schädigung der Pyramidenbahn beobachten. Beim sogenannten Babinski-Reflex wird die laterale Fußsohle kräftig mit einem spitzen Gegenstand bestrichen. Als Reaktion darauf erfolgt bei Vorliegen einer Pyramidenbahnläsion eine Dorsalextension der Großzehe, während die Zehen II-V plantarflektiert und gespreizt werden.

Gleiches lässt sich bei dem Oppenheimer-Zeichen (Bestreichen der Tibiakante) und dem Gordon-Zeichen (Druck auf die Wadenmuskulatur) triggern. Babinski-, Oppenheimer- und Gordon-Zeichen werden als Pyramidenbahnzeichen zusammengefasst und als pathologische Reflexe bezeichnet. Bei Neugeborenen ist dieses Phänomen jedoch als physiologisch anzusehen. 

Klinische Zeichen sind Bewegungsstörungen sowie spastische Paresen der Extremitäten. Mögliche Schädigungsursachen der Pyramidenbahn sind Schlaganfälle (Bsp. Weber-Syndrom bei Hirnstamminfarkt) oder Läsionen in den entsprechenden Zonen des Rückenmarks sowie degenerative Erkrankungen wie die spastische Spinalparalyse und ALS (amyotrophe Lateralsklerose).

Diagnostisch folgt nach Anamnese und klinischer Untersuchung in den meisten Fällen eine Bildgebung (MRT).

Du willst mehr über das Thema Musculus hallucis brevis lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Erstelle heute dein kostenloses Konto und trete in die Fußstapfen von über 1.228.311 erfolgreichen Anatomielernern.

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag, S. 409 ff.
  • Drenckhahn, D., Waschke, J. (2014). Taschenbuch Anatomie (2. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag, S. 92 ff.
  • Benninghoff, A., Drenckhahn, D. (2003). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 1 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag, S. 394 ff.
  • Masuhr, K., Masuhr, F., Neumann, M. (2013). Duale Reihe Neurologie (7. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag, S. 69 f., 220, 383 ff.

Text, Review & Layout:

  • Katrin Repkow
  • Dr. med. Charlotte Barthe
  • Nicole Gonzalez
© Sofern nicht anders angegeben, sind alle Inhalte, inklusive der Illustrationen, ausschließliches Eigentum der kenHub GmbH. Sie sind durch deutsches und internationales Urheberrecht geschützt. Alle Rechte vorbehalten.

Relevante Grafiken und Bilder

Lerne weiter

Weitere Artikel lesen

Zeige 18 weitere Artikel

Videos anschauen

Zeige 7 weitere Videos

Quiz starten

Atlas durchstöbern

Gut gemacht!

Jetzt registrieren und gratis Anatomie-Lernguide eBook erhalten!