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Musculus obliquus externus abdominis

Der Musculus obliquus externus abdominis (äußerer schräger Bauchmuskel) wird zu den lateralen Bauchmuskeln gezählt.

Er befindet sich ventral des M. transversus abdominis (querer Bauchmuskel) und des M. obliquus internus abdominis (innerer schräger Bauchmuskel) und dorsal des M. rectus abdominis (gerader Bauchmuskel).

In diesem Artikel erfährst du mehr über seine Anatomie, die Funktion und klinische Aspekte.

Kurzfakten zum Musculus obliquus externus abdominis
Ursprung 5.-12. Rippe
Ansatz Crista iliaca, Ligamentum inguinale, Rektusscheide, Linea alba
Innervation Nn. intercostales, N. subcostalis
Funktion

- Rumpfneigung, -drehung und -beugung

- Unterstützung der Expiration

- Beteiligt an Bildung von Muskel-Sehnen-Platte und Rektusscheide

- ventrale Begrenzung des Canalis inguinalis

Verlauf und Versorgung

Die Fasern des M. obliquus externus abdominis entspringen an den ventralen Seiten der 5.-12. Rippe in Form von 7-8 „Muskelzacken“.

Von dort aus verläuft er nach medial und kaudal, wobei seine Fasern im 90° Winkel zu denen des M. obliquus internus abdominis verlaufen, und setzt schließlich an mehreren Stellen an:

  • am Labium externum der Crista iliaca des Os ilium
  • am Ligamentum inguinale (Leistenband)
  • am vorderen Blatt der Rektusscheide (Vagina musculi recti) 
  • an der Linea alba, die den M. rectus abdominis in vertikaler Richtung mittig untergliedert.

Die Blutversorgung erfolgt ventral durch die Vasa epigastrica inferior und superior sowie lateral durch die Vasa intercostales posteriores, subcostalis, lumbales 1-4 sowie die Vasa circumflexae ilium profunda

Innerviert wird der M. obliquus externus abdominis durch die kaudalen Nn. intercostales (Th 5-11) und den N. subcostalis (Th 12).

Funktion 

Die Funktionen des M. obliquus externus abdominis überschneiden sich mit denen des M. obliquus internus abdominis und ergänzen sich gegenseitig. 

Eine einseitige Kontraktion des M. obliquus externus führt zu

  • einer Seitneigung des Rumpfes zur ipsilateralen Seite, wenn gleichzeitig der ipsilaterale M. obliquus internus abdominis kontrahiert wird,
  • einer Rumpfdrehung zur ipsilateralen Seite, wenn gleichzeitig der M. obliquus internus abdominis der Gegenseite kontrahiert wird.

Eine beidseitige Kontraktion des M. obliquus externus abdominis (ebenso wie bei der beidseitigen Kontraktion des M. obliquus internus abdominis) führt zu einer Vorbeugung des Rumpfes. Außerdem wird die Exspiration unterstützt. 

Des Weiteren bildet er mit den übrigen Bauchmuskeln eine Muskel-Sehnen-Platte, die die Rippen mit den Beckenknochen verbinden und somit das Abdomen nach ventral begrenzen. Durch das Zusammenwirken aller Bauchmuskeln kann die Bauchdecke gespannt werden und der intraabdominelle Druck gesteigert werden (Bauchpresse), was auch für Miktion und Defäkation relevant ist.

Außerdem ist die Faszie des M. obliquus externus abdominis an der Bildung der Rektusscheide beteiligt. Sie bildet gemeinsam mit der Faszie des M. obliquus internus das vordere Blatt der Rektusscheide.

Zudem bildet die Aponeurose des M. obliquus externus abdominis die ventrale Begrenzung (Vorderwand) des Canalis inguinalis (Leistenkanal), genauer dessen äußere Öffnung (Anulus inguinalis superficialis).

Klinik

Läsionen des M. obliquus externus abdominis sind selten. Durch übermäßige Rotation des Rumpfes, wie sie bei Sportlern im Baseball, Football oder Cricket vorkommen kann, kann es zu einer Überdehnung an den Muskelursprüngen und Ansatzstellen kommen. Ein typisches Symptom sind Schmerzen. Diagnostisch kann Bildgebung mittels Ultraschall oder MRT erfolgen, therapeutisch ist eine Rehabilitation mittels Dehnung und langsamem Kraftaufbau möglich.

Auf die Unterkante des M. obliquus externus projiziert auf der rechten Seite zwischen Nabel und Spina iliaca anterior superior außerdem der McBurney-Punkt, der im Rahmen von einer Appendizitis schmerzhaft ist.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Drenckhahn, D., Waschke, J. (2014). Taschenbuch Anatomie (2. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Benninghoff, A., Drenckhahn, D. (2003). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 1 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Murphy, M., Stockden, M., Breidahl, B. (2016). Acute tearing of the oblique abdominal wall insertion onto the iliac crest in an Australian Football Player: A case report. International Journal of Sports Physical Therapy, 11(7), 1125-1134.

Text, Review & Layout:

  • Katrin Repkow
  • Dr. med. Charlotte Barthe
  • Nicole Gonzalez
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