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Nodi lymphoidei inguinales

Die Lnn. inguinales (Leistenlymphknoten) umfassen 4-25 Lnn. inguinales superficiales (oberflächliche Leistenlymphknoten) und 1-3 Lnn. inguinales profundi (tiefe Leistenlymphknoten).

Sie dienen der Lymphdrainage der unteren Extremitäten sowie der unteren Bauchwand, des unteren Rückens, der äußeren Genitalien, des Damms und des Analkanals.

Wie alle Lymphknoten, werden sie zu den sekundären lymphatischen Organen gezählt.

Anatomie

Die Lnn. inguinales superficiales befinden sich kaudal des Lig. inguinale (Leistenband) im Trigonum femorale (Schenkeldreieck) auf der Fascia lata. Dort können superiore oder horizontale Lymphknoten, die parallel zum Lig. inguinalis verlaufen von inferioren oder vertikalen Lymphknoten, die sich beidseits lateral der V. saphena magna befinden, unterschieden werden.

Die superioren Lnn. inguinales superficiales werden weiterhin in Lnn. superolaterales und Lnn. superomediales, die inferioren Lnn. inguinales superficiales in Lnn. inferiorlaterales und Lnn. inferiomediales unterteilt. Die superioren oberflächlichen Leistenlymphknoten erhalten Zufluss aus den epifaszialen (oberflächlichen) Schichten der Beine, der Wand des Unterbauchs, dem unteren Rücken und der Genitalregion und drainieren schließlich zu den Lnn. inguinales profundi.

Diese befinden sich in der Fossa iliopectinea unterhalb der Oberschenkelfaszie. Sie drainieren die Lymphflüssigkeit der subfaszialen (tiefen) Schichten des Beins sowie der Lnn. inguinales superficiales und leiten diese im Anschluss an die Lnn. iliaci externi (äußere Beckenlymphknoten) weiter. Von dort wird die Lymphe über Lymphgänge schließlich dem venösen System zugeführt. 

Der sogenannte Rosenmüller-Lymphknoten oder Ln. lacunarius intermedius, ist ein tiefer Leistenlymphknoten unterhalb des Leistenbandes in der Lacuna vasorum der aufgrund seiner Größe gut tastbar sein kann.

Rosenmüller-Lymphknoten - Ansicht von anterior

Zufluss

Die Lnn. inguinales superficiales drainieren die Lymphe der Haut des Beines entlang der V. saphena magna. Ausgenommen davon ist die Haut der Wade und des lateralen Fußrandes.

Des Weiteren fließt auch die Lymphe der unteren Quadranten der Bauchwand, des unteren Rückens sowie der Gesäß- und der Genitalregion mit Damm, Analkanal und den äußeren Genitalien, also Vagina, Penis und Skrotum, in die oberflächlichen Leistenlymphknoten. Bei Frauen wird außerdem die Lymphe des Fundus uteri, die über das Lig. teres uteri geleitet wird, in die Lnn. inguinales superficiales abgeleitet. 

Von hier fließt die Lymphflüssigkeit schließlich in die Lnn. inguinales profundi, welche zudem Zufluss über die Lnn. poplitei profundi aus den subfaszialen Lymphknoten des Beines erhalten. Von den tiefen inguinalen Lymphknoten aus wird die Lymphe weiter zu den Lnn. iliaci externi und schließlich über die Lnn. lumbales und den Ductus thoracicus in den linken Venenwinkel (Angulus venosus), den Zusammenfluss zwischen V. jugularis interna und V. subclavia, geleitet.

Klinik

Mit den Lnn. inguinales sind verschiedene Pathologien assoziiert. Karzinome des Uterus (selten, aber dann über das Lig. teres uteri) und des Penis können in die Lnn. inguinales metastasieren, Lymphmetastasen von Hodenkarzinomen finden sich aufgrund des Descensus testis retroperitoneal und üblicherweise nicht inguinal. Diese Möglichkeit der Metastasierung muss bei der Therapie berücksichtigt werden.

Auch genitale Infektionen wie Syphilis oder Herpes genitalis sowie generalisierte Infektionen wie beispielsweise eine Mononukleose oder HIV können sich in einer inguinalen Lymphadenopathie äußern.

Weiterhin kann es durch Abflussbehinderungen an den Leistenlymphgefäßen beispielsweise bei Obstruktion durch Tumoren zu Ödemen der äußeren Genitalien, insbesondere des Skrotum, der Labien oder des gesamten Beins kommen. Unterscheiden lassen sich diese durch einen Lymphstau verursachten Ödeme von solchen, die beispielsweise im Rahmen einer Herzinsuffizienz auftreten, durch ihr Verteilungsmuster.

Kardiale Ödeme treten typischerweise beidseitig auf und sparen den Bereich der Zehen aus. Lymphödeme, die die Zehen mit betreffen (Kastenzehen), lassen sich mit Untersuchung des Stemmer-Zeichens diagnostizieren. Die Hautfalte über den Zehen lässt sich dabei nicht abheben. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal kann durch mit dem Finger auf das Ödem ausgeübten Druck hervorgerufen werden. Bei kardialen Ödemen bleibt eine meist sicht- und praktisch immer tastbare Delle zurück, während dieses Symptom beim Lymphödem fehlt.

Zur Entlastung von Lymphödemen kann eine Lymphdrainage - manuell, durch Sport oder Kompressionsstrümpfe - erfolgen.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Drenckhahn, D., Waschke, J. (2014). Taschenbuch Anatomie (2. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Benninghoff, A., Drenckhahn, D. (2004). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 2 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Schünke, M., Schulte, E., Schumacher, U., et al. (2015). Prometheus - Innere Organe (4. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Schünke, M., Schulte, E., Schumacher, U., et al. (2011). Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem – Prometheus (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Füeßl, H., Middeke, M. (2014). Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung (5. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.

Text, Review & Layout:

  • Katrin Repkow
  • Dr. med. Charlotte Barthe
  • Nicole Gonzalez

Illustration:

  • Rosenmüller-Lymphknoten - Ansicht von anterior - Irina Münstermann
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