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Plexus pterygoideus

Bei dem Plexus pterygoideus (Flügelgeflecht) handelt es sich um einen Venengeflecht, das das venöse Blut des Kieferbereichs drainiert.

Er liegt hinter dem Ramus mandibulae (aufsteigender Unterkieferast) und hat sowohl Anschluss an die V. retromandibularis (Hinterunterkiefervene), als auch an die V. facialis (Gesichtsvene) sowie den Sinus cavernosus des Gehirns.

Verlauf

Der Plexus pterygoideus bildet ein Geflecht um die A. maxillaris (Oberkieferarterie) und befindet sich in der Fossa infratemporalis (Unterschläfengrube), wo er oberhalb des M. pterygoideus medialis und unterhalb des M. pterygoideus lateralis, des M. temporalis (Schläfenmuskel) und des Arcus zygomaticus (Jochbogen) sowie des Ramus mandibulae liegt.

Venöse Zuflüsse erhält er von tiefliegenden Gefäßen aus dem Versorgungsgebiet der A. maxillaris. Er erhält somit venöses Blut aus dem Ober- und Unterkiefer, eingeschlossen aller Zähne, der Kaumuskulatur, den Nasenhöhlen, dem Gaumen, dem Mittelohr sowie der Dura mater (harte Hirnhaut).

Genauer gesagt handelt es sich dabei um Äste aus dem Versorgungsgebiet der Pars mandibularis der A. maxillaris. Dieser Teil umfasst die V. alveolaris inferior und die V. meningea media. Weiterhin handelt es sich um Äste aus dem Versorgungsgebiet der Pars pterygoidea der A. maxillaris, die V. masseterica, die Rr. pterygoidei sowie die Vv. temporales profundae. Aus dem Gebiet der Pars pterygopalatina schließlich die V. alveolaris superior posterior, die V. infraorbitalis, die V. palatina descendens und die V. sphenopalatina.

Die weitere Drainage des hier gesammelten Blutes kann über drei Wege erfolgen. Entweder über die Vv. maxillares in die V. retromandibularis, über die V. profunda faciei (tiefe Gesichtsvene) in die V. facialis (Gesichtsvene) oder über den Plexus foraminis ovalis und die V. ophthalmica inferior (untere Augenvene) in den Sinus cavernosus.

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Die Maxillararterie und ihre Äste.

Dem Plexus pterygoideus kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, da über ihn oberflächliche Kopfvenen Anschluss an Venen der tiefen seitlichen Gesichtsregionen finden. Damit einher geht der Anschluss an die Venen der Orbita (Augenhöhle) und über Verbindungsvenen auch der Anschluss an die Sinus durae matris (venöse Blutleiter der harten Hirnhaut).

Klinik

Wie auch bei anderen Venen des Schädels und der Gesichtshaut besteht ein Risiko der Keimverschleppung über Verbindungen zwischen oberflächlichen und tiefen Venen. So kann es beispielsweise passieren, dass Keime im Rahmen von Gesichtshautentzündungen wie Oberlippen- oder Nasenfurunkeln oder Entzündungen des Mittelohres über venöse Verbindungen Anschluss an die Hirnhäute sowie die venösen Sinus des Gehirns bekommen.

Das kann sich in Form von bakteriellen Meningitiden oder bakteriell bedingten Sinusvenenthrombosen mit Kopfschmerzen und Hirndruckzeichen sowie mit Herdsymptomen, Sepsis und zerebralen Blutungen manifestieren. Ein Beispiel dafür sind Keimübertragungen aus den Venen der Tonsilla palatina (Zungenmandeln) über die Rr. tonsillae palatinae in den Plexus pterygoideus oder über die V. ophthalmica inferior weiter in den Sinus cavernosus.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. S. 973-977, 1034-1037
  • Schünke, M., Schulte, E., Schumacher, U., et al. (2007). Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem – Prometheus (2. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag. S. 100-109
  • Arasteh, K., Baenkler, H.-W., Bieber, C., et al. (2013). Duale Reihe Innere Medizin, 3. Auflage, Stuttgart: Georg Thieme Verlag. S.319
  • Drenckhahn, D., Waschke, J. (2014). Taschenbuch Anatomie (2. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag. S. 192-196

Text, Review, Layout:

  • Katrin Repkow
  • Dr. med. Charlotte Barthe
  • Marie Hohensee
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