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Plexus pulmonalis

Der Plexus pulmonalis ist ein Nervenfasergeflecht, das aus sympathischen und parasympathischen Fasern besteht. Es dient zur sensiblen und viszeromotorischen Innervation der unteren Atemwege und der Lunge.

Ramus bronchialis nervi vagi (Bronchialnerv)

Kurzfakten
Aufbau

Parasympathische Fasern

Sympathische Nervenfasern

Sensible Fasern aus thorakalen Spinalganglien

Funktion

Sensible, somato- und viszeroafferente Innervation der Lunge

Viszeromotorische Versorgung der Lunge

Klinik Refluxbeschwerden mit folgender Bronchienverengung

Aufbau

Der Plexus pulmonalis wird aus Fasern des Parasympathikus, des Sympathikus sowie aus sensiblen Fasern der thorakalen Spinalganglien gebildet.

Die parasympathischen Fasern des Plexus verlaufen mit Ästen des N. vagus, dem zehnten Hirnnerven und zweigen auf Höhe des Lungenhilus als Rami bronchiales von diesem ab. Die sensiblen, afferenten Fasern ziehen mit dem N. vagus über das Ganglion superius und inferius nervus vagi und den Ncl. solitarius in das Atemzentrum in der Medulla oblongata. Die viszeromotorischen, efferenten parasympathischen Fasern entspringen im Ncl. ambiguus und ziehen von dort aus mit dem N. vagus zum Plexus pulmonalis.

Die sympathischen Nervenfasern des Plexus pulmonalis, die als Rami pulmonales bezeichnet werden, entspringen aus dem oberen thorakalen Grenzstrang sowie aus dem Ganglion cervicothoracicum (Ganglion stellatum) und ziehen von dort aus zu den Hauptbronchien, wo sie gemeinsam mit den parasympathischen Rr. pulmonales und sensiblen Fasern aus den thorakalen Spinalganglien ein Nervengeflecht, den Plexus pulmonalis, ausbilden.

Dieser liegt dorsal an den Hauptbronchien und ventral der Bronchien der Lunge und zieht von dort aus entlang der Lungengefäße weiter in die Peripherie der Lunge. Eingelagert in den Plexus pulmonalis finden sich kleine parasympathische Ganglien. Diese Ganglien befinden sich in großer Zahl am Hauptbronchus und dem Lungenhilus, mit weiterer Verzweigung der Atemwege nimmt ihre Zahl rapide ab.

Es besteht Kontakt zwischen dem Plexus pulmonalis und dem Plexus cardiacus, einem Nervenfasergeflecht aus sympathischen und parasympathischen Fasern, das das Herz versorgt.

Funktion

Unterschieden werden afferente Fasern zur sensiblen und allgemein somato- und viszeroafferenten (Hirnnerven-Afferenzen) Innervation der Lunge von efferenten Fasern zur viszeromotorischen Versorgung der Lunge. 

Afferente Fasern

Die afferenten Fasern sind zum Großteil parasympathisch und erreichen über die Ganglien superius und inferius nervus vagi den Ncl. solitarius und das Atemzentrum in der Medulla oblongata. Weitere afferente Fasern ziehen vom Plexus pulmonalis zu den thorakalen Spinalganglien, Zufluss erhält der Plexus zudem aus dem Grenzstrang, genauer aus dem Ggl. stellatum und dem 1. - 4. Brustganglion. 

Afferente Fasern
Dehnungssensoren Befinden sich in der Atemwegsmuskulatur, die der Regulation von In- und Expiration dient und verhindern eine Überdehnung
Irritanzien-sensoren Lösen bei Kontakt mit schädlichen Gasen oder mechanischen Reizen über polysynaptische Reflexe und folglich Husten aus
Sensoren von C-Fasern

Dazu zählen auch Nozisensoren

Ein Teil von ihnen besitzt eine Besonderheit: bei Reizung über die Sekretion von Calcitonin-Gene related Peptide (CGRP), Substanz P und Neurokinin kommt es zu einer neurogenen Entzündung mit Verengung der Bronchien, Erhöhung der Sekretion und Schleimhautschwellung

Efferente Fasern

Die efferenten Fasern der Plexus pulmonalis sind ebenfalls größtenteils parasympathisch. Sie entspringen aus dem Ncl. ambiguus und ziehen von dort aus gemeinsam mit dem N. vagus zur Lunge. Sie innervieren

  • die glatte Muskulatur der Trachea, der Bronchien und der Bronchioli,
  • Drüsen, sowie
  • sekretorische Epithelzellen.

Eine Aktivierung der parasympathischen Fasern führt zu einer Verengung der Bronchien und somit zu einer Verkleinerung des Totraumvolumens, des Anteils der Lunge, in dem kein Gasaustausch stattfinden kann. Zusätzlich kommt es zu einer Steigerung des Sekretion. 

Dem entgegen wirken die viszeromotorischen sympathischen Nervenfasern, die über ß2-Rezeptoren zu einer Erweiterung der Bronchien und somit zu einer Reduzierung des Atemwiderstands bei gleichzeitiger Erhöhung des Totraumvolumens führen. Auf diese Weise steigt die notwendige Atemarbeit bei verbesserter Ventilation der Alveolen. Des Weiteren führen die sympathischen Rr. pulmonales zu einer Vasokonstriktion der Lungengefäße.

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Klinik

Über eine Verschaltung im Hirnstamm können afferente Fasern aus dem Ösophagus auf viszeromotorische parasympathische Fasern des Truncus pulmonalis umgeschalten werden. Auf diese Weise können Refluxbeschwerden zu einer Verengung der Bronchien führen. Dies erklärt auch die Entstehung von chronischem Husten bei Refluxösophagitis und die Verschlimmerung der Symptome bei zusätzlichem Vorliegen von Asthma bronchiale oder chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen bei Refluxbeschwerden.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Benninghoff, A., Drenckhahn, D. (2003). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 1 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Arastéh, K., Baenkler, H.-W., Bieber, C., et al. (2013). Duale Reihe Innere Medizin. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.

Text, Review & Layout:

  • Katrin Repkow
  • Andreas Rheinländer
  • Nicole Gonzalez
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