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Musculus flexor digitorum profundus

Der Musculus flexor digitorum profundus (tiefer Handbeuger) befindet sich am ventralen Unterarm und wird vollständig vom Musculus flexor digitorum superficialis überdeckt. Er bewirkt eine Flexion in mehreren Gelenken.
 

Verlauf und Versorgung

Der Musculus flexor digitorum profundus ist neben den Mm. flexor pollicis longus und pronator quadratus Teil des tiefen Flexorenkompartiments des Unterarms.

Er entspringt von den proximalen zwei Dritteln der Membrana interossea antebrachii und der ventralen Kante der Ulna.

Musculus flexor digitorum profundus - anterior

Die vier Sehnen des Musculus flexor digitorum profundus laufen distal im Karpaltunnel und somit unter dem Retinaculum musculorum flexorum hindurch. Vor ihrem Ansatz treten die Sehnen durch das Chiasma tendineum hindurch, welches die Aufspaltung der Sehnen des Musculus flexor digitorum superficialis auf Höhe der Mittelphalangen darstellt.

Die Sehnen setzen dann an der palmaren Seite der Endphalangen II-V an. Von den Endstücken der Sehnen entspringen die Mm. lumbricales.

Die Blutversorgung kann sowohl aus der A. ulnaris als auch der A. radialis stammen.

Bezüglich der Innervation dieses Muskels existiert eine spezielle, gern in Prüfungen abgefragte Eigenheit: Der ulnare Teil mit den Sehnen für den vierten und fünften Finger wird über den N. ulnaris, der radiale Teil mit den Sehnen für die Finger zwei und drei wird über den N. medianus (N. interosseus anterior) versorgt.

Musculus flexor digitorum profundus - axial

Funktion

Der Musculus flexor digitorum profundus bewirkt eine Flexion im Handgelenk, den Metakarpophalangealgelenken und den proximalen und distalen Interphalangealgelenken.

Die Flexion in den distalen Interphalangealgelenken erfolgt fast ausschließlich durch die Sehnen des Musculus flexor digitorum profundus. Die Wirkung auf das proximale Interphalangealgelenk und das Metakarpophalangealgelenk ist schwächer.

Klinik

Das Stratum fibrosum der Sehnenscheiden der Mm. flexor digitorum superficialis und profundus wird durch Ringbänder (Ligg. annularia) und Kreuzbänder (Ligg. obliqua) verstärkt. Wichtige Funktion dieser Bänder ist die Fixierung der Sehnen am Periost, vor allen Dingen bei Flexion.

Bei Klettersportarten kann es beim Halten schwieriger Griffe mit plötzlicher Belastung zum Einriss eines oder mehrerer Ringbänder kommen. Diese Verletzung ist eine der häufigsten beim Klettern und wird typischerweise von einem lauten Knall begleitet, den auch umstehende Personen hören können.

Die klinische Symptomatik ist mit Schmerzen und Schwellung sehr uncharakteristisch. Charakteristisch ist das sogenannte Bowstring-Phänomen bei Flexion des betroffenen Fingers, bei dem sich die lose Sehne der Flexorenmuskeln hervorwölbt.

Therapeutisch unterscheidet man je nach Gradeinteilung zwischen konservativer Therapie (Ruhigstellung und frühfunktionelle Behandlung) und der operativen Fixierung der Sehne.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • F. Paulsen, J. Waschke: Sobotta: Allgemeine Anatomie und Bewegungsapparat, 23. Auflage, Elsevier (2010): S. 179, 189, 192, 290
  • C. Hacking, H. Kniepe: Flexor digitorum profundus. Radiopaedia.org, https://radiopaedia.org/articles/flexor-digitorum-profundus-1 (abgerufen am 19.03.2018)
  • M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher et al.: Prometheus. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem, 4. Auflage, Georg Thieme Verlag (2014), S. 314, 322, 329
  • V. Schöffl, T. Hochholzer, H.-P. Winkelmann et al.: Differentialdiagnose von Fingerschmerzen bei Sportkletterern. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (2003), S. 38-42

Text, Review, Layout:

  • Tobias Schreiber
  • Dr. med. Charlotte Barthe
  • Marie Hohensee

Illustration:

  • Musculus flexor digitorum profundus - anterior - Yousun Koh
  • Musculus flexor digitorum profundus - axial - National Library of Medicine

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