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Musculus infraspinatus

Inhalt

Einführung

Der Musculus infraspinatus (Untergrätenmuskel) ist ein dreieckiger Muskel und gehört zur Schultermuskulatur. Er bedeckt fast die gesamte dorsale Seite der Scapula und ist damit nach dem M. subscapularis der größte Muskel der Rotatorenmanschette. Diese stützt das Schultergelenk und erlaubt seine hohe Beweglichkeit.

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Verlauf und VersorgungM. infraspinatus / Untergrätenmuske (Ansicht von dorsal)

Der M. infraspinatus befindet sich unterhalb der Spina scapulae. Sein Ursprung liegt flächig in der Fossa infraspinata sowie an der Fascia infraspinata, die ihn vollständig bedeckt. Zudem entspringen seine Muskelfasern vom Unterrand der Spina scapulae selbst. Von dort zieht er horizontal zur lateralen Seite des Caput humeri und setzt am Tuberculum majus humeri an. Im Bereich des Collum scapulae verlaufen der Nervus suprascapularis sowie die Vasa suprascapularia quer unter ihm hindurch.

Zusätzlich ist seine Endsehne mit der Schultergelenkkapsel verwachsen. Ein Schleimbeutel zwischen der Sehne und der Kapsel (Bursa subtendinea musculi infraspinati) dient dabei als Polster für das Gelenk.

Nach dorsal ist der M. infraspinatus komplett durch den M. trapezius verdeckt und nach lateral teilweise vom M. deltoideus. Der untere Anteil des Muskels steht in direkter Nachbarschaft zum M. teres minor und ist häufig mit ihm sogar verbunden. Wie der M. supraspinatus wird auch der M. infraspinatus durch den N. suprascapularis innerviert, einem Ast des Plexus brachialis.

Funktion

Die Hauptfunktion des M. infraspinatus liegt in der Außenrotation des Oberarmes. Daneben ist der obere Anteil gemeinsam mit dem M. deltoideus und dem M. supraspinatus für die Abduktion bei eleviertem Arm verantwortlich. Der untere Anteil unterstützt die Adduktion und verhindert so eine Einklemmung der Gelenkkapsel.

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Quellen:

  • P. Reuter: Springer Lexikon Medizin, Springer-Verlag (2004), S.1407, 1488
  • N. Ulfig: Bewegungsapparat- Lehrbuch der allgemeinen und speziellen Anatomie des Bewegungsapparates und Systematik der Leitungsbahnen, Karger (2002), S. 56-57
  • A. Hüter-Becker, M. Dölken: Physiotherapie in der Orthopädie, 3. Auflage,  Georg Thieme Verlag (2015), S. 243-244
  • C. Thomas: Spezielle Pathologie, Schattauer Verlagsgesellschaft (1996), S. 591
  • K. Buckup, J. Buckup: Klinische Tests an Knochen, Gelenken und Muskeln, Georg Thieme Verlag (2012), 5. Auflage, S. 115
  • S. D. Waldman: Physical Diagnosis of Pain - An Atlas of Signs and Symptoms, Elsevier (2016), 3. Auflage, S. 101

Autor: Nicole Gonzalez

Illustration: Y. Koh

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