EN | DE | PT Kontakt Besser lernen Login Registrieren

Du willst mehr über das Thema Vena iliaca interna lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Trainings, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Erstelle heute dein kostenloses Konto und trete in die Fußstapfen von über 852.397 erfolgreichen Anatomielernern.

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Vena iliaca interna

Die Vena iliaca interna (innere Darmbeinvene) ist der innere Ast der proximal aus der V. iliaca externa (äußere Darmbeinvene) und V. iliaca interna entstehenden V. iliaca communis (gemeinsame Darmbeinvene). Sie drainiert das Blut der Beckenorgane und der Beckenwände.

Verlauf

Vena iliaca interna / innere Darmbeinvene - ventral

Die V. iliaca interna entsteht an der seitlichen knöchernen Wand des kleinen Beckens, wobei sie Zufluss von venösen Gefäßen der Hüfte, der Beckenwand und der Beckenorgane erhält.

Zu diesen Beckenorganen zählen

  • die Harnblase (Vesica urinaria),
  • die Harnröhre (Urethra),
  • der Mastdarm (Rectum)
  • und Teile der inneren Geschlechtsorgane des Mannes und der Frau.

Die V. iliaca interna verläuft dorsal der A. iliaca interna entlang der Vorderseite der Articulatio sacroiliaca.

Vena iliaca communis / gemeinsame Darmbeinvene - ventral

Zu den parietalen Zuflüssen, die das Blut der Becken- und Teilen der Oberschenkelmuskulatur drainieren, gehören

  • die V. iliolumbalis (eine alternative, direkte Einmündung in die V. iliaca communis ist möglich),
  • die Vv. sacrales laterales,
  • die Vv. gluteales superiores und inferiores
  • und die Vv. obturatoriae.

Des Weiteren erhält die V. iliaca interna venösen Zufluss von den Beckenorganen, deren Blut durch Venengeflechte abgeleitet wird. Diese Venengeflechte verlaufen zwar nicht komplett parallel zu den entsprechenden Arterien der A. iliaca interna, drainieren jedoch deren gesamtes Versorgungsgebiet vollständig.

Hierzu zählt man die Plexus venosus sacralis, rectalis, vesicalis und beim Mann zusätzlich den Plexus venosus prostaticus. Bei der Frau kommen die Plexus venosus uterinus und vaginalis hinzu.

Vena iliaca interna / innere Darmbeinvene - dorsal

Die Äste dieser Plexus anastomosieren an verschiedenen Stellen miteinander. Ihr Abfluss in die V. iliaca interna erfolgt über Verbindungsvenen, zu denen die Vv. vesicales, die Vv. rectales mediae, welche in die Vv. gluteales inferiores münden, und die Vv. uterinae bei der Frau zählen. Weiterer Zufluss stammt aus den Vv. pudendae internae (innere Schamarterien), die das Blut des unteren Rektums, der Urethra sowie des Damms, der äußeren Genitalien und der Schwellkörper zuerst in die Vv. gluteales inferiores und dann in die V. iliaca interna drainieren.

Die Vereinigung mit der V. iliaca externa (äußere Darmbeinvene)  zur V. iliaca communis erfolgt etwa auf Höhe der Iliosakralgelenke.

Die V. iliaca communis beider Seiten fließen dann zur V. cava inferior (untere Hohlvene) zusammen.

Eine Besonderheit stellt der venöse Abfluss des Dammes und der äußeren Genitalien dar. Denn während die arterielle Versorgung ausschließlich über die A. pudenda interna, einen viszeralen Ast der A. iliaca interna, erfolgt, gibt es zwei venöse Abflussmöglichkeiten.

Das venöse Blut des Dammes, der Vv. dorsales superficiales penis des Mannes und der Vv. clitoridis der Frau fließen entweder über die Vv. pudendae externae (äußere Schamvenen) im Hiatus saphenus in den Venenstern und von dort aus weiter über die V. femoralis in die V. iliaca externa oder alternativ über die Vv. pudendae interna in die V. iliaca interna ab. 

Klinik

Im Verlauf der Schwangerschaft nimmt die Größe des Uterus durch Wachstum des Kindes zu. Damit einhergehend kann der venöse Rückfluss der Beckenorgane behindert werden, was zu Blutrückstau und erhöhtem Druck in den ableitenden Venen führt. Eine weitere physiologische Anpassung des mütterlichen Körpers besteht im Längenwachstum der Vagina und einer verbesserten vaginalen Durchblutung. Die Kombination aus erschwerter venöser Drainage und vermehrtem Blutzufluss kann zur Entstehung von vaginalen Krampfadern (Vaginalvarizen) führen. Diese können während der Geburt rupturieren und zu schweren Blutungen führen. 

Eine weitere relevante Pathologie, die allerdings nur Männer betrifft, ist das Prostatakarzinom, das in vielen Fällen in die Wirbelsäule metastasiert. Grundlage dafür bildet die Verbindung zwischen dem Plexus venosus prostaticus und dem Batson Plexus, einem klappenlosen Venenplexus, der die Wirbelsäule drainiert. Durch eine Druckerhöhung im Gefäßsystem, kann es zur Flussumkehr und darüber beispielsweise zur Verschleppung von Tumorzellen von der Prostata in die Wirbelsäule kommen. Neben dieser, für den Beckenbereich relevanten Verbindung, gibt es noch weitere venöse Plexus, die mit dem Batson-Plexus in Verbindung stehen und über denselben Mechanismus zur Verschleppung von Tumorzellen in die Wirbelsäule führen können. Wirbelkörpermetastasen können sich durch Rückenschmerzen manifestieren.

Du willst mehr über das Thema Vena iliaca interna lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Trainings, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Erstelle heute dein kostenloses Konto und trete in die Fußstapfen von über 852.397 erfolgreichen Anatomielernern.

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Quellen anzeigen

Autor: Katrin Repkow

Review: Dr. med. Charlotte Barthe

Illustratoren:

  • Begoña Rodriguez: Lokalisierung der Vena iliaca interna / innere Darmbeinvene - ventral
  • Hannah Ely: Vena iliaca interna / innere Darmbeinvene - ventral
  • Hannah Ely: Vena iliaca communis / gemeinsame Darmbeinvene - ventral
  • Begoña Rodriguez: Vena iliaca interna / innere Darmbeinvene - dorsal

Quellen:

  • G. Aumüller, G. Aust, J. Engele et al.: Duale Reihe Anatomie, 3. Auflage, Georg Thieme Verlag KG (2014), S. 341, 879-881
  • D. Drenckhahn:  Anatomie – Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie Band 2, 16. Auflage, Urban & Fischer Verlag (2004), S. 137, 138
  • M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher: Prometheus Lernaltas der Anatomie – Innere Organe, 4. Auflage, Georg Thieme Verlag (2015), S. 344-350
  • T. Weyerstahl, M. Stauber: Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe, 4. Auflage, Georg Thieme Verlag (2013), S.451
  • H. Fritsch, W. Kühnel: Taschenatlas Anatomie: Taschenatlas Anatomie - Band 2: Innere Organe, 11. Auflage, Georg Thieme Verlag (2013), S. 74-76
© Sofern nicht anders angegeben, sind alle Inhalte, inklusive der Illustrationen, ausschließliches Eigentum der kenHub GmbH. Sie sind durch deutsches und internationales Urheberrecht geschützt. Alle Rechte vorbehalten.

Relevante Atlasbilder

Blutgefäße des männlichen Beckens

Blutgefäße des weiblichen Beckens

Nerven / Blutgefäße von Hüfte und Oberschenkel

Deine nächsten Lernetappen

Artikel (Du bist hier)
Andere Artikel
Gut gemacht!

Jetzt registrieren und gratis Anatomie-Lernguide eBook erhalten!

Erstelle dein kostenloses Konto.
Leg’ los mit deinem Training – in weniger als 60 Sekunden.