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”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Chorda tympani

Die Chorda tympani (Paukensaite) ist Teil des N. facialis (Gesichtsnerv) und dient zur Geschmackswahrnehmung in den vorderen 2/3 der Zunge.

Inhalt
  1. Verlauf
  2. Funktion
  3. Klinik
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Verlauf

Chorda tympani - links laterale Ansicht

Die Chorda tympani ist der dritte Ast des N. facialis, des siebten Hirnnerven, und spaltet sich im Canalis nervi fascialis (Faszialiskanal) des Os petrosum (Felsenbein) ab. Sie verlässt den Canalis nervi facialis in einem Knochenkanal, der als Canaliculus chordae tympani bezeichnet wird, in Richtung Paukenhöhle.

Cavitas tympani / Paukenhöhle -ventrale Ansicht

Dort verläuft sie bogenförmig an der Innenseite des Trommelfells, wo sie durch Schleimhaut bedeckt wird und dann weiter zwischen Malleus (Hammer) und Incus (Amboss).

Chorda tympani - ventrale Ansicht

Im Anschluss tritt die Chorda tympani durch die Fissura petrotympanica (Glaser-Spalte) an der Basis cranii aus der Schädelgrube aus und in die Fossa infratemporalis ein.

Fissura petrotympanica / Glaser-Spalte - kaudale Ansicht
  • Die allgemein-viszeroefferenten, also parasympathischen, Fasern der Chorda tympani spalten sich in der Fossa infratemporalis ab und ziehen zum Ganglion submandibulare und von dort aus weiter zu den Gll. submandibularis, sublingualis und lingualis anterior.
Glandula submandibularis /Unterkieferspeicheldrüse - ventrale Ansicht
  • Die speziell-viszeroefferenten Faseranteile hingegen laufen gemeinsam mit dem N. lingualis (Zungennerv), einem Ast des N. mandibularis (Unterkiefernerv) aus dem N. trigeminus (Drillingsnerv), zu den vorderen 2/3 der Zunge.
Nervus lingualis / Zungennerv - lateral-linke Ansicht
  • Die speziell-viszeroafferenten Fasern, die aus der Peripherie in Richtung der Ncll. tractus solitarii im Hirnstamm verlaufen, haben ihre Somata im Ganglion geniculi, das sich am großen Faszialisknie im Canalis nervi facialis befindet.

Funktion

Die Chorda tympani enthält parasympathische, also allgemein-viszeroefferente, Fasern, welche über das Ganglion submandibulare zu den Gll. submandibularis, sublingualis und lingualis anterior laufen. Dadurch kann die Sekretion dieser Drüsen, die Speichel sezernieren, gesteuert werden.

Der andere Teil der Chorda tympani enthält speziell-viszeroafferente Fasern, die für die Geschmackswahrnehmung der Rezeptoren, die sich auf den vorderen 2/3 Drittel der Zunge befinden, zuständig sind. Damit ist die Chorda tympani die hauptverantwortliche Struktur des Geschmacksinns.

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