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Musculus cremaster

Der Musculus cremaster (Hodenheber) ist eine Abspaltung des M. obliquus internus abdominis (innerer schräger Bauchmuskel) und des M. transversus abdominis (querer Bauchmuskel) und dient zur Regulierung der Temperatur im Hodensack.

Bei der Frau ziehen dem M. cremaster ähnliche kaudale Faserzüge der Mm. obliquus internus abdominis und M. transversus abdominis zum Lig. teres uteri (rundes Gebärmutterband).

Kurzfakten zum Musculus cremaster
Ursprung Mm. obliquus internus abdominis und transversus abdominis
Ansatz Hoden bzw. Ligamentum teres uteri
Innervation Nn. intercostales, N. ilioinguinalis, N. genitofemoralis
Funktion Anheben und Absenken des Hodensacks

Verlauf und Versorgung 

Die Fasern des M. cremaster entspringen aus den Muskeln der Bauchwand, genauer dem M. obliquus internus abdominis und M. transversus abdominis. Von dort aus zieht der M. cremaster nach kaudal zum Hoden.

In seinem Verlauf zum Hoden ist der M. cremaster Teil der Wand des Samenstrangs (Funiculus spermaticus) und der Hodenhüllen und stellt die Fortsetzung der Mm. obliquus internus abdominis und transversus abdominis dar. Er befindet sich dabei oberhalb der Fascia spermatica interna und unterhalb der Fascia cremasterica und der Fascia spermatica externa. 

Die arterielle Versorgung des M. cremaster erfolgt durch die A. cremasterica aus der A. epigastrica inferior und die venöse Drainage durch die V. cremasterica.

Innerviert wird er von den kaudalen Nn. intercostales sowie dem N. ilioinguinalis und dem N. genitofemoralis aus dem Plexus lumbalis.

Funktion 

Der M. cremaster kann den Hodensack bei Kälte anheben, bei Wärme absenken. Auf diese Weise soll die Temperatur der Hoden möglichst konstant und unter der Körperkerntemperatur gehalten werden. Dies ist Voraussetzung für die Spermiogenese.

Desweiteren hebt der M. cremaster den Hodensack auch bei sexueller Erregung in der Plateau- und der Orgasmusphase an, wodurch der Samenstrang (Funiculus spermaticus) verkürzt wird.

Klinik 

Eine Überaktivität des M. cremaster (übersteigerter Kremasterreflex) kann zu einer Form des Hodenhochstands (Kryptorchie) führen. Bei dieser besonderen Unterform, die als Pendelhoden bezeichnet wird, wird der Hoden aus dem Skrotum durch den M. cremaster unphysiologischerweise nach kranial angehoben, es handelt sich dabei jedoch nicht um einen Fehler im Descensus testis in der Embryonalentwicklung.

Beim Pendelhoden können sich die Hoden entweder skrotal (im Hodensack) oder zeitweise auch inguinal befinden. Es sind vor allem Jungen im Alter von 2-6 Jahren betroffen. Diagnostik erfolgt in erster Linie mittels Palpation und Sonographie. Beim Pendelhoden lassen sich die Hoden manuell leicht reponieren. Eine Therapie ist in diesem Fall nicht notwendig, allerdings sollten regelmäßige Kontrollen erfolgen um das Infertilitätsrisiko und das Malignomrisiko zu senken.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Drenckhahn, D., & Waschke, J. (2014). Taschenbuch Anatomie (2. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Benninghoff, A., & Drenckhahn, D. (2003). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 1 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag. 
  • Schünke, M., Schulte, E., Schumacher, U., et al. (2015). Prometheus – Innere (4. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag
  • Schmelz, H., Sparwasser, C., Weidner, W. (2014). Facharztwissen Urologie (3. Auflage). Heidelberg: Springer –Verlag

Text, Review & Layout:

  • Katrin Repkow
  • Dr. med. Charlotte Barthe
  • Nicole Gonzalez
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