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Musculus flexor digitorum longus

Der Musculus flexor digitorum longus (langer Zehenbeuger) ist Teil der tiefen Wadenmuskulatur.

Während seines Verlaufs kreuzt er mehrere benachbarte Muskeln und erhält an seiner Ansatzfläche funktionelle Unterstützung durch den M. quadratus plantae. Dabei trägt er zur Plantarflexion sowie Supination des Fußes bei und stärkt dessen Längsgewölbe.

Erfahre in diesem Artikel weitere Details zu den Besonderheiten des Musculus flexor digitorum longus und erhalte Erläuterungen zu klinischen Aspekten!

Kurzfakten zum Musculus flexor digitorum longus
Ursprung Tibia, Fibula
Ansatz Endphalangen der zweiten bis fünften Zehe
Innervation Nervus tibialis
Funktion

- Flexion der Zehengelenke

- Plantarflexion und Supination des Fußes

- Stärkung des Fußlängsgewölbes

Verlauf und Versorgung

Die Fasern des M. flexor digitorum longus entspringen an der dorsalen Seite der Tibia sowie an der Fibula. Von dort aus ziehen sie gerade entlang der Wade und überkreuzen im distalen Unterschenkel den M. tibialis posterior (Chiasma crurale). Sie laufen dann in einer Sehnenscheide (Vagina tendinis musculi flexoris digitorum longi) nach distal zur Fußsohle, wo sie die Ansatzsehne des M. flexor hallucis longus überkreuzen (Chiasma plantare).

Die Sehne fächert sich nun distal in vier kleinere Ansatzsehnen auf, die zur Basis der Phalanges distales (Endphalangen) der zweiten bis fünften Zehe ziehen. Dabei laufen sie jeweils gemeinsam mit den Ansatzsehnen des M. flexor digitorum brevis in einer Sehnenscheide (Vagina synovialis digiti pedis).

Eine Besonderheit stellt der Ansatz des M. quadratus plantae von lateral an den Ansatzsehnen des M. flexor digitorum longus dar. Dieser verstärkt somit den Zug des Muskels, insbesondere die Flexion der Zehen.

Die Gefäßversorgung erfolgt durch Äste der A. tibialis posterior, einen Endast der A. popolitea. Das venöse Blut wird durch die Vv. tibiales posteriores drainiert. Innerviert wird der M. flexor digitorum longus durch den N. tibialis, einen Ast des N. ischiadicus.

Funktion

Eine Kontraktion des M. flexor digitorum longus führt zu einer Flexion in den Zehengelenken II-V (Artt. metatarsophalangeales und interphalangeales).

Des Weiteren kommt es zu einer schwachen Plantarflexion und Supination des gesamten Fußes.

Die Sehnenfächer an der Fußsohle stärken zudem das Fußlängsgewölbe.

Videoempfehlung: Flexoren des Unterschenkels
Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion der oberflächlichen und tiefen Muskeln Flexorenloge.

Klinik

Schwache Bänder und Sehnen im Fuß können zu einem Senkfuß führen, bei dem das Längsgewölbe sinkt und die Fußsohle abflacht. Haben sich die Fußgelenke noch nicht versteift, kann operativ ein Sehnentransfer des M. flexor digitorum longus zur Entlastung versucht werden. Dabei wird die Ansatzsehne in der Fußmitte getrennt und mit Hilfe einer sogenannten Tenodesis-Schraube an das Os naviculare fixiert. Durch die damit verbundene Verlagerung des Zuges können das Fußlängsgewölbe wiederhergestellt sowie Schmerzen gelindert werden.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • G. Aumüller, G. Aust, J. Engele et al.: Duale Reihe Anatomie, 3. Auflage, Georg Thieme Verlag (2014), S. 409-432
  • D. Drenckhahn, J. Waschke (Hrsg): Taschenbuch Anatomie, 2. Auflage, Urban & Fischer Verlag (2014), S. 88-119
  • D. Drenckhahn, A. Benninghoff: Anatomie-Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie Band 1, 16. Auflage, Elsevier GmbH (Urban & Fischer Verlag) (2003), S. 394-408
  • W. Graumann, D. Sasse: CompactLehrbuch Anatomie, Band 2 - Bewegungsapparat, Schattauer (2004), S. 213-214
  • American Orthopaedic Foot & Ankle Society: Flexor Digitorum Longus (FDL) Tendon Transfer to Posterior Tibial Tendon. AOFAS FootCare MD, http://www.aofas.org/footcaremd/treatments/Pages/Flexor-Digitorum-Longus-(FDL)-Tendon-Transfer-to-Posterior-Tibial-Tendon.aspx (abgerufen am 25.11.2018)

Text, Review, Layout:

  • Katrin Repkow
  • Dr. med. Charlotte Barthe
  • Achudhan Karunaharamoorthy
  • Nicole Gonzalez
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