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Milz

Spleen 1

Die Milz ist ein eingekapseltes, schwammiges Organ aus Blutgefäßen und Lymphgewebe. Sie liegt zwischen dem Magenfundus und dem Zwerchfell im kraniolateralen Teil des linken Oberbauchs (linkes Hypochondrium), wo sie vom Brustkorb geschützt wird. Die Milz ist das größte Organ des lymphatischen Systems. Bei Erwachsenen ist ihre Hauptaufgabe, das Blut zu filtern und die alten roten Blutkörperchen abzubauen. Außerdem spielt sie eine wichtige Rolle für das Immunsystem. In ihr finden Prozesse wie die Überwachung des Immunsystems, Auslösen einer Immunantwort und Heranreifen der weißen Blutkörperchen statt.

Lagebeziehungen und Bänder

Die Milz ist ein intraperitoneal liegendes Organ und fast vollständig vom Peritoneum bedeckt. Das Peritoneum haftet fest an ihrer Kapsel, außer am Milzhilum, wo die Äste der Milzarterie und -vene ein- bzw. austreten. Die Milz ist über zwei Bänder mit dem Magen und der linken Niere verbunden. Diese Bänder gehören zum Omentum majus, einer Bauchfellduplikatur des viszeralen Peritoneums, das vom Magen entspringt. Das Ligamentum gastrosplenicum verbindet die Milz mit der großen Kurvatur des Magens, während das Ligamentum splenorenale die Milz mit der linken Niere verbindet. Das Ligamentum splenorenale besteht aus zwei Peritonealschichten, in denen die Milzarterie und -vene sowie der Pankreasschwanz eingebettet sind.

Flächen

Die Milz ist ein bewegliches Organ, dessen Oberfläche in zwei Flächen unterteilt werden kann: die Facies diaphragmatica und die Facies visceralis. Die glatte und konvex geformte Facies diaphragmatica schmiegt sich an die Wölbung der linken Kuppel des Zwerchfells und an die gekrümmten Rippenkörper an. Die unmittelbare Nähe zu den Rippen dient insbesondere als Schutz für die empfindliche und leicht verletzliche Milz. Die Facies visceralis liegt kaudomedial in Richtung der Bauchhöhle. Sie ist unregelmäßig geformt durch den Druck der angrenzenden Organen: des Magens, der linken Niere, des Pankreas und des Kolons. Sie hat einen ventralen, kranialen, dorsomedialen und kaudalen Rand.  

Ränder

Die Margo anterior, der vordere Rand, ist scharf und eingekerbt. Diese Kante verbindet die Margo superior und inferior und steht in Verbindung zum Kolon. Die Margo superior (oberer Rand) ist konvex und ebenfalls scharf und eingekerbt. Sie grenzt die Facies diaphragmatica von der Magenimpression ab. Sowohl die Margo posteromediale als auch die Margo inferior sind glatt und gerundet. Die Margo posteromediale zeigt in Richtung der Wirbelsäule. Die Margo inferior liegt zwischen dem Zwerchfell und dem oberen Anteil des lateralen Randes der linken Niere. Der laterale Rand grenzt die Facies diaphragmatica von der Nierenimpression ab.

Gefäßversorgung und Innervation

Die arterielle Blutversorgung erfolgt vollständig über die Milzarterie (Arteria splenica), die dem Truncus coeliacus entspringt. Ihre immense Größe weist darauf hin, wie viel Blut durch die Kapillaren und Sinus der Milz fließt. Der venöse Abfluss erfolgt über die Milzvene (Vena splenica). Diese bildet sich aus fünf bis sechs Zuflüssen, die aus dem Milzhilum austreten. Die Milzvene vereint sich im Verlauf mit der Vena mesenterica superior zur Leberpfortader. Die Innervation der Milz erfolgt über das Milzgeflecht (Plexus splenicus). Dieser besteht aus Ästen des Plexus coeliacus, des linken Ganglion coeliacus und des rechten Nervus vagus.

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