Englisch Kontakt Hilfe Login Registrieren

Diaphragma (Zwerchfell)

Inhalt

Einführung

Das Zwerchfell (Diaphragma) schließt die Bauchhöhle nach cranial zur Brusthöhle (Thorax) hin ab. Es handelt sich um einen flächigen Muskel, bzw. eine Muskelplatte. In der unteren, inneren Thoraxapertur (Apertura thoracis inferior) einschließlich Wirbelsäule, Rippen und Sternum hat das Diaphragma seinen Ursprung. Die Höhenlokalisation ist abhängig von der Atmung, bei tiefer Ausatmung steht das Zwerchfell etwa auf Höhe der Brustwarzen.

Kraniale Ansicht des Zwerchfells
Videoempfehlung: Kraniale Ansicht des Zwerchfells
Ansicht auf das Zwerchfell von kranial.

Aufbau

Man kann das Zwerchfell in drei verschiedene Teile gliedern. Den Pars sternalis, den Pars costalis und den Pars lumbalis. Das Trigonum sternocostale wird von Pars sternalis und Pars costalis gebildet. In diesem Dreieck verlaufen die Aa. thoracicae (mammariae) internae, welche in die epigastrischen Gefäße münden. Verschiedene Arten von Hernien können durch Lücken hindurch treten, welche vom Trigonum sternale gebildet werden (mehr dazu: „Krankheiten des Zwerchfells (Diaphragma)“). Die Muskelfasern des Diaphragmas strahlen in eine gemeinsame Sehnenplatte ein. Diese Sehnenplatte (Centrum tendineum) befindet sich etwa in der Mitte des Zwerchfells. Auf dem linken Teil des Centrum tendineum liegt das Herz samt Herzbeutel auf.

  • Pars lumbalis hat seinen Ursprung am 1.-3. Lendenwirbelkörper und bildet eine Lücke für den Grenzstrang, den Truncus sympathicus.
  • Pars costalis entspringt den Rippen 7-12 und formt zusammen mit dem Pars lumbalis das sog. Trigonum lumbocostale (Bochdalek´sche Lücke), wodurch auch wiederum Pathologien entstehen können.
  • Pars sternalis bildet mit dem Pars costalis zusammen das oben schon erwähnte Trigonum sternocostale (Larrey´sche Spalte) und entspringt am Brustbein.

Im Zwerchfell gibt es drei größere „Löcher“, durch die verschiedene wichtige Strukturen, wie zum Beispiel der Ösophagus, der dann in den Magen mündet, verlaufen. Der Hiatus aorticus (Aortenschlitz) liegt etwa auf Höhe des 1. Lendenwirbels und beinhaltet die Aorta und den Ductus thoracicus (Lymphsammelstamm der Brusthöhle). Ventral davon liegt der Hiatus oesophageus, der die Durchtrittsstelle der Speiseröhre (Ösophagus) und des Truncus vagalis anterior und posterior, sowie für verschiedene kleine Arterien- und Venenäste darstellt. Die Speiseröhre geht in den Magen über und die Vagusäste innervieren diesen.

Im Centrum tendineum befindet sich rechtsseitig das Foramen venae cavae, durch das die Vena cava inferior hindurch in den Thorax tritt und letztendlich in den rechten Vorhof des Herzens (Atrium dextrum) mündet.

Versorgung

Arterien

Das Diaphragma wird durch verschiedene Arterien mit Blut versorgt. Zum einen durch die A. musculophrenica und zum anderen durch die A. phrenica inferior, sowie die Aa. phrenicae superiores.

Nerven

Wichtig ist auch die Innervation des Zwerchfells. Der N. phrenicus ist der wichtigste Nerv für das Diaphragma. Dieser wird aus den Fasern des Plexus cervicalis (C3-5) gebildet. Merke: C three, four, five keeps the diaphragm alive.

Funktion

Als stärkster Atemmuskel des Menschen hat das Zwerchfell eine extrem wichtige Funktion. Wenn sich dieser Muskel kontrahiert, führt das zu einer Einatmung, indem sich durch den Sog des Zwerchfells auf die Lungen der Druck darin senkt und Luft in die Lunge fließt. Bei Erschlaffung des Zwerchfells kommt es zur Ausatmung.

Hol' dir kostenlos den Rest dieses Artikels
Erstelle dir ein Konto und du bekommst Zugang zum Rest des Artikels, plus Videos und Trainings, damit du all die Informationen behältst - alles kostenlos. Du bekommst ausserdem Zugang zu Artikeln, Videos und Trainings über andere anatomische Themen.
Erstelle dein kostenloses Konto ➞
Quellen anzeigen

Quellen:

  • Lippert: Anatomie Text und Atlas, 8. Auflage, Urban & Fischer Verlag/Elsevier (2006), S. 69-72
  • Benninghoff/Drenckhahn: Anatomie, 16. Auflage, Urban & Fischer Verlag (2003), S. 472-474
  • Berchtold: Chirurgie, 6. Auflage, Elsevier Verlag (2008), S. 761-767
  • Netter F.H.: Atlas der Anatomie des Menschen, 3. Auflage, Thieme Verlag (2006)

Autor:

  • Christopher A. Becker

Illustratoren: 

  • Yousun Koh 
© Sofern nicht anders angegeben, sind alle Inhalte, inklusive der Illustrationen, ausschließliches Eigentum der kenHub GmbH. Sie sind durch deutsches und internationales Urheberrecht geschützt. Alle Rechte vorbehalten.
Erstelle dein kostenloses Konto.
Leg’ los mit deinem Training – in weniger als 60 Sekunden.