EN | DE | PT Kontakt Besser lernen Login Registrieren

Du willst mehr über das Thema Musculus adductor magnus lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Womit lernst du am liebsten?

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Musculus adductor magnus

Der Musculus adductor magnus (großer Anzieher) wird zur Hüftmuskulatur gezählt und ist Teil der Adduktoren an der Innenseite des Oberschenkels.

Zu dieser funktionellen Gruppe gehören außerdem die Mm. adductor brevis und longus sowie der M. gracilis und M. pectineus.

Gemeinsam führen diese vor allem eine Adduktion des Femurs im Hüftgelenk aus.

Kurzfakten
Ursprung - Vorderer Anteil: Ramus inferior des Os pubis, Ramus ossis ischii
- Hinterer Anteil: Tuber ischiadicum
Ansatz - Linea aspera, Tuberculum adductorium des Epicondylus medialis femoris
Innervation - Nervus obturatorius, Nervus tibialis
Funktion - Adduktion im Hüftgelenk
- Außenrotation im Hüftgelenk
- Vorderer Anteil: Extension im Hüftgelenk
- Hinterer Anteil: Flexion im Hüftgelenk

Verlauf und Versorgung 

Der M. adductor magnus ist ein großflächiger, dreieckiger Muskel.

Sein vorderer Anteil entspringt am Ramus inferior des Os pubis (unterer Schambeinast) und Ramus ossis ischii (Sitzbeinast).

Kranial findet sich hier zusätzlich der M. adductor minimus (kleinster Anzieher), eine unvollständige Abspaltung vom M. adductor magnus. Auch er entspringt als vorderster Anteil des M. adductor magnus vom Ramus inferior ossis pubis. 

Der dorsale Teil des M. adductor magnus hat seinen Ursprung am Tuber ischiadicum (Sitzbeinhöcker).

Von dort aus verlaufen die Fasern dorsomedial des Femurs nach kaudal. Dabei dient die an der Dorsalseite des Femurs befindliche Linea aspera, genauer ihre innere Leiste (Labium mediale), in ihrer gesamten Länge als Ansatz für Teile des M. adductor magnus.

Des Weiteren setzen sich seine Fasern in eine Endsehne fort, welche am Tuberculum adductorium des Epicondylus medialis femoris inseriert.

Eine Besonderheit des M. adductor magnus ist der Hiatus tendineus (Adduktorenschlitz), der zwischen seiner  langen Endsehne und der medialen Kante des Femurs liegt. Der Hiatus stellt die Austrittspforte aus dem Adduktorenkanal dar, durch den die Vasa femoralis sowie der N. saphenus verlaufen. 

Innerviert wird der M. adductor magnus zum einen durch einen Ast des Plexus lumbalis, den N. obturatorius (L2-L4).

Der dorsale Anteil des M. adductor magnus wird zudem durch den N. tibialis (L4-S3) versorgt, der die Fortsetzung des N. ischiadicus aus dem Plexus sacralis darstellt.

Die Blutversorgung findet hauptsächlich durch die A. profunda femoris und ihre Rr. perforantes statt.

Suchst du nach einem Überblick über die Muskeln des Menschen? Unser Arbeitsblatt kann dir helfen :)

Funktion 

Der M. adductor magnus ist der mächtigste Adduktor, der am Kreuzen der Beine entscheidend beteiligt ist.

Mit dem Großteil seiner Fasern, die an der Linea aspera ansetzen, wirkt er als Außenrotator und Extensor des Hüftgelenks. 

Sein hinterer Anteil, der zum Epicondylus medialis zieht, wirkt wirkt als Flexor im Hüftgelenk.

Durch die Wechselwirkung mit den Abduktoren des Hüftgelenks ist er, wie die anderen Adduktoren des Oberschenkels, maßgeblich an der Regulierung der Beckenstellung beim Laufen und Stehen beteiligt.

Nutze unsere Lernmaterialien, um dein Wissen über die Hüftmuskulatur zu vertiefen:

Du willst mehr über das Thema Musculus adductor magnus lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Womit lernst du am liebsten?

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Jetzt registrieren und gratis Anatomie-Lernguide eBook erhalten!