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Nervus musculocutaneus

Inhalt

Einleitung

Der Nervus musculocutaneus ist ein peripherer Nerv des Plexus brachialis, der aus dem Fasciculus lateralis abzweigt. Er enthält, wie der Name schon vermuten lässt, sensible und motorische Fasern aus den zervikalen Rückenmarkssegmenten C5-C7. Seine wichtigste Funktion ist die Innervation der Flexoren des Oberarms.

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Verlauf

Etwa auf Höhe des Unterrands des M. pectoralis minor trennt sich der N. musculocutaneus vom lateralen Faszikel des Plexus brachialis und durchbohrt nach kurzem Verlauf den M. coracobrachialis nach anterolateral. Anschließend verläuft er an der ventralen Seite des Oberarms in der Flexorenloge zwischen dem M. biceps brachii und dem M. brachialis weiter nach distal. Dabei gibt er Rr. musculares an die Flexoren des Oberarms ab.

Im Sulcus bicipitalis lateralis gelangt er an die Oberfläche, durchbricht schließlich die Fascia brachii lateral der Bizepssehne in der Ellenbeuge oberhalb der Fossa cubiti und zieht als N. cutaneus antebrachii lateralis in die Subkutis des Unterarms. Dort unterkreuzt er die V. mediana cubiti und verläuft an der radialen Unterarmseite nach distal bis zum Handgelenk und dem Daumenballen (Thenar). Häufig teilt er sich kurz unterhalb der Ellenbeuge in einen volaren (R. anterior) und einen dorsalen (R. posterior) Ast.

Funktion

Mit seinen motorischen Anteilen innerviert der N. musculocutaneus alle Flexoren am Oberarm, also den M. biceps brachii, M. coracobrachialis und M. brachialis. Der sensible Endast (N. cutaneus antebrachii lateralis) versorgt die Haut der radialen Unterarmseite von der Ellenbeuge bis zum Daumenballen, sein Autonomiegebiet liegt dabei über dem M. brachioradialis. Außerdem gibt der N. musculocutaneus sensible Rr. articulares zum vorderen Anteil des Ellenbogengelenks und manchmal auch einen R. periostalis zum Humerus ab.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • I. Reuter: Nervus musculocutaneus, Engelhardt Lexikon Orthopädie und Unfallchirurgie, http://www.lexikon-orthopaedie.com/pdx.pl?dv=0&id=01427 (abgerufen am 03. November 2014)
  • K. J. Moll, M. Moll: Anatomie, 18. Auflage, Urban & Fischer (2006), S. 206 • M. Trepel: Neuroanatomie, 5. Auflage, Urban & Fischer (2012), S. 36
  • M. Schünke, E. Schulte, U. Schumacher et al.: Prometheus Lernatlas der Anatomie, 2. Auflage, Thieme (2007), S. 360
  • T. H. Schiebler, H.-W. Korf: Anatomie, 10. Auflage, Steinkopff Verlag (2007), S. 507
  • U. Bommers-Ebert, P. Teubner, R. Voß: Kurzlehrbuch Anatomie und Embryologie, 3. Auflage, Thieme (2011), S. 182
  • W. Tackman, H.-P. Richter, M. Stöhr: Kompressionssyndrome peripherer Nerven, Springer-Verlag, S. 124-125

Autor:

  • Jonathan Pohl

Illustratoren: 

  • Nervus musculocutaneus, ventrale Ansicht - Yousun Koh 
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