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Arterien, Venen und Nerven der oberen Extremität

Gefäße der oberen Extremität - ventrale AnsichtDie obere Extremität ist ein komplizierter Teil des menschlichen Körpers. Um ihren Aufbau tiefgehend zu verstehen, solltest du die Anatomie der oberen Extremität in ihre Bestandteile aufteilen. Dazu gehören nämlich ihre anatomischen Regionen, Knochen, Gelenke, Muskeln, Nerven und Blutgefäße. Eine solche Aufteilung wird dir helfen, dich beim Lernen jeweils auf die Details zu konzentrieren.

Auf dieser Seite wird es um die Arterien, Venen und die Nerven der oberen Extremitäten gehen. Dabei schauen wir uns die Gefäße und Nerven der oberen Extremität jeweils in einzelnen Abschnitten an: die Schulter, den Oberarm, den Unterarm und die Hand. Zusammen bilden sie die Gefäße und Nerven der oberen Extremität.

Arterien der oberen Extremität

Die wichtigste Arterie der oberen Extremität ist die Arteria subclavia. Sie zieht als dickes Gefäß durch die gesamte obere Extremität. Allerdings wird sie von Region zu Region unterschiedlich bezeichnet. Aus diesem Grund gibt es mehrere Arterien der oberen Extremität, die aber alle aus der Arteria subclavia stammen, beziehungsweise ihre Fortsetzung sind:

Videoempfehlung: Hauptarterien der oberen Extremität
Wichtige Arterien von Schulter, Ober- und Unterarm und Hand.

Arterien der Schulter

Die prominenteste Arterie der Schulter ist die Arteria axillaris. Die Arteria axillaris ist eine direkte Fortsetzung der Arteria subclavia. Sie beginnt ihren Verlauf am lateralen Rand der ersten Rippe und verläuft von dort in die Schulterregion.

Die Arteria axillaris versorgt die gesamte Schulter und den Oberarm mit ihren sechs Ästen. Diese arteriellen Äste entspringen ihr in folgender Reihenfolge:

  • Arteria thoracica superior,
  • Arteria thoracoacromialis,
  • Arteria thoracica lateralis,
  • Arteria subscapularis,
  • Arteria circumflexa humeri anterior und
  • Arteria circumflexa humeri posterior.

Im folgenden Artikel kannst du noch einiges mehr über die Arteria axillaris erfahren:

Arterien des Oberarms

Die wichtigste Arterie des Oberarms ist die Arteria brachialis, die ihrerseits wiederum aus der Arteria axillaris entstammt. Ihr Ursprung liegt ungefähr am unteren Rand des Musculus teres major. Die Arteria brachialis zieht nach distal den Arm hinunter und endet am Apex der Fossa cubitalis. Dort teilt sie sich nämlich in zwei Arterien auf:

  • die Arteria ulnaris und
  • die Arteria radialis.

Die Arteria brachialis versorgt den Oberarm mit ihren vier Ästen: der Arteria profunda brachii, der Arteria nutriciae humeri, der Arteria collateralis ulnaris superior und der Arteria  collateralis ulnaris inferior.

Arterien des Unterarms

Im Unterarm befinden sich viele verschiedene Muskeln. Insgesamt sind es beinahe zwanzig, die jeweils in zwei Kompartimente aufgeteilt sind. Da ist eine gute Durchblutung extrem wichtig. Deshalb verlaufen im Unterarm gleich zwei große Arterien: die Arteria radialis und die Arteria ulnaris. Sie beide entspringen aus der Arteria brachialis, unzwar am distalen Ende der Fossa cubitalis, der Ellenbeuge.

Die Arteria radialis verläuft von ihrem Ursprung zur lateralen Seite des Unterarms und zieht von dort weiter bis zur Hand. Die Arteria ulnaris verläuft beinahe parallel zur Arteria radialis; allerdings auf der medialen Seite des Unterarms.

Beide Arterien geben jeweils diverse Äste ab. Aus der Arteria radialis entspringen zum Beispiel die Arteria recurrens radialis, der Ramus carpalis palmaris und der Ramus palmaris superficialis. Die Arteria ulnaris gibt folgende Äste ab: die Arteria recurrens ulnaris, die Arteria interossea communis, den Ramus carpalis dorsalis und den Ramus carpalis palmaris.

Arterien der Hand

Sowohl die Arteria radialis als auch die Arteria ulnaris enden in der Hand, wo sie miteinander anastomosieren. Die Arteria radialis versorgt mit ihren Abgängen vor allem den Daumen und die laterale Seite des Zeigefingers. Die Arteria ulnaris dagegen versorgt die mediale Seite des Zeigefingers und die restlichen Finger.

In der Hohlhand bilden die beiden Arterien als Anastomosen zwei arterielle Hohlhandbögen: den Arcus palmaris superficialis und den Arcus palmaris profundus. Aus diesen beiden Hohlhandbögen entspringen wiederum viele kleine Äste für die Muskeln, die Finger und die Gelenke der Hand.

Venen der oberen Extremität

In der Regel begleiten Venen die entsprechenden Arterien im Körper. Das ist auch in diesem Fall hier so. Da die Venen ja sauerstoffarmes Blut aus den peripheren Geweben zurück zum Herzen befördern, besprechen wir sie auf dieser Seite auch in dieser Reihenfolge. Wir beginnen mit den Venen der Hand und enden mit den Venen der Schulter.

Die Hand hat zwei Venensysteme, die das Blut aus der Hand drainieren. Zum Einen gibt es hier die tiefen Venen, die die Arterien der Hand und des Unterarms begleiten. Zum Anderen hat die Hand ein Netzwerk von oberflächlichen Venen, die im Rete venosum dorsale manus, dem Venennetz des Handrückens, anastomosieren.

Die Vena basilica entsteht durch einen Zusammenschluss vieler Venen an der medialen Seite dieses Venennetzes. Die Vena cephalica hingegen entsteht auf der lateralen Seite.

Diese beiden Venen, die Vena basilica und die Vena cephalica, sind daher auch die wichtigsten Venen des Unterarms. Sie befinden sich beide ziemlich oberflächlich und sind daher häufig gut von außen zu sehen. Die Vena basilica verläuft auf der ulnaren Seite und die Vena cephalica auf der radialen Seite des Unterarms.

Des Weiteren spielt die Vena mediana antebrachii eine wichtige Rolle beim venösen Abfluss des Unterarms. Sie verläuft ziemlich mittig auf der ventralen Seite des Unterarms. Alle diese drei Venen münden ihrerseits in die Vena brachialis.

Die Vena brachialis, die häufig auch doppelt angelegt ist, ist die wichtigste Vene des Oberarms. Sie gehört zum tiefen Venensystem der oberen Extremität und verläuft häufig mit einer zweiten Vena brachialis nahe an der Arteria brachialis. In einem solchen Fall liegt die eine Vena brachialis meist an der medialen und die andere an der lateralen Seite der Arteria brachialis.

Die Venen des Unterarms und die venösen Äste des Oberarms fließen in die Vena brachialis. Alle Venen des Oberarms münden ihrerseits dann in die Vena axillaris.

Mehr zu den Venen des Ober- und Unterarms findest du in diesen lesenswerten Artikeln:

Die Hauptvene der Schulter ist die Vena axillaris, die den venösen Abfluss aus der Schulter und dem Arm garantiert. Die Vena axillaris beginnt am unteren Rand des Musculus teres major, wo sich die beiden Venae brachiales und die Vena cephalica zusammenschließen. In ihrem Verlauf erhält sie diverse Zuflüsse von den Venen der Schulter. An der äußeren Kante der ersten Rippe wird die Vena axillaris dann zur Vena subclavia.

Nerven der oberen Extremität

Die obere Extremität wird von Nerven innerviert, die allesamt aus einem Nervengeflecht kommen: dem Plexus brachialis. Dieses Nervengeflecht entsteht durch den Zusammenschluss der Rami ventrales aus den unteren vier zervikalen und dem ersten thorakalen Spinalnerven (C5-Th1).

Der Plexus brachialis kann von proximal nach distal anatomisch in folgende Abschnitte unterteilt werden: die Spinalnervenwurzeln, die Trunci, die Divisiones, Faszikel und schließlich die terminalen Nerven.

Übersicht über den Plexus brachialis

Die Nerven, die ihren Ursprung im Plexus brachialis haben, sind folgenden:

  • Der Nervus musculocutaneus - innerviert das anteriore Muskelkompartiment des Oberarms und ein Stück Haut auf der lateralen Seite des Unterarms.
  • Der Nervus axillaris - innerviert den Musculus deltoideus, das Caput longum des Musculus triceps brachii und den Musculus teres minor. Außerdem innerviert er das Schultergelenk und die Haut über dem Musculus deltoideus sensibel.
  • Der Nervus medianus - innerviert das anteriore Muskelkompartiment des Unterarms (mit Ausnahme des Musculus flexor carpi ulnaris und der medialen Hälfte des Musculus flexor digitorum profundus), das Thenar (Musculus opponens pollicis, Musculus abductor pollicis brevis, Musculus flexor pollicis brevis), die lateralen Musculi lumbricales und die Haut der lateralen Hohlhand.
  • Der Nervus radialis - innerviert das posteriore Muskelkompartiment des Oberarms und des Unterarms motorisch. Außerdem innerviert er die Haut der Oberarm- und Unterarmrückseite und der dorsolateralen Seite der Hand sensibel.
  • Der Nervus ulnaris - innerviert den Musculus flexor carpi ulnaris und die mediale Hälfte des Musculus flexor digitorum profundus, das Hypothenar (Musculus opponens digiti minimi, Musculus abductor digiti minimi, Musculus flexor digiti minimi brevis, und Musculus palmaris brevis), die medialen Musculi lumbricales, die Musculi interossei dorsales und palmares, den Musculus adductor pollicis und die Haut der medialen Hohlhand.

Schau dir die folgenden Artikel und Videos zum Plexus brachialis an. Danach bist du Experte und perfekt für die Prüfungen vorbereitet:

Videos

Quizze

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • R. L. Drake, A. W. Vogl, A. W. M. Mitchell: Gray's Anatomy for Students, 3rd edition, Churchill Livingstone (2015), p. 719, 756-760, 782-784, 810-814

Text, Übersetzung, Review:

  • Jana Vaskovic

  • Marc Mißmahl

  • Claudia Bednarek

Illustration:

  • Gefäße der oberen Extremität - ventrale Ansicht - Yousun Koh
  • Plexus brachialis - Übersicht - Johannes Reiss

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