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Pankreas

Pancreas 1

Das Pankreas (Bauchspeicheldrüse) zählt zu den Verdauungsdrüsen. Sie liegt hinter dem Magen und erstreckt sich entlang der dorsalen Bauchwand bis zum Milzhilus auf der linken Körperseite. Die Bauchspeicheldrüse wird vom Duodenum umfasst und hat sowohl endo- als auch exokrine Funktionen: Sie spielt eine wichtige Rolle in der Regulation des Blutzuckerspiegels und der Funktion und Motilität des oberen Gastrointestinaltraktes. Darüber hinaus sezerniert sie diverse, für den Protein-, Kohlenhydrat-, und Fettstoffwechsel relevante Enzyme.

Anteile

Das Pankreas ist ein längliches, gelb-gräuliches Organ mit einer gelappten Oberflächenstruktur, die medial dicker und am lateralen Ende zarter ausgeprägt ist. Es liegt sekundär retroperitoneal mit Ausnahme des Schwanzes, der sich im Milz-Nieren-Band (Ligamentum splenorenale) befindet. Das Pankreas ist in fünf Teile gegliedert: Kopf (Caput pancreatis), Hals (Collum pancreatis), Körper (Corpus pancreatis), Schwanz (Cauda pancreatis) und Hakenfortsatz (Processus uncinatus). 

Kopf

Der Pankreaskopf ist der breiteste Teil des Organs. Er liegt in der C-förmigen Ausbuchtung des Duodenums und ist bindegewebig mit ihm verwachsen. 

Hakenfortsatz

Der Processus uncinatus ist ein hakenförmiger Fortsatz am unteren Teil des Pankreaskopfs, der sich nach medial erstreckt. Er verläuft hinter den oberen Eingeweidegefäßen (Arteria und Vena mesenterica superior). 

Hals

Der kurze Pankreashals befindet sich zwischen Pankreaskopf und -körper. Er liegt zwischen den oberen Eingeweidegefäßen, die ihn dorsal begrenzen. 

Körper

Der Pankreaskörper erstreckt sich vom Pankreashals bis zum -schwanz. Er kreuzt die Mittellinie des Körpers und liegt links der oberen Eingeweidegefäße.

Schwanz

Der Pankreasschwanz verläuft ventral der linken Niere, wo er in enger Nachbarschaft zum Milzhilus und der linken Kolonflexur liegt. Er befindet sich zusammen mit den Milzgefäßen im Ligamentum splenorenale.

Gänge

Der Pankreasgang (Ductus pancreaticus) beginnt am Schwanz und entsteht dort aus den kleinen lobulären Ausführungsgängen der exokrinen Drüsenanteile. Er verläuft zum Hals und zieht nach dorsokaudal um sich dem Ductus choledochus anzuschließen. Diese beiden bilden dann die Ampulla hepatopancreatica (Vater-Ampulle), welche in der Vater-Papille (Papilla duodeni major) in das Duodenum mündet. Ein kleinerer akzessorischer Gang (Ductus pancreaticus accessorius) mündet in die Santorini-Papille (Papilla duodeni minor) direkt über der Vater-Papille. In der Regel steht er über kleine Äste mit dem Pankreasgang in Verbindung.

Nerven und Gefäße

Das Pankreas ist ein gut durchblutetes Organ: Die arterielle Versorgung erfolgt aus Ästen des Bauchhöhlenstamms (Truncus coeliacus), genauer aus Ästen der Arteria splenica und den Arteriae pancreaticoduodenales superior et inferior aus der Arteria gastroduodenalis sowie aus der oberen Eingeweidearterie (Arteria mesenterica superior). Der venöse Abfluss wird über die begleitenden Venen und Äste der Vena splenica sowie die Pfortader gewährleistet. Die meisten dieser Venen drainieren in die Vena splenica. Das Pankreas wird durch Äste des Nervus vagus (10. Hirnnerv) sowie die Nervi splanchnici, die durch das Zwerchfell ziehen, innerviert. Die sympathischen und parasympathischen Fasern erreichen ihn über die Plexus coeliacus und mesentericus superior.

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