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Nervus mentalis

Der Nervus mentalis (Kinnnerv) ist der sensible Endast des N. alveolaris inferior (Nerv der Unterkieferzahnfächer) und dient zur Innervation der Haut der Lippe und des Kinns.

Verlauf

Der N. mentalis stellt den sensiblen Endast des N. alveolaris inferior dar, der seinerseits wiederum ein Ast des hinteren Stammes des N. mandibularis (Unterkiefernerv) ist, einem Ast des N. trigeminus (Drillingsnerv). 

Der N. alveolaris inferior verläuft zunächst im Canalis mandibulae (Unterkieferkanal) und geht dann nach Durchtritt durch das Foramen mentale in den N. mentalis über. Von dort aus zieht er zur Haut und Schleimhaut der Unterlippe und des Kinns.

Funktion

Der N. mentalis enthält ausschließlich sensible Fasern zur Innervation der Haut und Schleimhaut der Unterlippe sowie der Haut des Kinns.

Videoempfehlung: Nervus mandibularis
Verlauf und Äste des Nervus mandibularis (V3).

Klinik

Sowohl der N. alveolaris inferior als auch der N. mentalis können bei zahnärztlichen Eingriffen am Unterkiefer durch Injektion von Anästhetika in das umliegende Gewebe betäubt werden. 

Klinisch relevante Befunde im Zusammenhang mit dem N. mentalis können Schmerzhaftigkeit bei Palpation der Nervenaustrittspunkte des N. trigeminus im Gesicht sein. Hierbei wird das Foramen mentale palpiert, an dem der N. mentalis aus dem Canalis mandibulae austritt. Schmerzhaftigkeit an diese Stelle lassen auf mögliche Pathologien im Schädelbereich, Gehirn oder der Meningen schließen. 

Eine weitere Pathologie des N. mentalis ist das sogenannte „Numb Chin Syndrome“. Es handelt sich um meist unilaterale Hypästhesien, Parästhesien oder Schmerzen in seinem Versorgungsgebiet am Kinn. Ursächlich hierfür können neben dentalen Pathologien, Anästhesien im Bereich des Unterkiefers, Verletzungen an der Schädelbasis und systemischen Erkrankungen wie Sarkoidose oder HIV sein. 

Aber auch Tumorinfiltrationen in den N. alveolaris inferior selbst sowie Kompression des Nerven durch Metastasen können zu diesen Missempfindungen führen. Aus diesen Gründen sollte nach Ausschluss anderer Differentialdiagnosen bei Schmerzen oder Missempfindungen im Kinn auch an maligne Prozesse, wie Lymphome, Mamma-, Lungen-, Prostatakarzinome und Tumoren im Halsbereich gedacht werden. Diese können mittels CT, MRT oder Knochenmarksbiopsien diagnostiziert werden.

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Quellen anzeigen

Quellen:

  • Aumüller, G., Aust, A., Engele, J., et al. (2014). Duale Reihe – Anatomie (3. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Drenckhahn, D., Waschke, J. (2014). Taschenbuch Anatomie (2. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Benninghoff, A., Drenckhahn, D. (2004). Anatomie - Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie - Band 2 (16. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.
  • Ryba, F., Rice, S., Hutchinson, L. (2010). Numb chin syndrome: an omnious clinical sign. British Dental Journal, 208(7), 283-285
  • Baskaran, R. K., Krishnamoorthy, S., Smith, M. (2006). Numb Chin Syndroma – a reflection of systemic malignancy. World Journal of Surgical Oncology, 4, 52. DOI: 10.1186/1477-7819-4-52
  • Schwenzer, N., Ehrenfeld, M. (2008). Chirurgische Grundlagen (4. Auflage). Stuttgart: Georg Thieme Verlag.

Text, Review & Layout:

  • Katrin Repkow
  • Claudia Bednarek
  • Nicole Gonzalez
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