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Anatomie der weiblichen Brust

Die weibliche Brust besteht beim Menschen zum Großteil aus Drüsengewebe. Diese Brustdrüsen produzieren die Milch für den Säugling. Der lateinische Name der Brust ist Mamma. Diesen Wortstamm findet man auch im Fachterminus für die Säugetiere, zu denen der Mensch ja auch gehört, wieder. Er lautet Mammalia.

Auch der Kosename für Mütter ist in vielen Sprachen Mama oder ein Wort, was so ähnlich klingt. Der Ursprung ist auch hierfür das lateinische Wort für die Brust. Aber genug mit der Sprachwissenschaft. Auf dieser Seite soll es nämlich um die Anatomie der weiblichen Brust gehen.

Brustdrüse (Glandula mammaria)

Die Mamma befindet sich an der vorderen Thoraxwand. Sie liegt noch vor der Brustmuskulatur und ist mit der Fascia pectoralis, der Brustfaszie verwachsen. Zwischen dieser Brustfazie und der Mamma befindet sich lockeres Bindegewebe. Jede Mamma besteht aus einem Drüsenkörper mit diversen Drüsenläppchen, die alle von Bindegewebe umgeben sind.

Aufbau der weiblichen Brust

Die Brustdrüsen sind modifizierte apokrine Schweißdrüsen. Ihre anatomische Struktur verändert sich je nach Alter der Frau, während des Menstruationszyklus und bei Schwangerschaft, Geburt oder beim Stillen. Nach der Geburt (postpartal) werden die Brustdrüsen aktiv und man spricht von einer laktierenden Mamma. Die Hypophyse schüttet Prolaktin aus. Prolaktin regt die Milchproduktion an, während das hypothalamische Hormon Oxytocin die Milchejektion aus der Brustwarze stimuliert.

In der ruhenden Mamma - außerhalb der Schwangerschaft und Stillperiode - befinden sich weniger Drüsenläppchen und mehr Fettgewebe in der Brust.

Als nächstes schauen wir uns die Histologie der Brustdrüse an. Der Drüsenkörper einer Brust besteht aus ungefähr 15-20 Drüsenlappen, die durch die Ligamenta suspensoria mammaria voneinander getrennt werden. Jeder einzelne Drüsenlappen setzt sich aus mehreren Drüsenläppchen mit tubuloalveolären Drüsenendstücken zusammen.

Ein Ausführungsgang eines Drüsenlappens heißt Ductus lactiferi. Die Ductus lactiferi (Achtung: Plural) verlaufen aufeinander zu. Kurz vor der Öffnung des Ductus lactiferi in der Brustwarze erweitert er sich zu einem Sinus lactiferi.

Videoempfehlung: Aufbau der weiblichen Brust
Strukturen der weiblichen Brust aus der sagittalen und anterolateralen Ansicht.

Der Aufbau der Brustwarze unterstützt die Funktion der Brust. Die beiden Brustwarzen sind jeweils von einem Kreis pigmentierter Haut umgeben, den man Areola nennt. In der Pubertät wächst die Areola und die Pigmentierung wird stärker. Auf der Oberfläche der Areola befinden sich zudem kleine, punktförmige Erhebungen. Diese werden von den Talgdrüsen, den Glandulae areolae, an diesen Stellen aufgeworfen. Die Glandulae areolae werden auch Montgomery-Drüsen genannt. Ihr Sekret enthält antimikrobielle Stoffe, die die Oberfläche der Areola schützen.

Um noch weitere Details zum makroskopischen und mikroskopischen Aufbau der weiblichen Brust zu erfahren, empfehlen wir dir den folgenden Artikel. Im Anschluss kannst du dein neues Wissen im folgenden Quiz auf die Probe stellen.
 

Lymphabfluss der weiblichen Brust

Der Lymphabfluss der Brust ist sehr wichtig. In der Klinik spielt er häufig eine Rolle bei der Metastasierung von Brustkrebs. Tumoren können nämlich nicht nur über den Blutkreislauf Metastasen an anderen Stellen des Körpers bilden. Auch das Lymphsystem bietet Tumorzellen eine Möglichkeit zu metastasieren.

Lymphabfluss der weiblichen Brust

Die Lymphe aus den Drüsenläppchen, der Brustwarze und der Areola wird zunächst einmal im Plexus lymphaticus subareolaris gesammelt. Ungefähr 75% der Lymphe (vor allem aus den lateralen Quadranten der Brust) fließt dann von hier über die Nodi lymphoidei axillares pectorales in die Nodi lymphoidei axillares. Die restliche Lymphe wird über die Nodi lymphoidei parasternales abgeleitet.

Aus diesem Grund werden häufig die axillären Lymphknoten biopsiert oder ganz entnommen, um die Entwicklung eines Brusttumors bewerten zu können. Die Nodi lymphoidei axillares drainieren dann auf beiden Seiten in den Truncus subclavius, der auch die Lymphe des Armes empfängt. Die Nodi lymphoidei parasternales leiten die Lymphe weiter in die Trunci bronchomediastinales, die wiederum auch die Lymphe der gesamten Thoraxorgane erhalten.

Neben den Nodi lymphoidei axillares und den Nodi lymphoidei parasternales wird auch ein Teil der Lymphe aus der weiblichen Brust über die Nodi lymphoidei intercostales abgeleitet. Die Nodi lymphoidei intercostales befinden sich zwischen den Rippen jeweils an den Rippenköpfchen, beziehungsweise den Rippenhälsen. Die Nodi lymphoidei intercostales drainierien ihrerseits dann entweder in den Ductus thoracicus oder in die Trunci bronchomediastinales.

Der Lymphabfluss der Brust ist auf Anhieb nicht ganz einfach. Um dein Wissen darüber noch zu vertiefen, empfehlen wir dir das folgende Video und das Quiz.

Blutversorgung der Brust

Blutversorgung der Brust

Die arterielle Blutversorgung der Brust erfolgt aus folgenden Stämmen:

  • Ästen der Arteria axillaris, die die lateralen Teile der Brust versorgen: Arteria thoracica superior, Arteria thoracoacromialis, Arteria thoracica lateralis und die Arteria subscapularis.
  • Äste der Arteria thoracica interna, die vor allem die medialen Teile der Brust versorgen: Rami mammarii mediales.
  • Rami perforantes der zweiten, dritten und vierten Arteria intercostalis tragen zur arteriellen Blutversorgung der gesamten Brust bei.

Die Venen der Brust folgen in der Regel den oben genannten Arterien. Sie fließen in die Vena axillaris, die Vena thoracica interna und die zweite bis vierte Vena intercostalis.

Teste dein Wissen mit dem folgenden Quiz!

Die Rami cutanei anteriores und laterales des zweiten bis sechsten Nervus intercostalis innervieren die Brust sensibel. Die Brustwarze wird vom vierten Nervus intercostalis innerviert.

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Quellen anzeigen

Text, Übersetzung, Layout:

  • Jana Vaskovic
  • Marc Missmahl
  • Marie Hohensee
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