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Rückenmark

Spinal cord 1

Das Rückenmark ist ein säulenförmiges Nervenfaserbündel, das die oberen zwei Drittel des Wirbelkanals ausfüllt. Es geht kranial in die Medulla oblongata über und endet kaudal im schmalen Markkegel (Conus medullaris). Der Conus medullaris ist über einen bindegewebigen Faserzug mit dem Steißbein verbunden, dem Filum terminale. Beim erwachsenen Menschen erstreckt sich das Rückenmark vom Foramen magnum des Schädels bis zum ersten oder zweiten Lendenwirbel (L1-L2).

Die Hauptfunktion des Rückenmarks liegt in der Innervation der Rumpfwand und der Extremitäten über die Spinalnerven und deren Äste. Es erhält afferente Nervenfasern, die Informationen von den Rezeptoren der peripheren Organe und Strukturen zum ZNS hin transportieren, und sendet efferente Axone zu den Skelettmuskeln. Darüber hinaus enthält es Zellkörper der präganglionären Neurone, die für die sympathische Innervation der Herzmuskulatur und verschiedener Drüsen sowie die parasympathische Innervation der Beckenorgane, der glatten Muskulatur des Enddarms sowie der Schwellkörper der äußeren Geschlechtsorgane verantwortlich sind. Das Rückenmark ist über eine große Anzahl auf- und absteigender Bahnen, die die weiße Substanz bilden, eng mit dem Gehirn verbunden. Dies erlaubt den höheren Steuerungszentren sowohl den Empfang und die Überwachung innerer und äußerer Reize als auch die Regulation und Kontrolle der efferenten spinalen Aktivität.

Verdickungen

Der Durchmesser des Rückenmarks bleibt nicht über seine gesamte Länge hin konstant. Im Bereich des Ursprungs der Spinalnerven für die obere und untere Extremität, weist es zwei markante Verdickungen auf. Von der zervikalen Verdickung aus werden die oberen Gliedmaßen versorgt. Sie befindet sich auf Höhe der Nervenwurzeln C5-Th1. Die kaudale Verdickung versorgt die untere Extremität und befindet sich auf Höhe L1-S3 im Lumbal- bzw. Sakralmark.

Hirnhäute des Rückenmarks

Das Rückenmark wird von drei Häuten umgeben und beschützt. Dies sind die derbe äußere Dura mater spinalis (harte Rückenmarkshaut), die zarte mittlere Arachnoidea mater spinalis (Spinngewebshaut) und die innere Pia mater spinalis (weiche Rückenmarkshaut). Das Nervenwasser (Liquor cerebrospinalis) befindet sich innerhalb dieser Schichten und ist für die Versorgung, Ernährung und den Schutz des Rückenmarks verantwortlich.

Nerven

Aus dem Rückenmark entspringen 31 Nervenpaare, die gemeinsam mit den Hirnnerven das periphere Nervensystem darstellen. Sie werden aus den vorderen (motorischen) Wurzeln und den hinteren (sensiblen) Wurzeln des Rückenmarks gebildet, wobei die vorderen efferente und die hinteren afferente Nervenfasern führen. Sie durchlaufen den Subarachnoidalraum und vereinigen sich zu den funktional gemischten Spinalnerven. Jeder Spinalnerv verlässt den Rückenmarkskanal durch ein Foramen intervertebrale um sich daraufhin in einen vorderen und hinteren Ast (Ramus anterior und posterior) zu teilen. Die hinteren Äste versorgen die autochthone Rückenmuskulatur und die darüberliegende Haut, während die vorderen den restlichen Körper - mit Ausnahme einiger Bereiche des Kopfes - innervieren. Alle großen Nervengeflechte (Plexus cervicalis, brachialis, lumbalis und sacralis) werden von den Rami anteriores gebildet. Nahe der Vereinigung der Radices anterior und posterior gibt jeder Spinalnerv zwei bis vier rückläufige Rückenmarkshautäste ab, die durch die Foramina intervertebralia zurücklaufen und die harte Rückenmarkshaut, Blutgefäße, die Bandscheiben und umliegende Ligamente versorgen.

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