EN | DE | PT Kontakt Besser lernen Login Registrieren

Du willst mehr über das Thema Trachea - Histologie lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Erstelle heute dein kostenloses Konto und trete in die Fußstapfen von über 1.209.477 erfolgreichen Anatomielernern.

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Trachea - Histologie

Die Trachea (Luftröhre) ist ein epitheliales muskuläres Hohlorgan mit Knorpelanteilen, welches den Beginn der unteren Luftwege markiert. Sie besitzt ein Stützgerüst aus C-förmigen hyalinen Knorpelspangen, die bereits makroskopisch erkennbar sind.

Aufbau und Merkmale

Die Wand der Trachea entspricht einem typischen Aufbau und besteht aus einer Tunica mucosa und einer Tunica fibromusculocartilaginea mit einer außen gelegenen Tunica adventitia.

Tunica mucosa

Luminal findet sich eine Tunica mucosa mit einem mehrreihigen Flimmerepithel, das einer Basalmembran aufsitzt. Es handelt sich hierbei um ein respiratorisches Epithel mit Kinozilien und Becherzellen.

Flimmerepithel der Trachea - Histologie

Die Kinozilien garantieren die mukoziliäre Clearance und dienen damit der Selbstreinigung der Bronchien. Durch koordinierte Bewegungen in Richtung Rachen können kleine Fremdkörper und Mikroorganismen durch gerichteten und fortleitenden Kinozilienschlag abtransportiert werden.

Auf das Epithel folgt eine relativ breit angelegte Lamina propria in der sich seromuköse Drüsen (Glandulae tracheales bzw. bronchiales) finden. Diese Drüsen besitzen in der Hämatoxylin-Eosin-Färbung einen dunklen Aufsatz, den von Ebner-Halbmond. Dieser kommt dadurch zustande, dass eine Gruppe von serösen Zellen den mukösen Zellen in Form eines Halbmondes aufsitzen. Die Zellen sind unterschiedlich lichtdurchlässig, sodass ein Helligkeitsunterschied entsteht.

Lumen der Trachea - Histologie

Tunica fibromusculocartilaginea

Die Lamina propria geht sehr scharf in eine schmale Schicht straffen Bindegewebes über. Dabei handelt es sich um einen Bestandteil des Perichondriums, einer äußeren Grenzschicht hyalinen Knorpels.

Das straffe Bindegewebe bildet das Stratum fibrosum, dem ein Stratrum generativum folgt. Beide zusammen bilden das Perichondrium. Im Stratum generativum befinden sich undifferenzierte mesenchymale Chondroblastenvorläufer, die im lichtmikroskopischen Präparat als langgestreckte Zellen imponieren. Dem liegt eine sehr dünne, zellfreie Schicht, die subperichondrale Schicht an.

hyaliner Knorpel der Trachea - Histologie

Darauf folgt der Knorpel im engeren Sinne: In alle Richtungen orientierte Zellen (Chondrone) liegen mäßig dicht gepackt locker angeordnet. In HE-Färbung wirkt der innere Knorpelanteil meist sehr dunkel und die Chondrone nahezu weiß.

Die Gesamtheit aus Perichondrium und subperichondrialer Schicht beider Seiten sowie Chondronen Schicht bildet den hyalinen Knorpel. Die histologische Schichtung des Knorpels ist daher symmetrisch und nach beiden Seiten gleich aufgebaut.

An die abluminale Seite des hyalinen Knorpels schließt sich eine Tunica adventitia an, welche Fett und lockeres kollagenes Bindegewebe enthält. Sie dient der Verschieblichkeit beim Schlucken und Husten.

Videoempfehlung: Trachea
Strukturen der Luftröhre aus der anterioren und posterioren Ansicht.

Hyaliner Knorpel und Tunica adventitia bilden gemeinsam die Tunica fibromusculocartilaginea. Sie bildet das mikroskopische und makroskopische Grundskelett der Trachea, in der die Knorpelspange eingelagert ist.

Diese Knorpelspange findet sich anterior und an den lateralen Anteilen, der posteriore Teil der Trachea ist frei von Knorpel. Dort findet sich stattdessen die Paries membranaceus, eine Wand aus Bindegewebe und transversal verlaufender glatter Muskulatur (Musculus trachealis).  

Histologische Differentialdiagnose

Üblicherweise wird die Trachea in histologischen Präparationen im Querschnitt angeschnitten. Sie kann dann aufgrund ihrer, bereits mit bloßem Auge erkennbaren, typischen Struktur mit der hufeisenförmigen Knorpelspange nur schwer mit anderen Präparaten verwechselt werden.

Längsschnitte dagegen sind sehr selten und dann nahezu nicht als Trachea identifizierbar, da diese typische Strukturierung dann nicht mehr zu erkennen ist.

Du willst mehr über das Thema Trachea - Histologie lernen?

Unsere Videotutorials, interaktiven Quizze, weiterführenden Artikel und ein HD Atlas lassen dich Prüfungen mit Bestnoten bestehen.

Erstelle heute dein kostenloses Konto und trete in die Fußstapfen von über 1.209.477 erfolgreichen Anatomielernern.

”Ich kann ernsthaft behaupten, dass Kenhub meine Lernzeit halbiert hat.” – Mehr lesen. Kim Bengochea Kim Bengochea, Regis University, Denver

Quellen anzeigen

Quellen:

  • R. Lüllmann-Rauch: Taschenatlas Histologie, 3. Auflage, Thieme (2009), S. 332
  • A. Benninghoff, D. Drenckhahn: Anatomie Band 1, 16. Auflage, Urban & Fischer (2003), S. 547

Text, Review, Layout:

  • Andreas Rheinländer
  • Marie Hohensee

Illustration:

  • Flimmerepithel der Trachea - Histologie
  • Lumen der Trachea - Histologie
  • Hyaliner Knorpel der Trachea - Histologie
© Sofern nicht anders angegeben, sind alle Inhalte, inklusive der Illustrationen, ausschließliches Eigentum der kenHub GmbH. Sie sind durch deutsches und internationales Urheberrecht geschützt. Alle Rechte vorbehalten.

Relevante Grafiken und Bilder

Lerne weiter

Weitere Artikel lesen

Quiz starten

Atlas durchstöbern

Gut gemacht!

Jetzt registrieren und gratis Anatomie-Lernguide eBook erhalten!