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Faszien der Schulterregion

Videoempfehlung: Schultermuskulatur [16:20]
Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion der Schultermuskeln.

Der Schultergürtel verbindet über eine Vielzahl von Knochen und Gelenken die oberen Extremitäten mit dem Rumpf. Er ermöglicht die Bewegungen des Oberarms und der Schulter in verschiedene Richtungen und schützt die darunterliegenden Gefäße und Nerven.

Die allgemeine Körperfaszie (Fascia superficialis) umgibt die komplette Muskeloberfläche von Rumpf, Extremitäten und Kopf. Die einzige Ausnahme bilden einige Teile der Gesichtsregion. Die Fascia superficialis ist über die Tela subcutanea (Subcutis) mit der Haut verbunden und ermöglicht ihre Verschieblichkeit.

Im folgenden geht es um die Anatomie der einzelnen Faszien in der Schultergürtelregion und ihre Verbindungen zueinander.

Inhalt
  1. Fascia deltoidea
  2. Fascia subscapularis
  3. Fascia supraspinata
  4. Fascia infraspinata
  5. Fascia pectoralis
  6. Fascia axillaris
  7. Fascia clavipectoralis
  8. Achsellücken und Trizepsschlitz
    1. Laterale Achsellücke
    2. Mediale Achsellücke
    3. Trizepsschlitz
  9. Klinik
  10. Literaturquellen
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Fascia deltoidea

Diese Faszie besteht aus einer fibrösen Struktur und umgibt den Musculus deltoideus. Sie bedeckt den Muskel von außen und vereinigt sich ventral mit der Faszie des Brustmuskels (Fascia pectoralis). Proximal gibt es Befestigungsstellen an der Clavicula, dem Acromion und der Spina scapulae.

Distal geht die Deltoideusfaszie in die Faszie des Oberarms (Fascia brachii) über. Dorsal schließt sie sich der starken Faszie des Musculus infraspinatus an. Von der tiefen Oberfläche der Faszie gehen einige Septen hervor, die in den Muskel eindringen und ihn so in einzelne Muskelbündel (Faszikel) unterteilen.

Fascia subscapularis

Diese Faszie bedeckt den Musculus subscapularis, der seinen Ursprung in der Fossa subscapularis des Schulterblattes hat und am Tuberculum minus des Humerus ansetzt. Die Funktion der Faszie besteht darin, das Schulterblatt zu schützen.

Sie liegt auf der gesamten Fläche der Fossa subscapularis und bildet hier eine verhältnismäßig dünne Aponeurose (Sehnenplatte). Ihre Funktion besteht darin, das Schulterblatt zu schützen. An den tiefsten Anteilen der Faszie entspringen einige der oberflächlichen Fasern des Musculus subscapularis.

Fascia supraspinata

Diese Faszie bedeckt den Musculus supraspinatus. Sie ist ein besonders derbes Bindegewebsblatt und füllt die Fossa supraspinata aus, an welchem der Musculus supraspinatus entspringt. Auf der Medialseite ist die Faszie eher dick und dünnt nach lateral unter dem Ligamentum coracoacromiale aus.

Fascia infraspinata

Die Verankerungsstellen dieser Faszie liegt in der Fossa infraspinata des Schulterblatts. Die Fascia infraspinata geht in die Faszie des Musculus deltoideus über.

Fascia pectoralis

Diese dünne Faszie bedeckt den Musculus pectoralis major und teilt diesen in mehrere Muskelbündel ein. Die Fascia pectoralis ist mit dem Sternum und der Clavicula verwachsen und setzt sich in der Schulter-, Thorax- und Achselfaszie fort.

Über dem Musculus pectoralis ist sie ziemlich dünn und wird zwischen dem Brustmuskel und dem Musculus latissimus dorsi kräftiger. In ihrem am weitesten lateral gelegenen Abschnitt bildet sie als Fascia axillaris den Boden der Axilla (der pyramidenförmige Raum zwischen der lateralen Brustwand und dem medialen Oberarm).

Fascia axillaris

Hierbei handelt es sich um eine Faszie, die vor allem im mittleren Drittel der Schulter und unterhalb des Musculus deltoideus besonders dicht ist. Sie teilt sich am lateralen Rand des Musculus latissimus dorsi in zwei Schichten. Diese umhüllen den Musculus latissimus dorsi und sind an den Processus spinosi der Brustwirbelsäule verankert.

In der Region, in der die Faszie den unteren Rand des Musculus pectoralis major überschreitet und die Axilla überquert, gibt sie eine weitere Schicht ab, die den Musculus pectoralis minor umhüllt.

An der oberen Begrenzung des Musculus pectoralis minor läuft die Faszie als Fascia clavipectoralis weiter. Die typische kuhlenartige Form der Achsel entsteht in erster Linie dadurch, dass die Fascia axillaris die Haut zu sich zieht.

Die Fascia axillaris wird durch den Processus axillaris, auch Spence-Fortsatz genannt, durchstoßen. Das Ligamentum suspensorium axillae, auch Gerdy-Ligament genannt, verbindet die Fascia axillaris mit der Fascia clavipectoralis.

Fascia clavipectoralis

Die Fascia clavipectoralis ist eine kräftige Faserschicht, die hinter dem claviculären Anteil des Musculus pectoralis major verläuft.

Sie füllt die Lücke zwischen dem Musculus pectoralis minor und dem Musculus subclavius und bedeckt die axillären Gefäße- und Nervenbahnen. Die Fascia clavipectoralis umhüllt den Musculus subclavius und ist sowohl vor als auch hinter dem Sulcus musculi subclavii an der Clavicula befestigt.

Die posteriore Seite dieser Faszie verschmilzt mit der Halsfaszie. Die Befestigungsstellen findet man medial an der ersten Rippe und lateral am Processus coracoideus. Zwischen der ersten Rippe und dem Processus coracoideus verdickt sich die Faszie häufig zu einem Band.

Die Vena cephalica, die Arteria und Vena thoracoacromialis und der Nervus pectoralis lateralis nutzen die Fascia clavipectoralis als Durchtrittspforte.

Achsellücken und Trizepsschlitz

Laterale Achsellücke

Die laterale Achsellücke (Foramen axillare laterale) ist viereckig und wird durch vier Strukturen gebildet:

In dieser Achsellücke verlaufen der Nervus axillaris und die Vasa circumflexa humeri posterior.

Mediale Achsellücke

Die dreieckige mediale Achsellücke (Foramen axillare mediale) wird durch drei Strukturen gebildet:

  • Kranial: Musculus teres minor
  • Kaudal: Musculus teres major
  • Lateral: Caput longum des Musculus triceps brachii

In dieser Achsellücke verlaufen die Vasa circumflexa scapulae.

Trizepsschlitz

Der Trizepsschlitz befindet sich kaudal der lateralen Achsellücke und wird durch drei Strukturen gebildet

  • Kranial: Musculus teres major
  • Medial: Caput longum des Musculus triceps brachii
  • Lateral: Humerus

Durch den Trizepsschlitz zieht der Nervus radialis zum Sulcus nervi radialis am Humerus. Desweiteren läuft die Arteria profunda brachii durch diese Muskellücke.

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Kim Bengochea, Regis University, Denver
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